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Photovoltaik: Talfahrt der Modulpreise geht ungebremst weiter

Martin Schachinger

Im fünften Monat in Folge fielen die Modulpreise im Mittel wieder um etwa 6 Prozent, der Preisverfall seit Jahresanfang erhöht sich damit auf durchschnittlich 25 Prozent über alle Technologieklassen. Obwohl sich die Rohmaterialkosten in China allmählich wieder stabilisieren, bleibt es bei fortschreitenden Ermäßigungen der Modulpreise aufgrund der aktuell noch sehr hohen Lagerbestände. Kaum ein Hersteller oder Großhändler, der nicht über Verluste im Tagesgeschäft klagt. Bei der Lagerbereinigung müssen Rabatte gegeben werden, welche die Handelsmarge mehr als wettmachen. Wer nicht bereit ist, seine Ware unter Produktions- beziehungsweise Einkaufspreis anzubieten, wird auf ihr sitzen bleiben.

Immerhin scheinen die asiatischen Hersteller insofern zu reagieren, als dass sie die Lager in Europa nicht noch voller laufen lassen und den Nachschub reduzieren. Dennoch bleibt der Verkaufsdruck, denn die existierenden Lagerbestände werden wöchentlich weniger wert. Einige Modulkunden versuchen dabei, aus laufenden Lieferverträgen auszusteigen oder bestehende Aufträge zu stornieren. Das ist aber in der Regel nicht ohne Weiteres möglich und wenn, dann mit hohen Strafzahlungen verbunden. Es empfiehlt sich daher eher, in Nachverhandlungen den Kaufpreis noch geringfügig anpassen zu lassen.

Wie lange die unbequeme Marktsituation noch anhalten wird, ist schwer vorauszusagen. Wenn die Nachfrage im Spätsommer in Europa wieder anzieht und im chinesischen Markt die Jahresendrallye beginnt, könnte sich die Lage entspannen. Keiner weiß jedoch ganz genau, wieviel Container mit Modulen, insbesondere mit PERC-Technologie, tatsächlich in europäischen Lagern gehortet werden und wie lange es dauern wird, diese Überbestände abzubauen, damit sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wieder normalisiert. Die kommenden Wochen und Monate werden sicherlich noch einige Preissenkungen mit sich bringen.

Martin Schachinger ist studierter Elektroingenieur und seit bald 30 Jahren im Bereich Photovoltaik und regenerative Energien aktiv. 2004 machte er sich selbständig und gründete die international bekannte Online-Handelsplattform pvXchange.com, über die Großhändler, Installateure und Servicefirmen neben Standardkomponenten für Neuinstallationen auch Solarmodule und Wechselrichter beziehen können, welche nicht mehr hergestellt werden, die aber für die Instandsetzung defekter Photovoltaik-Anlagen dringend benötigt werden.

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