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Förderung von Wärmepumpen wesentlich höher, als viele erwarten

Insgesamt 16,7 Milliarden Euro stellt der Bund im Jahr 2024 zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung zur Verfügung, um die Wärmewende im Gebäudesektor voranzutreiben. Das Ziel der Bundesregierung: Klimaneutralität bis zum Jahr 2045. Obwohl die Förderbedingungen sehr attraktiv sind, scheuen viele Immobilienbesitzer den Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik.

Viele Hauseigentümer kennen weder die staatlichen Fördermöglichkeiten noch die Vorgaben des seit 1. Januar 2024 geltenden Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Civey-Befragung im Auftrag von Vaillant, an der über 5.000 deutsche Immobilienbesitzer teilgenommen haben. Details zu den Umfrageergebnissen finden Sie im Factsheet.

Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer Vaillant Deutschland: „Die Rahmenbedingungen für einen Heizungstausch sind aktuell sehr attraktiv: Bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erleichtern den Umstieg auf zukunftssichere und umweltfreundliche Technologien wie Wärmepumpen. Rund 70 Prozent1 der Wohngebäude in Deutschland eignen sich ohne größere Umbaumaßnahmen für den Einbau einer Wärmepumpe. Eigentümer steigern durch den Umstieg auf eine Wärmepumpe den Wert ihrer Immobilie deutlich.“

Befragungsergebnisse legen Informationslücken zu Förderung offen

Mehr als jedem dritten Befragten (37,4 Prozent) ist nicht bekannt, dass der Einbau einer Wärmepumpe überhaupt staatlich gefördert wird. Noch größere Informationslücken existieren bezüglich des Umfangs der Förderungen: Knapp 9 von 10 Immobilienbesitzern (86 Prozent) ist nicht bewusst, dass der Staat bis zu 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten beim Einbau einer Wärmepumpe im Bestand übernimmt.

Der maximale Fördersatz setzt sich aus einer Grundförderung und verschiedenen Boni zusammen. Insgesamt sind bis zu 21.000 Euro Förderung für eine neue klimafreundliche Heizungsanlage möglich. Fast die Hälfte der Befragten (49,5 Prozent) gibt an, nicht zu wissen, welche Heizsysteme sie nach dem Gebäudeenergiegesetz künftig in ihre Immobilie einbauen dürfen.

Darüber hinaus unterschätzt die große Mehrheit der Immobilienbesitzer den breiten Einsatzbereich von Wärmepumpen: Nur 15,8 Prozent der Befragten schätzen richtig ein, dass ein effizienter Betrieb von Wärmepumpen schon heute in rund 70 Prozent1 der Wohngebäude ohne größere Umbaumaßnahmen möglich ist.

Warten auf kommunale Wärmeplanung: Immobilienbesitzer riskieren maximale Förderung

Rund zwei Drittel der Befragten (64,3 Prozent) wollen mit dem Heizungstausch warten, bis die Kommunen ihre Wärmeplanungen abgeschlossen haben. 9,6 Prozent sind noch unentschlossen. Dabei laufen Immobilienbesitzer, die den Heizungstausch zu lange aufschieben, Gefahr, sich einen Teil des Klimageschwindigkeitsbonus entgehen zu lassen. Dieser kann nur noch bis 2028 umfassend genutzt werden und reduziert sich danach schrittweise.

Immobilienbesitzer aufklären und Scheu vor dem Heizungstausch nehmen

„Momentan sind viele Immobilienbesitzer nicht ausreichend über das Gebäudeenergiegesetz und die Bundesförderung informiert, sodass sie die energetische Sanierung ihres Hauses nicht angehen“, sagt der Geschäftsführer von Vaillant Deutschland, Dr. Tillmann von Schroeter.

„Jetzt gilt es, möglichst viele Hausbesitzer darüber aufzuklären, dass der gesetzliche Rahmen beim Heizungstausch gesetzt ist und die Förderbedingungen sehr attraktiv sind. Mit Wärmepumpen setzen Hausbesitzer auf eine zukunftssichere Technologie, die alle Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes erfüllt.“

1 Quelle: Eigene Erhebung zum Marktpotenzial von Wärmepumpen im deutschen Wohngebäude-Bestand. Weitere Studien, z. B. des Öko-Instituts ermitteln vergleichbare oder höhere Werte.

Zur Methodik

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat im Auftrag von Vaillant zwischen dem 30. Januar und 22. Februar 2024 rund 5.000 deutsche Immobilienbesitzer zu den neuen Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes und der Bundesförderung online befragt. Die Einzelfrage „Wissen Sie, welche Heiztechnologien Sie nach den gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes in Zukunft in Ihre Immobilie(n) einbauen dürfen?“ wurde über 1.000 Befragten gestellt. Alle Daten wurden im Civey-eigenen Panel mit verifizierten Teilnehmern erhoben. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Zielgruppe, die statistische Fehlerquote liegt zwischen 2,5 und 4,6 Prozent. Weitere Informationen zur Civey-Methodik: https://civey.com/ueber-civey/unsere-methode

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