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Kühlung mit Erdkälte ohne Kompressor

Um im Hochsommer heiße Außenluft von Lüftungsanlagen zu kühlen, kann man statt Kältemaschinen auch reine Erdkälte nutzen. Das Erdreich misst in zwei Metern Tiefe im Hochsommer selbst bei 36°C Lufttemperatur nur zwischen 15 und 18°C. Das ist kühl genug, um damit einen 36°C warmen Außenluftstrom auf 22°C abzukühlen.

Sole-Leitungen übertragen Kälte

Um Erdkälte direkt zu nutzen, verlegt man unter dem Haus oder rund um den Keller oder in separaten Gräben Sole-Leitungen, die über Ihre Rohroberfläche die Wärme an das Erdreich übertragen. Die erdkühle Sole wird dann durch eine stufenlos geregelte Umwälzpumpe zu einem Luftkühler gefördert, der in die Außenluft-Ansaugleitung der Lüftungsanlage eingebaut wird.

Im Winter Außenluft vorwärmen

Die Steuerung erfolgt durch einen Temperaturfühler, der hinter dem Luftkühler die zustande gebrachte Lufttemperatur misst und daran erkennt, ob mehr oder weniger Sole zu fördern ist. Ist das System installiert, kann es außer zu sommerlicher Außenluft-Kühlung auch zur winterlicher Außenluft-Vorwärmung genutzt werden und so die Lüftungsanlage auch bei heftigen Minusgraden frostfrei halten.

Um gute Kühlleistungen zu erhalten, sind pro 100 m³/h Luftmenge zwischen 50 und 75 m PE-Soleleitung nötig. Der Außendurchmesser sollte 32 mm betragen und die Leitungen sollten mindestens 1,5 m, besser 2,0 m tief im Erdreich liegen.

So sehen mögliche Verlegeformen der Sole-Leitungen aus:

Das 1998 von Netec Energietechnik in Detmold entwickelte System besteht im Wesentlichen aus speziellen Sole-Luft-Wärmeübertragern mit besonders niedrigem Strömungswiderstand und integrierten Außenluftfiltern.

Lieferbar sind Modelle für Luftmengen von 100 bis 10.000 m³/h mit Rundrohr- oder Rechteckkanal-Anschluss. Das meist verkaufte Modell für Ein- und Zweifamilienhäsuer CWK 300-F-iso hat ein isoliertes Gehäuse, einen integrierten 2-stufigen Luftfilter und ist für Luftmengen bis zu 350 m³/h geeignet.

Sparsame Arbeitszahl

Anders als Kleinkältemaschinen, die mit Arbeitszahlen von 2 bis 4 operieren, also pro 1.000 W Nutzkälte 250 bis 500 W Strom benötigen, erreichen Sole-Luft-Wärmetauscher Arbeitszahlen bis 20. Sie benötigen also für 1.000 W Nutzkälte nur etwa 50 W Strom. Sie werden daher vor allem für Effizienzhäsuern und Passivhäusern nachgefragt, eignen sich aber für jedes Gebäude mit Lüftungsanlage und zentraler Außenluftansaugung.

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