AGC Fineo: Wie Vakuumglas zum Klimaschutz beiträgt

Mit der Vakuumisolierglas-Serie Fineo präsentiert der belgische Hersteller AGC eine zukunftsweisende Lösung für sommerlichen Wärmeschutz und Energieeffizienz. Die Produktlinie kombiniert hochselektive Sonnenschutzbeschichtung mit Vakuumtechnologie und erreicht dabei Wärmedämmwerte moderner Dreifachverglasungen bei der Dicke eines herkömmlichen Einfachglases.
Das Kernprodukt Fineo Solar Control adressiert gezielt die Herausforderung großflächiger Südverglasungen: Mit einer Lichttransmission von 73 Prozent und einem g-Wert von 0,41 (FINEO 8) ermöglicht es maximale Tageslichtnutzung bei effektivem Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Der Aufbau aus zwei dünnen Glasscheiben mit 0,1 mm Vakuumzwischenraum und hochselektiver Low-E-Beschichtung erreicht bei Gesamtdicken ab 7,7 mm einen Wärmedämmwert von 0,7 W/m²K. Großformate bis 2980 x 1605 mm sind realisierbar.
Die Sonnenschutzbeschichtung lässt sich mit verschiedenen Fineo-Ausführungen kombinieren – von Standard über Acoustic und Safety bis hin zu Fineo Tempered. Der solare Energiedurchlassgrad variiert je nach Ausführung zwischen 30 und 60 Prozent. Im Vergleich zu konventionellem Dreifach-Isolierglas erreicht Fineo Standardglas rund 20 Prozent höhere Lichttransmission, Fineo Solar Control noch etwa 10 Prozent mehr.
Ein entscheidender Vorteil liegt im Verzicht auf Edelgase und organische Dichtstoffe: Ohne Gasfüllung bleibt die energetische Performance über die gesamte Lebensdauer konstant. Umfangreiche Haltbarkeitstests belegen eine thermische und akustische Leistungsfähigkeit von mindestens 60 Jahren.
Für die Sanierung bietet Fineo eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum kompletten Fensteraustausch. Mit Dicken zwischen 7 und 20 mm passt das Vakuumglas in viele bestehende Rahmenkonstruktionen, auch dort, wo zuvor Einfach- oder Zweifachglas verbaut war. Als erster Hersteller weltweit verfügt AGC über CE-Kennzeichnung und allgemeine Bauartgenehmigung des DIBt für FINEO. Neben Standardformaten sind auch Freiformen möglich – besonders relevant für denkmalgeschützte Objekte.
Die Nachhaltigkeitsbilanz überzeugt durch vollständige Recyclingfähigkeit (blei- und metallfrei), Herstellung in Belgien mit kurzen Transportwegen und eine extern verifizierte EPD. Die „Low-Carbon"-Variante weist einen CO₂-Fußabdruck von nur 18,9 kg CO₂-Äquivalent pro Quadratmeter auf. Referenzprojekte wie die Bürosanierung Belnine im Brüsseler Europaviertel und die Restaurierung der Villa Domaine de Myosotis in Frankreich demonstrieren die praktische Umsetzbarkeit in anspruchsvollen Projekten.
