Wohnraumlüftung und Feuerstätte: Was bei der Kombination zu beachten ist
Wichtig zu wissen: Eine Lüftungsanlage erzeugt im Betrieb Unterdruck im Gebäude. Eine raumluftabhängige Feuerstätte benötigt gleichzeitig Zuluft und einen funktionierenden Abzug der Abgase über den Schornstein. Wird der Unterdruck zu groß, können die Abgase nicht mehr abziehen – oder werden sogar aus dem Schornstein zurück in den Wohnraum gesogen. Diese Abgase enthalten Kohlenmonoxid (CO). Deshalb ist diese Kombination ohne Sicherheitstechnik und ohne Freigabe des Schornsteinfegers nicht zulässig.
Warum das Thema so wichtig ist
Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos. Betroffene bemerken die Vergiftung nicht, bevor sie handlungsunfähig werden. Schon geringe Konzentrationen führen zu Kopfschmerzen und Benommenheit, höhere Konzentrationen sind innerhalb kurzer Zeit tödlich. Genau diese Unbemerkbarkeit macht die Lüftung-Feuerstätten-Problematik so ernst: Ein zu hoher Unterdruck ist für den Bewohner nicht wahrnehmbar. Es gibt kein Warnsignal, das ohne technische Überwachung zuverlässig anschlägt.
Dieser Umstand rechtfertigt den gesamten planerischen und technischen Aufwand, der in diesem Beitrag beschrieben wird. Es geht nicht um Komfort oder Effizienz, sondern um die Verhinderung eines potenziell tödlichen Betriebszustands.
