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Praxisreport Raumkonzepte: Wie im Hotel Ochsen Tradition auf Moderne trifft

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Das Boutiquehotel Ochsen im Lenzkircher Ortsteil Saig ist ein typisches Schwarzwaldhaus. Als traditionsreicher Gasthof dient es im Ort als Treffpunkt für Vereine und Gemeinschaft. Seine Lage im Hochschwarzwald nahe dem Titisee, Schluchsee und Feldberg bildet zugleich die Basis für eine jüngere Zielgruppe. 

Elena Schnaas-Bruker und Simon Bruker übernahmen das Haus im April 2024. Ihr Ziel: behutsame Transformation zum Boutiquehotel, die den Charakter bewahrt und zugleich mit zeitgemäßem Design neue Impulse setzt – für Gäste wie für die 30 Mitarbeitenden.

Zwei Fachleute im Hotelzimmer prüfen energieeffiziente Gebäudetechnik; Fokus auf moderne Raumgestaltung und nachhaltige Lösungen.
Die Neugestaltung des „Hotel Ochsen“ ist geprägt von einer harmonischen Verbindung aus Tradition und Moderne. Elena Schnaas-Bruker und Simon Bruker führen das Haus mit Leidenschaft und Engagement.

Wettbewerb stößt Umbau an

Die neuen Eigentümer stellten ihre Pläne im Wettbewerb „Designed to stay“ der Schwarzwald Tourismus GmbH erstmals öffentlich vor. Im Zentrum stand die Frage, wie sich ein traditionsreiches Hotel neu positionieren und für eine jüngere Zielgruppe öffnen lässt. Das Konzept der Transformation zum Boutiquehotel überzeugte die Jury. Der Gewinn: die exklusive Zusammenarbeit mit einem Expertenteam ausgewählter Hersteller, das gemeinsam mit den neuen Besitzern ein Zimmer gestaltete – von der Idee bis zur Umsetzung. Das Ergebnis ist ein Prototyp für die zukünftige Handschrift des Hauses.

Modernes Wohnzimmer mit energieeffizienter Beleuchtung, Akzentwand in Grün und wärmegedämmten Fenstern für optimale Gebäudeenergieeffizienz.
Ein Beispiel für die behutsame Transformation zum Boutiquehotel ist dieser neu geschaffene Bereich im Entrée: Es bewahrt den Charakter des Hauses und setzt zugleich mit zeitgemäßem Design neue Impulse.

Möbel gliedert Zimmer neu

Das neue Zimmer setzt auf einen offenen Grundriss. Der kompakte Raum ordnet Schlaf- und Sanitärbereich über ein raumgliederndes Möbel neu. Die Firma SHL Fritz Schlecht entwarf und fertigte dieses Element. Eine durchgehende Stein-Konsole von CeraStone ergänzt es. Das Möbel trennt beide Zonen, nimmt Minibar, Safe und Stauraum auf und erfüllt zwei Funktionen zugleich. Auf einer Seite bildet es einen Schreibtisch. Auf der anderen Seite wird es zum Waschplatz. Ein aufgesetztes Holzgitter lässt Durchblicke zu. Gleichzeitig strukturiert es den Raum und schafft Privatsphäre.

Barrierefreies Hotelzimmer mit großer barrierearmer Liegefläche, Holzmöbeln, blendfreier Beleuchtung und reduziertem Design für Gebäudetechnik.
Das neu gestatete Hotelzimmer mit harmonisch aufeinander abgestimmten Farben und natürlichen Materialien – akzentuiert durch gezielte Kontraste wie das dunkle Fenstergitter zur hellen Holzverkleidung und die sanften Grüntöne zur warmen Lichtstimmung.

Bad nutzt Keramik und spart Wasser

Die Ausstattung orientiert sich an den Anforderungen moderner Hotelgäste und an den Abläufen im Betrieb. Die Planung setzt auf pflegeleichte, langlebige und funktionale Lösungen. Als Waschbecken kommt das Aufsatzbecken der Serie Luv von Cecilie Manz zum Einsatz. Eine Tür trennt die Wandtoilette von Duravit vom Raum. Becken und Toilette bestehen aus Sanitärkeramik. Für Waschtisch und Dusche verbaute das Projekt Armaturen der Serie Wave von Duravit in gebürstetem Edelstahl. Die Technologien AirPlus und MinusFlow sparen Wasser und Energie. Damit greift das Zimmer den Ansatz des Hauses auf, mit natürlichen Ressourcen schonend umzugehen.

Barrierefreies Bad mit wandmontiertem Waschtisch, rundem Spiegel und modernen Sanitärarmaturen; im Hintergrund angrenzendes Schlafzimmer.

Bad mit Anspruch: Das stilvoll integrierte Aufsatzbecken der Serie Luv von Cecilie Manz überzeugt mit nordischer Zurückhaltung und zeitloser Eleganz. Funktionale Details wie die langlebige Sanitärkeramik und die nachhaltige Armatur der Serie Wave in gebürstetem Edelstahl unterstreichen den hohen Komfortanspruch und das ökologische Bewusstsein des Hotels. 

Materialien verbinden Holz und Keramik

Im Interieur treffen Holzakzente auf keramische Oberflächen und mineralische Materialien. Textilien von Vescom ergänzen den Ausbau. Ein gepolstertes Betthaupt und Sitzmöbel von Rolf Benz gehören zur Ausstattung des Zimmers.

Regionale Partner bauen Zimmer aus

Bei der Umsetzung bezog das Projekt neben regionalen Herstellern auch verarbeitende Betriebe aus der Region ein. Die Schwarzwald Tourismus GmbH begleitete den Wettbewerb als Schirmherr und stellte den Ausbau des regionalen Netzwerks zwischen Hoteliers, Industrie und Handwerk in den Mittelpunkt. Farben Beha übernahm den Innenausbau des Zimmers. SHL Fritz Schlecht realisierte den Möbelausbau auf Grundlage eines gemeinsamen Designentwurfs mit Rolf Benz Contract. Den sanitären Aus- und Umbau führte Mössner aus Titisee-Neustadt. 

Mit dem fertiggestellten Zimmer liegt ein erster Baustein für die weitere Umgestaltung des Hauses vor. Es dient als Prototyp für die weitere Gestaltung des Boutiquehotel Ochsen.

Infobox Projektpartner

  • Baulmann Leuchten, Sundern
  • CeraStone GmbH, Schwäbisch Hall
  • Duravit AG, Hornberg
  • Häfele, Nagold
  • Israel & sons, Karlsruhe 
  • JUNG; Schalksmühle
  • kymo® Floorwear, Karlsruhe 
  • OBB Oberbadische Bettfedernfabrik, Lörrach
  • Rolf Benz Contract, Nagold
  • SHL, Altensteig
  • Vescom, Münchberg
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