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Pariser Dachkammer wird zum Mini-Appartement mit Duschkapsel

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In Paris ist Wohnraum rar und kostspielig. Sogenannte Chambre de bonne stoßen dort seit Jahren auf Nachfrage. Der Name leitet sich von der umgangssprachlichen Bezeichnung „bonne à tout faire“ ab. Das lässt sich mit „Mädchen für alles“ übersetzen. Die Dachkammern dienten bis ins 20. Jahrhundert als Wohnraum für Personal von Aristokraten, Kaufleuten und Großindustriellen. 

Nahe des Gare du Nord liegt eines dieser Zimmer im sechsten Stock eines Gebäudes der Haussmann-Ära. Der Architekt Massimo De Conti baute den Raum zu einem kompakten Appartement um. Es bietet auf nur 11 Quadratmeter genügend Platz zum Schlafen, Arbeiten, Kochen und Duschen

Kompaktes Arbeitszimmer mit braunem Sofa, Holzschreibtisch, Stehlampe, Wandbeleuchtung und Fenster mit Blick auf moderne Stadtarchitektur.
Klein aber fein: Im Apartment gibt es einen String-Shelving-Schreibtisch, ein Bensen-Daybed und einen Vitra-Armchair.

Architekt ordnet den Grundriss neu

Viel braucht es nicht in diesem Pariser Mikro-Appartement– einen Schreibtisch, eine Schlafcouch und einen Armstuhl eingerichtet. Gedacht ist das Appartement vor allem für Kurzaufenthalte, Geschäftstermine oder ein Week-end à la Seine. Bei der Gestaltung kam es auf jeden Zentimeter an. Der begrenzte Platz bestimmte dabei den Entwurf. De Conti entwickelte das gesamte Interieur deshalb um einen kompakten Kern herum: die Dusche. 

Kleiner, modern eingerichteter Raum mit braunem Sofa, Arbeitsplatz und Tageslicht von Dachfenster, Beispiel für effiziente Flächennutzung in Gebäuden.
Ein Blick in das Apartment: Das Kernstück ist die Dusch-Kapsel mit einer Superplan Duschfläche von Kaldewei.

Die Duschkapsel bestimmt den Ausbau

Im Zentrum des Entwurfs steht eine Dusch-Kapsel mit einer Superplan Duschfläche von Kaldewei. Die Duschfläche gehört damit zum Kern des Raumkonzepts. Für das Projekt spielte zudem die niedrige Aufbauhöhe eine zentrale Rolle. Sie passte zu der umgebauten Mansarde. Die Superplan eignet sich wegen der niedrigen Aufbauhöhe für Sanitärlösungen im Tiny-Living-Bereich wie in dieser umgebauten Mansarde.

Eine ausziehbare Küche ergänzt den Raum

Neben dem Badbereich integrierte De Conti eine kleine Speisekammer und eine Mini-Küche. Die Küche enthält Mikrowelle, Kühlschrank und Herd. Diese ist ausziehbar und kann bei Gebrauch herausgezogen werden. So nimmt die Fläche neben dem Bad auch Stauraum und eine Kochmöglichkeit auf. Die 11 Quadratmeter verteilen damit mehrere Funktionen in einem Raum. Das Appartement verbindet einen Schlaf- und Arbeitsbereich mit Bad, Speisekammer und ausziehbarer Küche.

Modernes Bad mit bodengleicher Dusche, blauen Waschtischunterschränken, barrierefreiem Zugang und kontrastreichen Elementen für hohe Funktionalität.
Die Küche ist ausziehbar und enthält Mikrowelle, Kühlschrank und Herd.

Metall und Farbe verändern die Wirkung

Für den Paravent der Dusch-Kapsel plante De Conti zunächst HolzDer ursprünglich mit Holz geplante Paravent der Dusch-Kapsel bekam eine Metall-Veredelung, die den gesamten Raum spürbar aufhellt. Natürliches wie künstliches Licht wird über die dezent schimmernde Oberfläche verstärkt. Die dominierenden Weiß- und Metalloberflächen werden durch drei Blautöne, die für die Wand gewählt wurden, akzentuiert. Der Boden ist in Mitternachtsblau gehalten. Schlafcouch, Armstuhl und Schreibtisch liefern mit ihren Brauntönen einen warmen Kontrast dazu.

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