Wie Schallschutzfenster gegen Lärm helfen

Lärm ist ein ständiger Begleiter unseres modernen Lebens: Auf dem Land stören die nahe gelegene Autobahn oder die Einflugschneise eines Flughafens. In der Stadt rauben uns Straßenverkehr oder die örtliche Feiermeile Nerven und den gesunden Schlaf. Klar ist: Dauerhafter Lärm kann Schlaf und Konzentration beeinträchtigen und sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Abhilfe können Schallschutzfenster schaffen.
Wie viel Schallschutz für welchen Raum?
Wo wird der Schallschutz benötigt und wie stark sollte er sein? VFF-Geschäftsführer Frank Lange rät: „Grundsätzlich stehen Räume im Fokus, in denen man sich länger aufhält, also Schlafzimmer, Homeoffice und das Wohnzimmer. Wer besonderen Wert auf Ruhe legt, kann die gesamte Wohnung mit Schallschutzfenstern ausstatten.“
Wie stark ein Fenster Außengeräusche reduziert, wird durch das Schalldämm-Maß in Dezibel (dB) beschrieben. Ein Fenster der Schallschutzklasse 3 kann den Schall beispielsweise um 35 bis 39 dB reduzieren. Dabei ist zu beachten, dass unser Gehör bereits eine Verringerung um 10 dB ungefähr als Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke empfindet. Welche Schalldämmung erforderlich ist, sollte in der Regel durch Fachplaner oder Architekten festgelegt werden. Auf dieser Grundlage kann ein Fenster- und Fassaden-Fachbetrieb das passende Fenster auswählen und fachgerecht einbauen.
Lösungen für den Sonderfall Lüften
Häufig ist es der Fall, dass der Lärm bei geschlossenem Fenster noch tolerierbar ist, doch unerträglich wird, sobald das Fenster offensteht. Das verhindert regelmäßiges Lüften. Hier können schallgedämmte Lüfter abhelfen. Angebracht an der Fassade oder am Fenster, sorgen sie für eine permanente Belüftung bei geschlossenem Fenster. Die Lüfter lassen sich auch mit einem Luft- und Pollenfilter kombinieren. Wichtig ist nur, dass auch das Lüftungselement selbst auf die erforderliche Gesamtschalldämmung abgestimmt ist.
Wie funktioniert der Schallschutz?
Für eine wirksame Schalldämmung kommt es auf das gesamte Fenster an. Verglasung, Rahmen, Dichtungen, Öffnungsart und Größe des Fensters sowie der fachgerechte Anschluss an den Baukörper wirken dabei zusammen. Auch der Aufbau der Verglasung beeinflusst die Schalldämmung. Einzelne Scheiben sollten dicker sein und innerhalb der Isolierverglasung asymmetrisch aufgebaut sein. Das heißt, eine Glasscheibe ist dicker als die andere, was die Schallwellen innerhalb der Verglasung bricht.
Fördermittel für Schallschutzfenster nutzen
Für neue Fenster mit verbesserten Schallschutzeigenschaften können unter bestimmten Voraussetzungen Förderprogramme in Frage kommen. Wichtig ist: Nach der Abstimmung mit dem Fachbetrieb wird zunächst ein Auftrag unter Fördervorbehalt erteilt. Danach kann der Förderantrag gestellt werden. Mit der Förderzusage wird der Auftrag verbindlich. Eigentümer sollten sich deshalb frühzeitig informieren und die Förderfähigkeit mit dem Fachbetrieb oder einer Beratungsstelle klären.
Eine erste Orientierung bietet das Wissensportal „Fenster können mehr“. Dort finden Interessierte Informationen rund um moderne Fenster und Türen, Hinweise zu möglichen Fördermitteln sowie Unterstützung bei der Suche nach qualifizierten Fachbetrieben in der Nähe.
