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Quiz: Testen Sie Ihr Wissen zur Heizlastberechnung

Alisia Romeo
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Die Norm-Außentemperatur wird versehentlich um mehrere Kelvin höher angesetzt als für den Standort vorgesehen. Welche Folge hat das?

A) Die berechnete Heizlast fällt geringer aus, da die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen kleiner wird.

B) Die berechnete Heizlast steigt, weil höhere Außentemperaturen größere Lüftungswärmeverluste verursachen.

C) Die Heizlast bleibt unverändert, da die Norm-Außentemperatur nur für den Wärmeerzeuger, nicht aber für die Raumheizlast relevant ist.

Auflösung

A) Die berechnete Heizlast fällt geringer aus, da die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen kleiner wird.

Eine zu hohe Norm-Außentemperatur führt zu einer Unterschätzung der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste.

Warum können bereits kleine Fehler bei den U-Werten einzelner Bauteile die Heizlast spürbar beeinflussen?

 

A) Weil die U-Werte zusätzlich die Luftwechselrate im Gebäude bestimmen.

B) Weil sich geringe Abweichungen über große Hüllflächen summieren und die Transmissionsverluste verändern.

C) Weil U-Werte bei der Heizlastberechnung mit Sicherheitsfaktoren multipliziert werden.

Auflösung

B) Weil sich geringe Abweichungen über große Hüllflächen summieren und die Transmissionsverluste verändern.

Insbesondere bei Außenwänden, Dachflächen und Fenstern wirken sich falsche U-Werte direkt auf die Wärmeverluste aus.

Welche Aussage zu Lüftungswärmeverlusten trifft zu?

 

A) Sie entstehen nur bei Gebäuden mit freier Fensterlüftung.

B) Sie treten ausschließlich bei Gebäuden ohne Blower-Door-Nachweis auf.

C) Sie können sowohl durch natürliche Infiltration als auch durch ventilatorgestützte Lüftung verursacht werden.

Auflösung

C) Sie können sowohl durch natürliche Infiltration als auch durch ventilatorgestützte Lüftung verursacht werden.

Neben Lüftungsanlagen beeinflussen auch Undichtigkeiten der Gebäudehülle den Luftaustausch und damit den Wärmeverlust.

Wann ist die Berücksichtigung einer Zusatzaufheizleistung besonders sinnvoll?

 

A) Wenn Räume oder Gebäude zeitweise abgesenkt werden und anschließend innerhalb kurzer Zeit wieder Solltemperatur erreichen sollen.

B) Wenn Wärmepumpen mit niedrigen Vorlauftemperaturen eingesetzt werden.

C) Wenn der Wärmeerzeuger modulierend arbeitet.

Auflösung

A) Wenn Räume oder Gebäude zeitweise abgesenkt werden und anschließend innerhalb kurzer Zeit wieder Solltemperatur erreichen sollen.

Die Zusatzaufheizleistung dient dazu, die während der Absenkphase verlorene Raumwärme in einem definierten Zeitraum wieder bereitzustellen.

Weshalb können Wärmebrücken neben höheren Energieverlusten auch die Bausubstanz gefährden?

 

A) Weil sie die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage erhöhen und dadurch Materialspannungen verursachen.

B) Weil sie lokal zu niedrigeren Oberflächentemperaturen führen können, an denen Feuchtigkeit kondensiert.

C) Weil sie die Luftdichtheit von Fenstern und Türen verschlechtern.

Auflösung

B) Weil sie lokal zu niedrigeren Oberflächentemperaturen führen können, an denen Feuchtigkeit kondensiert.

An kritischen Stellen kann sich Tauwasser bilden. Dies erhöht das Risiko für Schimmelbildung und Feuchteschäden.

Welche Auswirkung hat eine zu optimistische Annahme interner Wärmegewinne?

 

A) Die Heizlast wird tendenziell unterschätzt, weil zusätzliche Wärmeeinträge angenommen werden.

B) Die Heizlast wird überschätzt, weil interne Wärmequellen als zusätzliche Last berücksichtigt werden.

C) Die Heizlast verändert sich nicht, da interne Wärmegewinne ausschließlich für Kühllastberechnungen relevant sind.

Auflösung

A) Die Heizlast wird tendenziell unterschätzt, weil zusätzliche Wärmeeinträge angenommen werden.

Wer zu hohe Wärmegewinne durch Personen, Geräte oder Beleuchtung ansetzt, rechnet mit einem geringeren tatsächlichen Heizbedarf.

Welche Aussage beschreibt den Einfluss von Gebäudeausrichtung und Verschattung am besten?

 

A) Sie beeinflussen ausschließlich den sommerlichen Wärmeschutz und spielen für die Heizlast keine Rolle.

B) Sie verändern die solaren Wärmegewinne über Fensterflächen und können damit den Heizwärmebedarf beeinflussen.

C) Sie wirken sich nur auf die Auslegung der Regelungstechnik aus.

Auflösung

B) Sie verändern die solaren Wärmegewinne über Fensterflächen und können damit den Heizwärmebedarf beeinflussen.

Südfassaden profitieren im Winter von höheren solaren Gewinnen, während Verschattung durch Nachbargebäude oder Bäume diesen Effekt reduzieren kann.

Auswertung

7 richtige Antworten: Heizlast-Profi. Sie kennen die wesentlichen Einflussgrößen und typische Fehlerquellen bei der Auslegung.

5–6 richtige Antworten: Sehr gutes Fachwissen. Bei einigen Detailfragen lohnt ein zweiter Blick in die Norm oder die Projektdokumentation.

3–4 richtige Antworten: Solide Kenntnisse. Einige klassische Fehlerquellen könnten jedoch im Projektalltag übersehen werden.

0–2 richtige Antworten: Da fehlt's noch an Wissen. Bei der Heizlastberechnung können bereits kleine Fehler große Auswirkungen haben. Ein Blick in die Grundlagen zahlt sich aus.

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