Direkt zum Inhalt
Anzeige
Anzeige
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder
Print this page

BSW-Solar: Geplante Netzentgelte gefährden Ausbau von Solarenergie

Symbol um den Artikel auf die Merkliste zu setzen
Inhalt

Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) kritisiert die geplante Erhöhung des Grundpreises für typische Selbstnutzer von Solarstrom im Heimsegment. Sie könnte nach Berechnungen des BSW-Solar bis zu 150 Euro im Jahr betragen.

Betreiber ent- statt belasten

Zusätzliche Kosten könnten Solaranlagenbetreiber belasten und schaffen zudem keine Anreize für einen netzdienlichen Einsatz von Batteriespeichern. Mit deren Hilfe entsteht durch Solardächer kein zusätzlicher Netzausbaubedarf. Kommen elektrische Verbraucher wie E-Autos oder Wärmepumpe zum Einsatz könne durch die Nutzung von Solaranlagen und Batteriespeicher die bestehende Netzinfrastruktur effizienter genutzt und der Netzausbaubedarf durch Selbstnutzung reduziert werden. Dies belegt eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Diese weiteren Kosten gibt es

Besonders problematisch seien die Pläne vor dem Hintergrund, dass die Kosten für Betreiber von Solaranlagen bereits durch andere regulatorische Vorgaben gestiegen seien – etwa durch die verpflichtende Beteiligung an den Kosten intelligenter Messsysteme und die bereits gestrichene Vergütung zu Zeiten negativer Strompreise. Zugleich machten die aktuellen Vorschläge der Bundesnetzagentur deutlich, dass keine zusätzlichen Belastungsspielräume mehr für weitere Einschnitte bei der Wirtschaftlichkeit neuer Solaranlagen bestünden.

Verband kritisiert reduzierte Einspeisevergütung

Vor diesem Hintergrund kritisiert der BSW-Solar erneut die Überlegungen des Bundeswirtschaftsministeriums, die Einspeisevergütung für neue Solarstromanlagen auf Gebäuden ab 2027 weiter zu reduzieren oder ganz abzuschaffen. Dies dränge Betreiber kleiner Solardächer in die absehbar unwirtschaftliche und unpraktikable Direktvermarktung. Auch für den Ausbau von Solarstromanlagen auf Freifläche sind nach den Plänen der Bundesnetzagentur und Bundesregierung deutliche Kostenbelastungen und Kostenrisiken vorgesehen, die Projekte verteuern und damit den Förderbedarf eher erhöhen werden. 

„In der Summe besitzen diese Maßnahmen das Potenzial, den dringend benötigten Ausbau der Solarenergie in Deutschland massiv auszubremsen. Dies widerspricht klar dem Bürgerwillen und den vereinbarten Regierungszielen“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Branche appelliert an Bundesregierung und Netzagentur

Die Interessenvertretung der Solar- und Batteriespeicherbranche appelliert an Bundesnetzagentur und Bundesregierung, Anpassungen an der Netzentgelt- und Förderstruktur mit Augenmaß vorzunehmen. Beide Bereiche sollen besser aufeinander abgestimmt werden. Systemdienliches Verhalten solle konsequent belohnt werden.

Mehr zu diesem Thema
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder