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Strommix 2025: Erneuerbare Energien setzen Aufwärtstrend fort

Die Stromerzeugung in Deutschland wurde 2025 klar von Erneuerbaren Energien geprägt.
An der Spitze stand wie im Vorjahr die Windenergie: Mit rund 132 Terawattstunden (TWh) blieb sie zwar etwa 3,2 Prozent unter dem Niveau von 2024, behauptete jedoch auch 2025 ihre Rolle als wichtigste deutsche Stromquelle. Der Großteil entfiel auf Onshore-Windanlagen mit etwa 106 TWh, während Offshore-Windparks rund 26 TWh beisteuerten. Besonders hohe Einspeisungen wurden im Herbst und Winter erreicht – mit einer maximalen Onshore-Leistung von 46,4 Gigawatt (GW) Ende Oktober sowie 8,0 GW Offshore kurz vor Jahresende.

Noch dynamischer entwickelte sich die Solarenergie – die neue Nummer 2 im Strommix. Photovoltaikanlagen erzeugten 2025 insgesamt rund 87 TWh Strom – ein Plus von etwa 21 Prozent beziehungsweise 15 TWh gegenüber dem Vorjahr. Davon flossen 70 TWh in das öffentliche Netz, während 16,9 TWh direkt vor Ort selbst verbraucht wurden. Im öffentlichen Strommix überholte Solar erstmals die Braunkohle und rückte damit auf Platz zwei der Nettostromerzeugung vor. An einzelnen Sommertagen erreichte die Photovoltaik eine dominante Rolle: Am 20. Juni deckte sie zeitweise 98,6 Prozent der öffentlichen Last, über den gesamten Tag betrachtet lag ihr maximaler Anteil bei 41,2 Prozent.

Weniger günstig verlief das Jahr für die Wasserkraft. Aufgrund niedriger Niederschläge sank die Stromerzeugung aus Wasserkraft auf 17,8 TWh, nach 22,3 TWh im Jahr zuvor. Die installierte Leistung blieb mit knapp 5,9 GW hingegen weitgehend unverändert.

Biomasseanlagen lieferten rund 41,1 TWh, davon 36,0 TWh für das Netz und 5,1 TWh für den Eigenverbrauch – ein leichter Rückgang gegenüber 2024.

In der Summe erzeugten erneuerbare Energien – darunter Wind, Solar, Wasser, Biomasse und Geothermie – im Jahr 2025 rund 282 TWh Strom. Davon wurden 260 TWh in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Ökostrom-Anteil am öffentlichen Strommix 2026 lag bei 62 Prozent und inklusive Eigenverbrauch bei 59 Prozent. Der Eigenverbrauch-Anteil an der Ökostromerzeugung lag bei 22 TWH.

Auf der konventionellen Seite setzte sich der Rückgang der Kohleverstromung fort. Braunkohlekraftwerke erzeugten netto 67,2 TWh für die öffentliche Versorgung sowie 1,5 TWh für den industriellen Eigenverbrauch – knapp 4 TWh weniger als im Vorjahr. Die Bruttostromerzeugung fiel damit auf ein Niveau, das zuletzt Anfang der 1960er-Jahre erreicht wurde. Steinkohle legte zwar leicht zu und kam netto auf 26,7 TWh, bewegte sich mit ihrer Bruttoerzeugung jedoch ebenfalls auf einem historisch niedrigen Stand.

Erdgaskraftwerke steigerten ihre Produktion moderat. Sie lieferten 52,4 TWh für die öffentliche Stromversorgung und weitere 26,1 TWh für industrielle Eigenproduktion; hinzu kamen 4,1 TWh aus Kohlegas. Insgesamt lag die Gasverstromung damit über dem Vorjahresniveau.

Der hohe Kohleeinsatz der Jahre 2022 und teilweise 2023 war vor allem eine Sondersituation – ausgelöst durch den Ausfall französischer Kernkraftwerke und extreme Gaspreise. Mit der Stabilisierung der Strommärkte ab 2023 setzte eine deutliche Normalisierung ein, die sich 2025 in einer weiter sinkenden Bedeutung der Kohle widerspiegelte.

Hinweis zur Methodik

Die Angabe von "62 % Anteil Ökostrom am Strommix” bezieht sich auf den Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung, also dem Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Der Wert von 59 % beschreibt hingegen den Anteil erneuerbaren Energien, der in Deutschland im Verlauf des Jahres produziert wurde  und beinhaltet ebenfalls die Energiemengen, die von Energieerzeugern selbst verbraucht werden. Der Unterschied entsteht vor allem durch den stark wachsenden Eigenverbrauch von Solarstrom (16,9 TWh), der nicht über das öffentliche Netz läuft, der Biomasseeigennutzanteil ist mit 5,1 TWh auch nicht zu vernachlässigen. Bei Wind-, Wasser- sowie Kohlekraftwerken sind beide Kennzahlen nahezu identisch. Die Erdgasproduktion industrieller Anlagen trägt mit 26,1 TWh ebenfalls zur Werteveränderung bei.

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