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Studie ordnet Photovoltaik als Einstieg in EE ein

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Ein offizieller Referentenentwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027 liegt weiterhin nicht vor. Ein geleakter Entwurf sieht jedoch vor, dass neue Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowattpeak ab dem kommenden Jahr keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (BMWE) und andere Verbände fürchten ein Einbrechen der Energiewende im Eigenheim. 

Die Studie „Monitoring Energiewende im Eigenheim“ der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) aus dem vergangenen Oktober richtet den Blick auf die Rolle von Photovoltaikanlagen im kleinen Anlagensegment. Sie zeigt den Zusammenhang zwischen der Entscheidung für Photovoltaik und weiteren Investitionen im Eigenheim. 

EFH und ZFH: Studie erfasst Eigenheime

Im ersten Schritt analysiert die Studie den Bestand an Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland, die Einkommen der Bewohnenden und die Baujahre der Gebäude. Eine für die Studie durchgeführte Allensbach-Umfrage zeigt, dass 82 Prozent der Eigenheimbesitzenden bis 2030 mindestens eine emissionsmindernde Technologie in ihren Gebäuden nutzen wollen.

Nach Technologien aufgeschlüsselt liegt die Photovoltaikanlage bei der bereits bestehenden Nutzung und bei möglichen Anschaffungen bis 2030 auf Platz 1. Dahinter folgen Batteriespeicher, Elektroauto, Wärmepumpe und Solarthermie.

Balkendiagramm zur Auswirkung von PV-Anlagen auf die Integration von Heimspeichern, E-Mobilität und Smart-Home-Technik im Gebäudebereich.

PV-Anlagen stoßen weitere Käufe an

In einem weiteren Schritt untersucht die Studie die Anschaffungswünsche für zusätzliche Technik danach, ob eine Photovoltaikanlage bereits vorhanden oder geplant ist. Der Unterschied fällt deutlich aus.

Ohne vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage nennen 4 Prozent der Haushalte einen Batteriespeicher als künftige Anschaffung. Ist eine Photovoltaikanlage vorhanden oder geplant, steigt der Anteil auf 80 Prozent. Bei der Wärmepumpe steigt der Anteil von 17 auf 54 Prozent. Bei der Wallbox wächst er von 15 auf 56 Prozent. Bei der Solarthermie steigt er von 13 auf 43 Prozent, obwohl kein technologischer Zusammenhang besteht.

Die Studie fasst diesen Zusammenhang so zusammen: „Wer in PV investiert, zieht mit hoher Wahrscheinlichkeit mit weiteren Technologien nach“.

Förderung: So viel investieren Haushalte

Im zweiten Teil erfasst die Studie die Investitionsbereitschaft nach dem Haushaltseinkommen. Die Befragten bewerten dabei auch, wie wichtig eine Förderung für ihre Investition ist.

Bei kleinen Einkommen unter 2.500 Euro pro Monat bezeichnen 73 Prozent die staatliche Förderung als notwendig. In der Einkommensgruppe zwischen 2.500 und 5.000 Euro pro Monat liegt der Anteil bei 56 Prozent. Erst in der Einkommensklasse über 5.000 Euro sinkt er auf 37 Prozent.

Damit bezeichnen im Einkommensbereich bis 5.000 Euro pro Monat jeweils mehr als 50 Prozent der Befragten den Bedarf nach staatlicher Förderung für ihre Investition als gegeben.

Balkendiagramm zeigt Nutzung klimafreundlicher Gebäudetechnik nach Parteipräferenz in Deutschland; relevant für SHK-Branche und Entscheider.

Kosten bremsen den Ausbau

Die Studie fragt auch nach Hinderungsgründen, wenn keine Photovoltaikanlage geplant ist. Auf Platz 1 stehen hohe Investitionskosten. Auf Platz 2 folgt die Einschätzung, eine Photovoltaikanlage sei finanziell nicht lohnenswert. Nur ein Drittel der Befragten nennt das Gebäude als nicht geeignet für eine Photovoltaikanlage.

Studie skizziert den Ausbau bis 2030

Die Studie zeigt, dass ein Großteil der angegebenen Investitionsvorhaben bis 2030 umgesetzt werden könnte. Dann hätten 11,1 Millionen Haushalte mindestens eine emissionssparende Technologie. Die Studie schätzt die Gesamtzahl der Eigenheime auf 13,5 Millionen. 11,1 von 13,5 Millionen entspräche einem großen Anteil an der Gesamtzahl. Die hohe Durchdringung beträfe die Sektoren Gebäude und Verkehr, die in den vergangenen Jahren beim CO2-Sparen nicht oder nur kaum vorangekommen sind. Die gesamte Studie finden Sie hier.

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