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Glas-Spezialist Íspan: So arbeiten Glasprofis im fernen Island

Seit seiner Gründung steht bei dem isländischen Unternehmen die kontinuierliche Weiterentwicklung ganz oben auf der Agenda. Damals als eine kleine Glaserei gestartet, setzte Íspan schon früh auf hoch­wertige ­Maschinentechnik und wurde der erste Lisec-Kunde in arktischen Breitengraden.

Bereits 1970 investierte das Unternehmen in eine GFL-Trockenmittelbefüllungsanlage von Lisec, die es ermöglichte, Abstandhalter schneller und zuverlässiger mit Trockenmittel zu befüllen und so die Produktion und Qualität des hergestellten Isolierglases zu steigern.

Das Führungs-Team des isländischen Glasverarbeiters Íspan. Das Unternehmen ist heute in den Händen von Einar Þór Harðarson (3. v. r) und seiner Frau Auður Kristín Árnadóttir.

Mit der Übernahme des Unternehmens durch Guðmundur Grímsson, seinen Brüdern und seiner Schwester – den Kinder des Firmengründers – gelang Íspan ein erfolgreicher Generationswechsel. Das Glas-Unternehmen ging im Jahr 2017 in die Hände der neuen Eigentümer, der Familie von Ingibjörg Björnsdóttir, über. Der operative Betrieb des Glasveredlers mit rund 50 Mitarbeitern liegt heute in den Händen von Einar Þór Harðarson und seiner Frau Auður Kristín Árnadóttir.

Íspan hat von je her höchstes Vertrauen in seine Mitarbeiter gesetzt und investiert zudem kontinuierlich in neue Technologien. So konnte der Glasbetrieb den isländischen Markt für Isolierglas entscheidend prägen und mit seinen speziell entwickelten Produkten für den Innen- und Außenbereich neue Märkte erschließen.

Fakten und Zahlen

Die Entwicklung des isländischen Betriebs, der sich als Qualitätsführer auf Island sieht, hat seit 2017 einen besonders steilen Verlauf genommen. In den letzten fünf Jahren ist der Umsatz von rund 4 Mio. Euro auf über 9 Mio. Euro gestiegen. Die Verteilung des Umsatzes auf 50 Prozent Isolierglas sowie 50 Prozent auf andere Glasprodukte für den Innen- und Außenbereich zeigt ein deutliches Wachstumspotenzial.

Íspan produziert täglich im Einschichtbetrieb bis zu 400 Isoliergläser, größtenteils 2-fach-Einheiten mit Alu-Abstandhaltern.

Íspan bietet seinen Kunden eine umfangreiche Produktpalette an, mit mehr als 70 verschiedenen Glassorten auf Lager. Die hochwertigen Produkte umfassen unterschiedlichste Isoliergläser für den Neu- und Altbau, weiter sind Glastrennwände, Balustraden und Glasgeländer im Angebot sowie Dusch- und Küchentrennwände und spezielle Beleuchtungsobjekte, inklusive Spiegel mit integrierter LED-Beleuchtung.

Vor diesem Hintergrund plant das Verkaufs­team täglich mehr als 100 kundenspezifische Aufträge.

Die Isländer produzieren täglich bis zu 400 ISO-Einheiten und halten hierfür über 70 verschiedene Glasarten in ihrem großen Lager vor.

Fernab vom EU Festland erfordert es spezielle Arbeitsplanung

Aufgrund der isolierten Lage Islands abseits des europäischen Festlandes und der daraus resultierenden Notwendigkeit, bis zu einem gewissen Grad autark zu sein, hat sich Íspan einen sehr guten Ruf als zuverlässiger und hoch qualifizierter Partner erworben.

„Im Notfall können wir Kundenaufträge noch am selben Tag fertigen, das schafft ein Vertrauen und stärkt unsere Marke“, erklärt Einar Þór Harðarson. Das Íspan-Wartungsteam sorgt zusammen mit den Servicemitarbeitern von Lisec und dessen Partner Per Mordt A/S aus Norwegen für eine hohe Systemverfügbarkeit, was von Íspan bei der Zusammenarbeit mit Lisec besonders geschätzt wird.

Das Erfolgsgeheimnis von Íspan

„Die von uns benötigten Glasscheiben werden in speziellen 20-Fuß-Behältern aus Deutschland angeliefert und benötigen in der Regel drei Wochen ab Auftragserteilung. Mit Lisecs modernem Enterprise Resource Planning (ERP) System gps.prod, das über eine integrierte Datenbank mit Bestellungen aus den vergangenen Jahrzehnten verfügt, konnten wir unsere Beschaffung optimieren. Das wiederum wirkt sich sehr positiv auf die aktuellen Verfügbarkeiten und Lieferzeiten aus“, so Einar Þór Harðarson.

Die verschiedenen Gläser, die als 5,1 x 3,21 m große Scheiben oder in geteilten Bandmaßen als Kistenware bestellt und geliefert werden, sind im Unternehmen in mehreren Fächerregallagern aufbewahrt, die mit einem Lisec-Supportsystem gekoppelt sind. Dieses stellt die Gläser für die neue Floatglasschneideanlage GFB-60/33 bereit, die zudem über ein Randentschichtungsmodul verfügt. Eine neue, vollautomatische Isolierglaslinie, mit VHW-Waschanlage, FPS-Gasfüllpresse und VL-1N-Versiegelungsroboter, fertigt bis zu 400 Einheiten pro Schicht.

Die gesamte Produktionsplanung erfolgt mit gps.prod, wobei die Daten für die entsprechenden Systeme in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden und jeder Prozessschritt in der Produktion transparent sichtbar ist bzw. erfasst werden kann.

Ein erheblicher Teil der bei Íspan verarbeiteten Gläser besteht aus Verbundglas. Vor vier Jahren wurde deshalb in eine Verbundglasschneidebrücke der base-Serie LAM-37 von Lisec investiert. Weiter wurde eine automatische topDRILL Glasbohrmaschine von Schraml angeschafft, um dem zunehmenden Anteil an Spezialgläsern gerecht zu werden, an denen entsprechende Halter und Beschlagsysteme befestigt werden.

Darüber hinaus werden bei der Glasbearbeitung eine horizontale 3-Achsen-Fräs- und Poliermaschine eingesetzt sowie eine ­vertikale ­einseitige Mehrfachpoliermaschine für die Randbearbeitung. Und für die Oberflächenbearbeitung, insbesondere für die Design-Spiegel mit LED-Beleuchtung, kommt eine horizontale Laserentschichtung zum Einsatz.

Software und Maschinen aus einer Hand

„Die Schnittstellen der Lisec-Software für die Datenübertragung aus all diesen Systemen erleichtern uns die Arbeit ungemein. Der Einsatz der Lisec-Software hat zu einer deutlichen Steigerung der Flexibilität und Effizienz unserer Produktion geführt. So konnten wir unsere Produktion fast verdoppeln, obwohl wir unsere Produktionsfläche kaum verändert haben, und gleichzeitig die Qualität sichern und aufrecht erhalten“, sagt Einar Þór Harðarson.

Neben einem modernen Maschinenpark und den zugehörigen Softwaresystemen, die eine optimale Auslastung der komplexen Produktionsanlagen garantieren, spielen auch Service und Wartung eine wesentliche Rolle für die hohe Anlagenverfügbarkeit.

Die routinemäßigen Wartungs- und Servicearbeiten werden in Zusammenarbeit zwischen Lisec und den Íspan-Mitarbeitern durchgeführt. Darüber hinaus stellt bei Bedarf der Lisec Partner Per Mordt A/S aus Norwegen gemeinsam mit Lisec die Ersatzteile und weitere Serviceunterstützung sicher.

Auch Sondergläser und Spiegel sind im Angebot von Íspan.

Auf neuen Wegen

In Island, wo es im Sommer fast durchgehend hell und im Winter bis auf eine kurze Dämmerungsphase dunkel ist, bietet Íspan seit über sechs Jahren Lichtobjekte im skandinavischen Design mit einzigartigen Spiegeln an.

Mit diesen Produkten ist es dem Unternehmen gelungen, seine Produktpalette zu erweitern und seinen Kunden etwas ganz Besonderes zu bieten. Íspan entwickelt diese und andere Spezialprodukte intern mit seinen erfahrenen Mitarbeitern und hebt sich so von seiner Konkurrenz ab.

„Neue Produkte und Prozesse erfordern moderne Systeme und Softwarelösungen für die Steuerung. Mit Lisec haben wir einen innovativen und kompetenten Partner, der uns bei diesem Vorhaben unterstützt und gemeinsam mit uns wächst“, erklärt Einar Þór Harðarson.

Zukunft und Sicherheit

„Der isländische Markt mit seiner exponierten Lage bietet Sicherheit – allerdings nicht ohne Einschränkungen. Qualität und das Vertrauen unserer Kunden sind unser Antrieb und wir wollen uns auch in Zukunft weiter verstärken und entwickeln, sowohl in der Zusammenarbeit mit Lisec als natürlich auch in der aktiven Gestaltung des Marktes“, erklärt Einar Þór Harðarson.

Der Marktanteil von Spezialprodukten und Sicherheitsglas nimmt stetig zu, was die Festlegung von zukünftigen Schwerpunkten und zusätzlichen Prozessen bei Íspan erfordert, um die weitere Entwicklung zu erleichtern und den Ausbau der starken Marktposition zu ermöglichen. Darüber hinaus wird Íspan dank seiner hervorragenden Lage und Ausstattung weitere Marktanteile gewinnen können.

Einar Þór Harðarson (li.) hat den Betrieb von Guðmundur Grímsson ­übernommen.
Morgendliches Briefing: Einar Þór Harðarson (Mitte) bespricht die Auftragsbearbeitung mit seinen Mitarbeitern.
Die isländische Firma hat früh in hochwertige Maschinen investiert und wurde im Jahr 1970 der erste Kunde von Lisec in arktischen Breiten. Seitdem wurden konstant Lisec-Maschinen sowie Lisec-Software angeschafft.

Erfolg durch integrierte Lösungen

Bei der internen technologischen Entwicklung legt Íspan großen Wert auf Lösungen, bei denen Hardware und Software einen integrierten Ansatz verfolgen. Die Synergie von Maschine und Software ist hier wichtig, um die verfügbaren Ressourcen optimal und effizient zu nutzen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die einfache und intuitive Bedienbarkeit von Softwarelösungen, denn nur eine Software, die von den Anwendern mit Freude und Erfolg bedient werden kann, liefert auch entsprechende Ergebnisse.

„Lisec ist für uns ein guter Partner. Und dank der all.in.one:solutions von Lisec haben wir den Spitzenplatz in der isländischen Flachglasindustrie eingenommen“, unterstreicht Einar Þór Harðarson. „Und wir sind stolz auf unsere Maschinen und die Software, die uns dabei unterstützt. “

Dieser Artikel erschien zuerst in GLASWELT-Ausgabe 04/2023.

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