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Tiefpreis bei Heizöl: Für Verbraucher wird es trotzdem teurer

Der Heizölpreis befindet sich weiter auf Talfahrt. Bereits im August verzeichnete der Check24-Heizölpreisindex einen Tiefstwert. Dieser wurde im September nochmals unterboten. 2.000 Liter Heizöl kosteten im Durchschnitt 770 Euro. Nie zahlten Verbraucher in den vergangenen zehn Jahren so wenig.

„Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden schwachen Weltkonjunktur sind die Energiepreise 2020 deutlich gesunken, dazu kommt seit Juli der niedrigere Mehrwertsteuersatz“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Anbieterwechsel spart Musterhaushalt 535 Euro im Jahr

Die Gaspreise bleiben auf niedrigem Niveau. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr zahlte im September durchschnittlich 1.159 Euro. Das ist ein Plus von lediglich 0,4 Prozent im Vergleich zum August.

Obwohl die Gaspreise aktuell niedrig sind, geben viele Verbraucher noch deutlich zu viel aus. Gaskunden, die noch in der teuren Grundversorgung sind, zahlen 60 Prozent mehr als bei den zehn günstigsten Alternativanbietern. Der Wechsel spart Familien durchschnittlich 535 Euro im Jahr (1.424 Euro vs. 889 Euro).

Mehrbelastung durch CO2-Abgabe ab Januar 2021

Ab Januar 2021 kommen wieder höhere Energiepreise auf Verbraucher zu. Dann werden für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro fällig. Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Energieverbrauch wird dann um 158 Euro (Heizöl) bzw. 119 Euro (Gas) pro Jahr zusätzlich belastet.

„Weil für Heizöl höhere Emissionen veranschlagt werden als für Gas, kommen auf Verbraucher mit Ölheizung höhere zusätzliche Kosten zu“, sagt Lasse Schmid. „Bei 20.000 kWh Verbrauch müssen Haushalte mit Gasheizung 119 Euro Mehrkosten pro Jahr einplanen, Ölkunden werden mit 158 Euro zusätzlich belastet.“

Bis 2025 steigt der CO2-Preis schrittweise auf 55 Euro je Tonne. Die Mehrkosten liegen dann bei 347 Euro (Heizöl) bzw. 262 Euro (Gas) jährlich.

Gesamtersparnis von 170 Mio. Euro im Jahr

Die Tarife der alternativen Gasanbieter unterschreiten die allgemeine Preisentwicklung deutlich. Der intensive Wettbewerb unter den Anbietern führt zu sinkenden Gaspreisen. So sparten Verbraucher innerhalb eines Jahres insgesamt 170 Mio. Euro. Das ergab eine repräsentative Studie der WIK-Consult, einer Tochter des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).

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