Direkt zum Inhalt
Anzeige
Anzeige
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder
Print this page

Sanierung des Schalenhauses Balz: PMMA-Technologie dichtet auch ungewöhnliche Betongeometrien ab

Symbol um den Artikel auf die Merkliste zu setzen

Runde Formen, geschwungene Betonkuppeln, organische Architektur: Das Haus Balz in Leinfelden-Echterdingen gilt als eines der ungewöhnlichsten Wohnhäuser Baden-Württembergs. Die geschwungenen Dach- und Brüstungsflächen des denkmalgeschützten Architektenhauses stellen hohe Anforderungen an Material und Verarbeitung. Nach mehr als vier Jahrzehnten zeigten sich deutliche Gebrauchsspuren. Witterungseinflüsse, Risse und poröse Abdichtungen führten zu Feuchtigkeitsschäden an Dachflächen und Brüstungen. Auf insgesamt rund 160 Quadratmetern mussten die Betongeometrien dauerhaft und nahtlos abgedichtet werden. Eingesetzt wurde das PMMA-basierte Abdichtungssystem Triflex ProTect. Der Mindener Flüssigkunststoffexperte unterstützte die Verarbeitung zudem durch detaillierte Untergrundanalysen und eine enge technische Begleitung.

Das Schalenhaus von Michael Balz in Leinfelden-Echterdingen ist ein Hingucker. Die Spuren der Zeit machten sich dennoch bemerkbar. Witterungseinflüsse, Rissbildungen und poröse Abdichtungen führten zu Feuchtigkeitsschäden an Dachflächen und Brüstungen.

Visionäres Bauwerk seiner Zeit

Das Haus Balz, erbaut 1979/80, gilt als seltenes Beispiel experimenteller Wohnarchitektur der 1970/80er-Jahre. Architekt Michael Balz entwickelte ein organisch geformtes Gebäude aus dünnen Betonschalen, runden Strukturen und fließenden Innenräumen. Statt rechteckiger Wände und standardisierter Grundrisse entschied er sich für eine futuristische Schalenkonstruktion, die mehr an ein gelandetes Raumschiff erinnert als an ein klassisches Einfamilienhaus. Die Rundungen, Bullaugen-Fenster und Übergänge spiegeln das Ideal wieder, Architektur, Natur und Mensch miteinander zu verbinden

Viele Einbauten wurden vom Architekten passgenau zu den geschwungenen Raumkonturen selbst gestaltet. Heute steht das Wohnhaus unter Denkmalschutz und ist ein lokales Wahrzeichen. „Dieses Haus ist Teil unserer Familiengeschichte und zugleich ein Stück Architekturgeschichte“, sagt der Sohn des Architekten Markus Balz. „Wir möchten es so bewahren, wie es gedacht war: mit Respekt vor der Form, aber mit den technischen Möglichkeiten von heute.“

Die architektonische Idee bewahren war wichtigstes Ziel

Die Erbengemeinschaft um Markus, Johannes und Angelika Balz entschied sich für eine umfassende Sanierung mit dem Ziel, das Elternhaus zu erhalten und zugleich seinen architektonischen Wert zu sichern. Über die gesamte Dauer der Sanierung hinweg stand das Triflex-Team beratend zur Seite. Gebietsverkaufsleiter Alexander Mauz sowie die Anwendungstechnik begleiteten die Arbeiten vor Ort und klärten technische Fragen. „Triflex hat zugehört, beraten und konkrete Lösungen aufgezeigt. Das war fachlich überzeugend und menschlich verbindlich“, betont Markus Balz und sagt weiter: „Die Betreuung und der fachliche Austausch haben uns das Gefühl gegeben, wirklich verstanden zu werden. Wir wollten die architektonische Idee unseres Vaters bewahren und gleichzeitig sicherstellen, dass das Haus technisch für die nächsten Jahrzehnte gerüstet ist.“  

Im Bau befindliches Kuppelgebäude aus Beton mit gewölbtem Eingangsbereich und vorgelagertem Außenbereich, geeignet für moderne Gebäudetechnik.
Für die Sanierung kam das PMMA-basierte Abdichtungssystem Triflex ProTect zum Einsatz. Im ersten Schritt wurde die vorhandene, poröse Abdichtung entfernt.

Flüssigkunststoff für die organischen Formen

Während der Planungsphase zeigte sich die besondere Komplexität der Aufgabenstellung. „Mehrere Anbieter lehnten ab: zu komplex, zu aufwendig, zu ungewöhnlich“, erinnert sich Markus Balz. Dachdeckermeister Ralf Alber nahm schließlich die Herausforderung an. Er empfahl ein Flüssigkunststoffsystem, das sich flexibel an die ungewöhnlichen Formen anpassen kann. 

„Das System folgt der Architektur, nicht umgekehrt“, so Alber. „Gerade an den runden Brüstungen und den Anschlüssen an die Kuppeln zeigt sich, wie präzise und dauerhaft Flüssigkunststoff arbeitet.“ Bauherren, Verarbeiter und das Triflex-Team arbeiteten während der Planung und Umsetzung eng zusammen.

Facharbeiter mit PSA bei Instandsetzung einer geschwungenen Betongebäudestruktur, umgeben von Baugerüst und Absperrungen auf Baustelle der Gebäudetechnik.
Anschließend wurde der Untergrund gereinigt und geschliffen, bevor die Verarbeiter die Grundierung mit dem Triflex Cryl UniPrimer 285 aufgetragen haben.

Bereits im Vorfeld der Sanierung wurden Haftzugtests durchgeführt, um die Tragfähigkeit des Beton-Untergrunds zu überprüfen. Die Flächen wurden anschließend intensiv gereinigt und geschliffen. Für die Grundierung kam Triflex Cryl UniPrimer 285 zum Einsatz, um eine zuverlässige Verbindung zum Abdichtungssystem zu sichern.

Fensteranschlüsse, Sockelzonen und sämtliche Übergänge wurden mit Triflex ProDetail abgedichtet. Die vliesarmierte Lösung eignet sich besonders für geometrisch anspruchsvolle Details und sorgt für eine formschlüssige Abdichtung, die einen vollflächigen, hinterlaufsicheren Verbund zum Untergrund herstellt.

Moderne, gebäudetechnische Anlage mit Antenne und verglasten Segmenten auf einem Dach, geeignet für energiesparende Haustechniklösungen.
Komplexe Details wie Fensteranschlüsse, Sockelzonen und sämtliche Übergänge wurden mit Triflex ProDetail abgedichtet.

Die Dachflächen erhielten anschließend die vliesarmierte Flüssigabdichtung Triflex ProTect. Das System bildet zudem eine fugenlose, UV-beständige und rissüberbrückende Oberfläche, die sich spannungsfrei in die organisch geformte Dachlandschaft einfügt. Ein besonderes Qualitätsmerkmal und zugleich ein Grund für die Auswahl der Systeme Triflex ProDetail sowie Triflex ProTect ist ihre beeindruckende Langlebigkeit. Eine erweiterte ETA-Prüfung aus 2024 bescheinigt den Systemen eine zu erwartende Lebensdauer von 40 Jahren.

Fachkräfte tragen weißen Dichtstoff mit Pinsel an einer Fensterlaibung auf - Abdichtung und energetische Modernisierung in der Gebäudetechnik.
Eisfläche nach Neubeschichtung in moderner Eissporthalle, glatte Oberfläche nahe gelb-blauer Bande, Beispiel für effiziente Gebäudekühltechnik.
Die Flächenabdichtung mit Triflex ProTect bildet eine naht- und fugenlose, hochbeständige Schutzschicht.

Behutsame Sanierung erfolgreich umgesetzt

Mit der Neuabdichtung der Dach- und Brüstungsflächen ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Die Kombination aus sorgfältiger Untergrundvorbereitung, handwerklicher Erfahrung und leistungsfähiger PMMA-Technologie sichert eine langfristige Abdichtung, die sich harmonisch in das architektonische Gesamtbild einfügt. „Bei einem solchen Objekt kann man keine Bahnenware verlegen“, betont Alexander Mauz und ergänzt: „Nur eine flüssig aufgebrachte, vollflächig haftende Abdichtung sichert langfristig den Schutz dieser außergewöhnlichen Architektur. Hier zeigt sich, dass moderne Werkstoffe die Sprache der Architektur fortführen können.“

Im kommenden Schritt sollen auch die ikonischen Kuppeln des Gebäudes neu gestrichen werden. Der Abschluss des ersten Sanierungsabschnitts zeigt: Wenn Handwerk, Technologie und Respekt vor der Architektur Hand in Hand gehen, lassen sich historische Bauwerke nachhaltig bewahren.

Objektdaten

Projekt: Schalenhaus Balz, Leinfelden-Echterdingen
Untergrund: Beton 
System: Triflex ProTect
Ausführungszeitpunkt: Oktober 2025

Wer einen Blick ins Haus werfen möchte, kann dies auf der Webseite des Architekten Michael Balz tun: https://www.michael-balz.de

Mehr zu diesem Thema
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder