Studie: Wie viel Strom verbrauchen wir im Haushalt?

Private Haushalte nutzen mittlerweile fast ein Drittel ihres Stroms für Informations- und Kommunikationselektronik, also für Fernseher, Computer und Co. Arbeiten Haushaltsmitglieder im Homeoffice, macht sich das verbrauchserhöhend bemerkbar. Der Verbrauchsanteil für Kühl- und andere Hausgeräte hat hingegen tendenziell abgenommen. Die Veränderungen der letzten Jahre im Stromverbrauchsverhalten der Privathaushalte sind enorm, waren aber bislang kaum quantifiziert.
Das ergab die Studie „Stromverbrauch im Haushalt 2025“. Prolytics market research befragte im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und seiner Marktpartnerorganisation HEA rund 8.500 Haushalte. Besonderer Fokus der Untersuchung lag auf deren Geräteausstattung und Verbrauchsverhalten, um daraus Rückschlüsse auf den Stromverbrauch der einzelnen Anwendungsbereiche zu ziehen. Zudem wurde eine Sonderstichprobe von rund 1.000 Prosumer-Haushalten befragt.
So ist der Stromverbrauch über alle Haushalte hinweg im Durchschnitt um rund 230 Kilowattstunden bzw. knapp 9 Prozent gegenüber dem Verbrauchszeitraum 2019/20 gesunken. Dabei war der Rückgang insbesondere bei 1-Personen-Haushalten mit rund 18 Prozent besonders hoch. Allerdings ist die Bandbreite des jährlichen Stromverbrauchs über die Haushalte hinweg sehr groß.
Was wurde alles untersucht?
Die BDEW-Studie „Stromverbrauch im Haushalt 2025“ liefert detaillierte Erkenntnisse zum Stromverbrauch in Haushalten. Dazu zählen unter anderem:
- Durchschnittliche Verbrauchsprofile für einzelne Haushaltstypen, aufgeteilt nach den wichtigsten Verbrauchskategorien, wie Informations- und Kommunikationselektronik, Beleuchtung, Kühlen, Waschen und Trocknen, aber auch Verbräuche durch Warmwasserbereitung, im Garten oder spezifische Zusatzverbräuche von Einfamilienhäusern.
- Ausgewertet wurde auch nach wichtigen Verbrauchstreibern, wie Haushaltsgröße, Ein- oder Mehrfamilienhaus, Einkommen, Wohnfläche und Urbanisierungsgrad.
- Untersucht wurde außerdem, wie sich Homeoffice beim Stromverbrauch bemerkbar macht.
- Mit Hilfe einer Reihe von Fragen zum Thema „Energiebewusstsein“ konnten zudem sechs Verhaltenscluster herausgearbeitet werden.
- In einer gesonderten Erhebung wurden zudem Prosumer zu ihren demographischen Merkmalen, der Nutzung von dynamischen Tarifen und zum Thema Verbrauchsverlagerung befragt.
Die vollständige Studie finden Sie hier.
