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Enertrag baut Batteriespeicher in Bertikow

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Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Enertrag gemeinsam mit Projektpartnern, darunter die SMA Solar Technology AG (SMA), sowie Gästen aus Region, Wirtschaft und Politik den Baustart für den Batteriespeicher Bertikow eingeläutet. In der brandenburgischen Uckermark entsteht eine Anlage mit 200 Megawatt Leistung und 840 Megawattstunden Speicherkapazität.

Speicher bindet direkt ans 380-kV-Netz an

Der Speicher wird direkt am Netzverknüpfungspunkt Bertikow errichtet, einem Knotenpunkt im nordostdeutschen Übertragungsnetz. Die Nähe zum 380-Kilovolt-Netz schafft die Voraussetzungen, um überschüssige Strommengen flexibel aufzunehmen und bei Bedarf wieder bereitzustellen. Darüber hinaus kann die Anlage netzdienliche Funktionen übernehmen und damit einen Beitrag zur Betriebsführung moderner Stromnetze leisten.

SMA liefert die zentrale Systemtechnik

Für die Netzintegration und die Leistungselektronik des Projekts liefert SMA die zentrale Systemtechnik. Zum Einsatz kommen 29 SMA Medium Voltage Power Stations (MVPS) 9200. Auf den kompakten 40-Fuß-Skidtainern finden jeweils zwei Sunny Central Storage UP-S 4600 Batterie-Wechselrichter Platz. Ergänzt wird das System durch zwei redundant ausgelegte SMA Power Plant Manager sowie das SMA Synchronous Grid Forming Package für den Sunny Central Storage UP-S.

Grid-Forming erweitert die Einsatzmöglichkeiten

Netzbildende Betriebsweisen gewinnen im Zuge des Wandels der Stromversorgung an Bedeutung, da sie die Einsatzmöglichkeiten des Batteriespeichers in Bertikow über klassische Lade- und Entladevorgänge hinaus erweitern.

„Bereits in der Planungsphase zeigt sich, welchen Stellenwert Batteriespeicher künftig für die technische Weiterentwicklung der Strominfrastruktur haben werden“, erklärt Julia Zornow, Key Account Manager für Speicherprojekte bei SMA. Sie ergänzt: „In Bertikow entsteht eine Anlage, die auch für anspruchsvolle Netzanforderungen ausgelegt ist. Gleichzeitig ermöglicht die eingesetzte Grid-Forming-Technologie zusätzliche Freiheitsgrade für den künftigen Netzbetrieb. Solche Projekte liefern wichtige Erkenntnisse für die nächste Generation großskaliger Speicheranwendungen.“

Standort soll Erzeugungsspitzen aufnehmen

Der Standort Bertikow wurde wegen seiner unmittelbaren Anbindung an das Übertragungsnetz ausgewählt. Der Batteriegroßspeicher soll künftig dazu beitragen, Erzeugungsspitzen aus Wind- und Solarenergie aufzunehmen sowie Systemdienstleistungen für das Stromnetz bereitzustellen. Darüber hinaus wird erwartet, dass das Vorhaben wirtschaftliche Impulse für die Region setzt.

Bauphase setzt die nächsten Schritte um

Mit dieser geplanten Leistung und Kapazität gehört Bertikow zu den derzeit größten Batteriespeicherprojekten in Deutschland. Der nun erfolgte Spatenstich markiert den Übergang von der Projektentwicklung in die Bauphase. In den kommenden Monaten werden die Fundamentarbeiten, die Installation der Speichercontainer sowie die elektrotechnische Infrastruktur umgesetzt. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.

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