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Was Sie zu dynamischen Stromtarifen und Batteriespeichern wissen sollten

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Wann sich das Laden mit Netzstrom bei dynamischen Stromtarifen lohnt und mit welcher Leistung der Batteriespeicher beladen wird, entscheidet ein intelligentes Energiemanagementsystem auf Basis von Energie- und Preisprognosen. Das Ziel: Mit günstigem Netzstrom die Batterie laden und in Hochpreisphasen die elektrischen Verbraucher mit dem zwischengespeicherten Strom versorgen.

Ob sich die Batterieladung mit Netzstrom lohnt, hängt maßgeblich von den Umwandlungsverlusten ab. Damit rückt nicht allein der Strompreis in den Mittelpunkt. Entscheidend ist auch, wie viel Energie beim Laden und Entladen des Batteriespeichers verloren geht. Erst wenn diese Verluste niedrig genug bleiben, kann die Speicherung von günstigem Netzstrom einen Vorteil bringen.

So gering müssen die Speicherverluste sein, damit es sich lohnt

Beispiel – ein typischer Wintertag: Bei einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde nimmt die Batterie nachts Netzstrom auf. In den Abendstunden, wenn der Strom aus dem Netz 35 Cent pro Kilowattstunde kostet, versorgt die Batterie die Haushaltsgeräte. Die Speicherung von Netzstrom ist in diesem konkreten Fall für den Haushalt allerdings nur vorteilhaft, wenn die Wechselrichter- und Batterieverluste unter 29 Prozent liegen. Oder anders formuliert: Der Systemwirkungsgrad, der beim Speichern des Netzstroms resultiert, muss höher als 71 Prozent sein.

Nicht alle Batteriesysteme gleichen die Verluste aus

Testergebnisse zeigen, dass sich nicht mit allen Batteriesystemen die Speicherung von Netzstrom in Kombination mit dynamischen Stromtarifen lohnt. Hier gilt: Die Preisdifferenz zwischen dem Lade- und Entladezeitraum ist oftmals nicht groß genug, um die Batteriesystemverluste zu kompensieren. Wie hoch die Umwandlungsverluste bei anderen Preiskonstellationen maximal sein dürfen, beschreibt die Stromspeicher-Inspektion 2026.

Diese 4 Punkte zu dynamischen Stromtarifen und Batteriespeichern entscheiden wirklich über die Wirtschaftlichkeit:

1. Entscheidend ist nicht der Tarif – sondern die Preisdifferenz

Dynamische Stromtarife allein bringen keinen Vorteil. Wirtschaftlich wird ein Batteriespeicher nur, wenn die Differenz zwischen günstigen und teuren Stunden groß genug ist. Zwar treten am Strommarkt regelmäßig Preisschwankungen auf – 2024 gab es in Deutschland sogar hundertfach Stunden mit sehr niedrigen oder negativen Preisen. Im Alltag sind die Differenzen jedoch oft zu gering, um Verluste und Kosten des Speichers auszugleichen.

2. Wirkungsgrad ist gut – aber nicht der Gamechanger

Moderne Lithium-Ionen-Heimspeicher erreichen 90 bis 96 % Wirkungsgrad unter Idealbedingungen. In realen Systemen (inkl. Umwandlung und Nebenverbrauch) kann dieser Wert jedoch deutlich sinken. Das bedeutet: Ein Teil des günstig eingekauften Stroms geht immer verloren – und muss durch höhere Preisdifferenzen kompensiert werden.

3. Ohne ausreichenden Spread funktioniert das Modell nicht

Die einfache Realität:Je kleiner der Preisunterschied, desto unwahrscheinlicher rechnet sich die Speicherung.

4. Der häufig ignorierte Kostenfaktor: Batterienutzung

Jeder Ladezyklus kostet Lebensdauer. Das bedeutet: Selbst wenn die reine Strom-Arbitrage rechnerisch funktioniert, kann sie wirtschaftlich scheitern, weil zusätzliche Zyklen die Batterie schneller verschleißen. Dieser Effekt wird in vielen einfachen Betrachtungen komplett ausgeblendet – entscheidet aber in der Praxis oft über Rentabilität oder Verlust.

Fazit

Die Kombination aus dynamischen Stromtarifen und Batteriespeichern kann funktionieren – aber nur unter klaren Bedingungen:

  • ausreichend große und häufige Preisdifferenzen
  • hoher realer Systemwirkungsgrad
  • sinnvoll dimensionierter Speicher
  • und ein Energiemanagement, das diese Faktoren sauber nutzt

Für Haushalte mit Photovoltaik ist das ein sinnvoller Zusatznutzen.
Für reine Netz-Arbitrage bleibt es in vielen Fällen ein Grenzgeschäft.

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