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Luxuriös und smart: Ein Altbau mit digitalem Innenleben

Olaf Vögele
Inhalt
Von außen gar nicht als Hightech-Gebäude zu erkennen, verbirgt sich unter der schönen Schale ein hoch technisiertes Gebäude.

Eine Gründerzeitfassade inmitten des Hamburger Nobelviertels Rotherbaum, beste Lage. Eigentlich sollte das 1908 erbaute Haus als konservative Geldanlage dienen, was man eben mit einem solchen Altbau in Hamburg eigentlich so macht. Eigentlich, denn Xing-Gründer Lars Hinrichs hat die Dinge schon immer etwas anders gesehen als andere. Der Vormarsch des Smart Homes kam ihm da gerade recht.

Modernes Mietmodell für den Altbau

Ganz klare Ansichten hat Hinrichs zu seinen zukünftigen Mietern, denn das Apartimentum im Mittelweg soll ein Haus für Nicht-Hamburger werden, eine Zielgruppe, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeiten nur für eine begrenzte Zeit in Hamburg ist. Als eine der wichtigsten Zielgruppen definiert er C-Level-Expats, also Menschen, die in Führungspositionen tätig sind und nicht dauerhaft sesshaft werden wollen.

Aufgrund ihrer Ausbildung und Position sind sie in der Regel zwischen 35 und 55 Jahre alt und anspruchsvoll. Ein Smart Home mit modernster Technik im Altbau versteht sich hier von selbst. Die klassische Miete mit Nebenkosten gibt es nicht bei Hinrichs, sondern eine „Flatrate Wohnen auf Zeit“. Darin sind auch alle Nebenkosten, Strom, Internet etc. abgedeckt. Gemietet werden können die Wohnungen in dem sanierten Altbau für Zeiträume von sechs Monaten bis drei Jahren. Für eine Wohnung von 136 m2 mit allen Vorteilen des smarten Hauses werden 5.440 Euro monatliche „Flatfee“ aufgerufen.

Außen Altbau, innen Smart Home

Wer bei Hinrichs wohnt, braucht eigentlich nur ein Smartphone. Schlüssel sind out. Das (sehr) smarte Haus erkennt den jeweiligen Mieter über sein Smartphones, der Fahrstuhl kommt automatisch und fährt ihn in seine Etage. Der Briefkasten oder die Packstation schickt Mails, wenn die Post, Amazon & Co etwas geliefert haben.

Höchster Wert wird auf die Datenübertragungsrate und auch die Zukunftsfähigkeit im Smart Home gelegt. So gibt es ein LTE-Netz im Haus und Glasfaserkabel bis in jede Wohnung. Dass die Badewanne sich per App fernsteuern lässt, per Bluetooth auch unter Wasser Musik gehört werden kann oder die smarten Kühlschränke über Inhalt und Haltbarkeitsdaten Bescheid wissen, sind da fast schon Randerscheinungen des Smart Homes.

Auch die Kühlschränke wurden mit in das Smart-Home-Konzept einbezogen.
Das Handy als zentrales Bedien- und Informationselement hilft dem Mieter bei der Nutzung des Smart-Home-Systems.

Funktionssicherheit im Smart Home gegeben

Bei insgesamt 45 Wohnungen in dem sanierten Apartimentum kann man es sicher als eine sportliche Aufgabe betrachten, ein betriebssicheres Bediensystem für das Smart Home im Altbau zur Verfügung zu stellen. Für Hinrichs ist es aber gerade die alte Welt, die nicht optimal funktioniert, und er verweist dabei gerne auf sein eigenes Haus, dass vor fünf Jahren nach dem neuesten Stand der Technik gebaut wurde. Mit der alten Welt meint er BUS-Systeme, die – wie z. B. bei seiner Heizungsanlage – über einen zentralen Home-Server gesteuert werden. Das seien wahnsinnig starre Systeme, die nur mit einem enormen Aufwand angepasst werden können, weil die Steuerungssoftware nur durch einen speziellen Fachmann umgeschrieben werden kann.

Hinrichs verweist hier auf die rigorose Nutzung von IP-Adressen im Smart Home. In seiner Welt sind diese nicht wegzudenken. Seine Gedanken sind einfach, die verschiedenen Geräte werden über das Internet miteinander vernetzt und das Haus braucht nur zwei Informationen: Ist jemand da und wie spät ist es? Alles andere regelt das System. Der Mieter einer Wohnung in dem modernen Altbau kann dabei seine speziellen Bedürfnisse über Smartphone oder Tablet steuern. Das Apartimentum sei damit weltweit das erste Haus, das zu 100 % auf IP basiert ist.

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