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So funktioniert eine Dachsanierung im laufenden Betrieb

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Die Friedrich-­Sponsel-Dreifachhalle mit rund 940 m² Gesamtnutzungsfläche wurde 1971 im Zentrum Erlangens errichtet. Das in die Jahre gekommene Gebäude wird von verschiedenen Vereinen und Schulen für Sportveranstaltungen und Trainings intensiv genutzt, beispielsweise von der Hockeyabteilung des TB Erlangen.

Bei der Überprüfung des Hallendaches wurde beim statischen Nachweis der HP-Spannbetonschalen festgestellt, dass bei außergewöhnlichen Wetterereignissen der Nachweis nicht mehr uneingeschränkt geführt werden kann: Die wasserführenden Ebenen bestehen aus 33 halbrunden, etwa 13 m langen und mit Bitumenbahnen abgedichteten „Betontrögen“. Eine Drahtverglasung in den steil geneigten Sheds sorgte für Tageslicht.

Die frei überspannenden sogenannten HP-Schalen sind statisch auf 30 m langen Spannbetonbindern und den Außenwänden aufgelegt. Das Niederschlagswasser wird in jeder dieser Halbschalen an ihren Enden über Flachdachabläufe in Schleppleitungen abgeleitet, die im Halleninneren unter der Decke verlegt sind und von dort über Fallleitungen der Vorflut zugeführt.

Lasten verteilen bzw. umleiten

Hohe Belastungen der Dachkonstruktion entstehen heute durch die größere Anzahl an Starkregenfällen und im Winter ggf. durch stetig steigende Schneelasten. Dies wurde auch zum Problem für die Sporthalle, da die bestehende Entwässerungsanlage bei solchen Starkregenereignissen keine rückstausichere Ableitung des Niederschlagswassers gewährleisten konnte und somit temporär hohe statische Lasten nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Überlegung des Einbaus entlastender, zusätzlicher Fallleitungen wurde verworfen, da erforderliche Kernbohrungen die Konstruktion der Spannbetonhalbschalen unzulässig geschwächt hätten.

Bis eine Lösung gefunden wurde, ließ die Stadt aus Sicherheitsgründen eine permanent überwachte spezielle Messeinrichtung zur Erfassung der Niederschlagsmengen am Hallendach installieren. Sie diente dazu, die maximal zulässige Starkregenmenge zu bestimmen, bei der eine Einschränkung der Nutzung oder Sperrung der Halle erforderlich wird.

Mittelfristig wurde aber eine dauerhafte, selbstständig funktionierende Lösung gesucht. Letztendlich entschied sich die Stadt zur Umsetzung eines Leichtbau-Dachsystems, das den Weiterbetrieb der Friedrich-Sponsel-Sporthalle für etwa zehn Jahre sicherstellen soll, bis über einen Neubau der Sporthalle nachgedacht werden kann. Da das bestehende Hallendach nach statischer Bewertung keine Zusatzlasten mehr aufnehmen durfte, wurde eine sehr flach geneigte Pultdachkonstruktion gewählt, die nur von den Außenwänden getragen wird. Die Bekleidungen an First und Traufe sollten mit senkrechten Wandbekleidungen, die seitlichen Anschlüsse aus abstandsrechtlichen Gründen als steil geneigte Walmdachflächen ausgeführt werden.

Im Rahmen einer umfassenden Untersuchung wurde festgestellt, dass die vorhandene Tragstruktur bei Starkregenereignissen nur noch eingeschränkt belastbar ist. Die Entwässerungsanlage gewährleistete keine rückstausichere Ableitung des Niederschlagswassers.

Kurze Bauzeit, schnelle Nutzung

Gesucht wurde nach einer speziellen, freitragenden Dachkonstruktion, die in der Lage ist, eine Hallenlänge von knapp 31 m zu überbrücken. Sie sollte nicht nur die konstruktiven Anforderungen erfüllen, sondern für einen störungsarmen Hallenbetrieb gleichzeitig auch eine kurze Bauzeit ermöglichen. Die Wahl fiel zugunsten des Domico Element-Daches. Das kompakte Leichtbauelement erfüllt bei maximaler Vorfertigung und zeitsparender Montage höchste Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Wärme- und Wetterschutz.

Das Domico Element-Dach besteht aus Tragprofilen, Kassetten, mineralischer Wärmedämmung sowie Halteprofilen und wird objektbezogen bereits im Werk mit allen vorgegebenen Durchbrüchen hergestellt. Darüber hinaus schützt eine dampfdiffusionsoffene Abdeckbahn die Konstruktion nicht nur beim Transport, sondern ermöglicht zudem eine witterungsunabhängige Verlegung. Durch die eigens entwickelte Unterspanntechnik sind Spannweiten bis 33 m frei überbrückbar – perfekt für den Einsatz an der Friedrich-Sponsel-Halle. Laut Domico sind die Dach-Elemente durch ihr geringes Eigengewicht hervorragend für die Sanierung bestehender Gebäude geeignet.

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