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Warum die Umsetzung kommunaler Wärmepläne kaum finanzierbar ist

Frank Urbansky
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Kommunale Wärmepläne sind ein datenbasierter Orientierungsrahmen für den Umbau der Wärmeversorgung. Verbindlich sind sie jedoch nur dort, wo Gebiete als Fernwärmeversorgungsgebiete ausgewiesen werden – und selbst das stößt vielerorts bereits heute an finanzielle Grenzen.

Ihre praktische Relevanz liegt vor allem in drei Funktionen:

  • Erstens bündeln kommunale Wärmepläne erstmals systematisch Gebäudedaten, Netzinfrastrukturen sowie Potenziale wie Abwärme, Geothermie oder Solarthermie und übersetzen diese in ein räumliches „Zielbild“. So wird sichtbar, wo Wärmenetze künftig sinnvoll sind – und wo voraussichtlich dezentrale Einzellösungen dominieren werden. 
  • Zweitens entsteht daraus eine belastbare Planungsgrundlage für Stadtwerke und Netzbetreiber. Netzausbau, Erzeugungsumstellung und Speicher werden nicht länger isoliert betrachtet, sondern als zusammenhängende Infrastrukturprogramme. 
  • Drittens wirken Wärmepläne als Koordinationsinstrument für Eigentümer und Wohnungswirtschaft: Investitionsentscheidungen – vom Heizungswechsel bis zur Quartierslösung – lassen sich zeitlich und räumlich einordnen. 

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