Energiekrise treibt Absatz von Wärmepumpen in die Höhe
Im ersten Quartal 2026 stieg der Absatz von Wärmepumpen für Privathaushalte in Frankreich, Deutschland und Polen im Durchschnitt um 25 %. Dieser Zeitraum umfasst auch die Phase nach der Schließung der Straße von Hormus durch den Iran am 2. März, wodurch die Gas- und Ölpreise massiv in die Höhe getrieben wurden.
Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres rund 575.000 Geräte in elf europäischen Ländern verkauft – ein Anstieg von 17 % gegenüber 494.000 im Vergleichszeitraum 2025 in denselben Ländern.
Der durchschnittliche Zuwachs wurde durch Österreich gebremst, wo die Verkaufszahlen aufgrund fehlender staatlicher Förderungen um 30 % zurückgingen.
Obwohl zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen – darunter der Stand nationaler Förderprogramme – nennen nationale Expertinnen und Experten besonders die steigenden Energiepreise und die Sorge vor Energieunsicherheit als wichtige Gründe, insbesondere ab März.
Paul Kenny, Generaldirektor der European Heat Pump Association, erklärt dazu:
„Wenn Ihr Streamingdienst den Preis verdoppelt und dann die Filme sperrt, suchen Sie sich einen besseren. Verbraucherinnen und Verbraucher haben erkannt, dass Wärmepumpen die Lösung sind, wenn Gas und Öl in Preis und Versorgung schwanken. Die EU-Kommission hat in ihrem Energiekrisenplan wichtige Maßnahmen vorgestellt, um den Menschen den Umstieg auf Wärmepumpen zu erleichtern – von der Senkung der Mehrwertsteuer und anderer Steuern bis hin zur Förderung von Sozialleasing für einkommensschwache Haushalte. Die EU-Mitgliedstaaten müssen diese Maßnahmen nun rasch umsetzen.“
Quelle: European Heat Pump Association
