Wenn Energie mehrere Wege kennt
Warum Wärmepumpentechnik heute neu gedacht werden muss
Lange Zeit wurden Wärmepumpen als Systeme verstanden, die auf eine definierte Wärmequelle ausgelegt sind. In der Praxis zeigen jedoch unterschiedliche Standortbedingungen, saisonale Schwankungen und steigende Effizienzanforderungen, dass starre Konzepte an ihre Grenzen stoßen. Die VHPA wurde deshalb nicht als klassisches Einzelgerät entwickelt, sondern als System, das verschiedene Wärmequellen nutzen und kombinieren kann. Ziel ist es, Energie dort zu erschließen, wo sie verfügbar ist, und sie effizient in ein Gesamtsystem einzubinden. Damit verschiebt sich der Fokus von der einzelnen Wärmequelle hin zu einem intelligenten Umgang mit vorhandenen Energiepotenzialen.
Quellenmanagement in seiner vollen Vielfalt
Wie die VHPA unterschiedliche Wärmequellen intelligent nutzt
Die VHPA ist für den Einsatz mit unterschiedlichen regenerativen Wärmequellen konzipiert, darunter Erdwärme, Grundwasser, PVT-Module, Luft-Sole-Wärmetauscher, Eisspeicher sowie jede Art der Wärmerückgewinnung. Im System werden diese Quellen nicht isoliert betrachtet, sondern kontinuierlich überwacht und über das integrierte Quellenmanagement geregelt. Die Steuerung priorisiert jeweils jene Quelle, die unter den aktuellen Bedingungen die beste Effizienz bietet. Ein PVT-Mischer ermöglicht den Betrieb auch bei sehr niedrigen Quellentemperaturen. Gleichzeitig können Quellen gezielt geschont oder regeneriert werden, etwa durch die Nutzung überschüssiger Wärme. Dadurch wird die Effizienz gesteigert und die langfristige Nutzbarkeit der Quellen unterstützt. Quellenmanagement bedeutet bei der VHPA, Energiepotenziale systemisch zu vernetzen und flexibel zu nutzen.
Der konfigurierbare Wärmepumpenbaukasten
Ein System, das sich an Anforderungen anpasst
Die VHPA basiert auf einem modularen System. Wärmepumpen-, Steuerungs- und Hydraulikmodule sowie optionale Kühl- und Boiler Module können individuell kombiniert werden. Die Lösung arbeitet modulierend und passt die Leistung kontinuierlich an den tatsächlichen Wärmebedarf an. Durch Multimodulation wird die Leistung auf mehrere Module verteilt, die jeweils im optimalen Betriebspunkt arbeiten. Diese Bauweise ermöglicht eine flexible Auslegung für unterschiedliche Anwendungen und Gebäude. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage dafür, verschiedene Wärmequellen sinnvoll in das System einzubinden. Der modulare Aufbau ist damit Voraussetzung für das integrierte Quellenmanagement.
Sicherheit neu definiert
Innenaufstellung mit Propan durch modulare Kältemittelfüllung
Die VHPA ist als im Gebäude aufstellbare Propan-Wärmepumpe konzipiert. Jedes Modul enthält weniger als 150 g Propan R290. Auch in der maximalen Ausbaustufe bleibt das System innerhalb der Normen für die Inneninstallation. Durch die Aufteilung der Kältemittelfüllmenge auf mehrere geschlossenen Module sind keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Gaswarnmelder, Zwangsbelüftungen oder spezielle Leckage Überwachungssysteme werden nicht benötigt. Sicherheit ist bei der VHPA integraler Bestandteil der Systemarchitektur und ermöglicht somit eine einfache Planung und Installation im Innenraum.