Direkt zum Inhalt
Anzeige
Anzeige
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder
Print this page

Tore und Türen von Hörmann für die Tischlerei Rüscher in Schnepfau

Endlich hinter dem Arlberg angekommen, summieren sich auf dem Weg in den Bregenzerwald hinter jeder Spitzkehre der Straße die Höhenmeter. Gebirgsbäche, die aussehen wie Postkartenmotive, gluckern harmlos am Wegesrand talwärts. Die Dörfer werden immer idyllischer, die Häuser immer noch ein wenig vorbildlicher für modernes, regional angepasstes Bauen. Der Bregenzerwald in Vorarlberg ist das architekturgewordene Paradies innerhalb des Paradieses.

Baulicher Maßanzug

Und was für die Tischlerei Rüscher im kleinen Dorf ganz hinten im Tal gebaut wurde, ist da keine Ausnahme. Der Entwurf war einst die studentische Abschlussarbeit von Simon Moosbrugger. Auch er, ein „Wälder“, konnte den Handwerksmeister überzeugen, mit seiner erfolgreichen Schreinerei quasi Modell zu stehen für die architektonische Abschlussarbeit. 

Das Feuerschutz-Schiebetor von Hörmann schließt nur im Brandfall. Im Normalbetrieb liegt es platzsparend vor der Wand und gibt die komplette Öffnung frei.

Der studentische Entwurf skizzierte einen neuen baulichen Maßanzug für den Betrieb, der aus der alten Werkstatt herausgewachsen war. Und kaum war Moosbrugger richtiger Architekt, bemerkte der Tischler, wie gut der Entwurf zu seinem Unternehmen passte. Aus dem Studentenentwurf wurde ein richtiges Projekt.

Goldener Boden

Das Handwerk hat im architektonischen Traumland Bregenzerwald den sprichwörtlichen goldenen Boden. Für die Tischlerei gilt das sogar doppelt. Denn weil der Neubau auf einer Gletscher-Moräne errichtet wurde, konnte der Kies aus der Baugrube teuer weiterverkauft werden und trug ein klein wenig zur Gegenfinanzierung bei. Denn im „Wald“ zu bauen, ist teurer als drunten im Rheintal bei Dornbirn. Dort hätte es eine Fertigbauhalle getan. Oben in den Bergen schauen Behörden und Nachbarn ganz genau darauf, dass Ortsbild und Landschaft nicht verschandelt werden.

Der Eingang zum Verwaltungstrakt der Tischlerei ist als Ein-schnitt in den Gebäudeblock gestaltet.

Gestalterische Kompetenz

Der Effekt: Eine Heimat, die trotz neuer Bauten doch unverbaut wirkt und im allerbesten Sinne modern ist. Hier glauben die Hoteliers nicht, mit alpinem Neobarock punkten zu müssen. Hier hat sich eine Baukultur entwickelt, die regional ist und selbst noch für das letzte, bauwillige Steuerberaterbüro als Verpflichtung gilt. Glücklicher Bregenzerwald. Vor allem aber ist es der Stolz des Handwerks, der zusammen mit der gestalterischen Kompetenz aufblüht.

Detailversessen

Detailverliebt, wohldurchdacht, in sich stimmig – das sind die Adjektive, mit denen sich die Werkstatt der Tischlerei Rüscher beschreiben lässt. Um diese Attribute auch in der Fassade zu erreichen, wählte der Architekt Industrie-Sektionaltore von Hörmann. Dort kommen zwei Varianten zum Einsatz – und in einem Fall sogar sehr nah beieinander: Zum einen lässt ein verglastes Industrie-Sektionaltor Licht ins Innere des Gebäudes. Eine Schlupftür ohne Stolperschwelle mit gleicher Sickenaufteilung fügt sich nahtlos in das Tor ein und sorgt dafür, dass die Mitarbeitenden nicht das gesamte Tor hochfahren müssen, um hinein- und hinauszugelangen. Zum anderen fiel wenige Meter daneben die Wahl auf ein Spiraltor mit gedämmten Paneelen. Hinter diesem Tor verbirgt sich ein Lagerraum, der kein natürliches Licht braucht, dafür aber eine möglichst konstante Temperatur benötigt.

Tore mit unterschiedlichen Funktionen: Links sorgt das Industrie-Sektionaltor von Hörmann für Licht, rechts das Spiraltor für konstante Temperatur.

Als Tischlermeister Christian Rüscher von der Auftragnehmerseite des Handwerks auf die Auftraggeberseite des Bauherrn wechselte, da legte er im Inneren Wert auf „cleane“ Räume. Wer die Tischlerei besucht, der blickt aus dem Showroom oder der Verwaltung hinunter in die Halle – und sieht dort weder Kabel noch Rohre oder sonstige technische Anlagen. Alles wurde auf der Rückseite der Betonstützen konzentriert und dort wohlgeordnet untergebracht. So detailversessen und sauber die Innenausbauten und Fremdprojekte der Tischlerei sind, so perfekt sollte auch die eigene Werkstatt sein. Die neue Halle und das Nebengebäude versuchen dennoch nicht zu verschleiern, dass hier gearbeitet wird. Im Inneren trennen sowohl ein Feuerschutz-Schiebetor als auch ein Schnelllauftor die unterschiedlichen Bereiche der Werkstatt voneinander. Während sich das Feuerschutz-Schiebetor nur bei Bedarf schließt, sorgt das Schnelllauftor stets für reibungslose Abläufe.

Simon Moosbrugger und Christian Rüscher schufen ein zeitgemäßes, aber vor allem der Region und ihrer Bautradition entsprechendes, vorbildliches Beispiel für Gewerbearchitektur.

Mehr zu diesem Thema
Anzeige
haustec.de
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
Ad placeholder