Bayerisches Bauministerium stellt Holzbauförderung ein

Das Bayerische Bauministerium hat auf eine Anfrage der Deutschen Presse Agentur hin mitgeteilt, dass die Bayerische Holzbauförderung (BayFHolz) Ende dieses Jahres ausläuft. Eine Verlängerung ist nicht vorgesehen, neue Anträge können bereits seit einiger Zeit nicht mehr gestellt werden.
Das Netzwerk für den innovativen Massivbau hatte sich in den vergangenen Jahren intensiv für eine Beendigung der Holzbauförderung eingesetzt. Die Förderung eines einzelnen Baustoffs, in diesem Fall Holz, wirkt laut Netzwerk wettbewerbsverzerrend und sei unnötig.
Intelligentes Bauen bedeute, Baustoffe so einzusetzen, dass sie ihre Vorzüge optimal ausspielen können, während ihre Nachteile möglichst wenig zum Tragen kommen. Es sei Planungsaufgabe, unter dieser Prämisse für jedes einzelne Bauvorhaben den optimalen Baustoff beziehungsweise die optimale Kombination verschiedener Baustoffe auszuwählen.
Eine Förderung, die auf das im Baustoff Holz gebundene CO2 abstellt, bedarf es laut dem Netzwerk nicht. Zum einen werde dieses CO2 nach dem Rückbau des Gebäudes regelmäßig wieder freigesetzt. Zum anderen trete der CO2-Fußabdruck eines Baustoffs bei langer Nutzungsdauer eines Gebäudes hinter den CO2-Bedarf im Betrieb des Gebäudes zurück.
Gerade massive Baustoffe zeichnen sich laut Netzwerk häufig durch eine lange Lebensdauer und hohe Wärmespeicherfähigkeit aus, sodass ab einer Nutzungsdauer von rund 75 Jahren Holz und massive Baustoffe in der CO2-Bilanz häufig gleichaufliegen.
