Gebäude intelligent steuern, Energieverbrauch nachhaltig senken
Energie im Griff, Zukunft im Blick
Wer Gebäude intelligent steuert, senkt Kosten, verbessert die Klimabilanz und stärkt langfristig den Immobilienwert. Datenbasierte Entscheidungen machen den Betrieb zum strategischen Hebel für Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Resilienz.
Betrieb entscheidet über die Bilanz
Immobilien sind ein zentraler Hebel für unternehmerische Klimaziele. Rund 38 Prozent der globalen CO₂-Emissionen entfallen auf den Gebäudesektor; ein großer Anteil entsteht im laufenden Betrieb. Energiepreise, regulatorische Vorgaben und ESG-Anforderungen erhöhen daher den Handlungsdruck für Eigentümer, Projektentwickler sowie Facility- und Property-Manager.
Potenziale bleiben jedoch häufig verborgen: In Bestandsgebäuden fehlen oft vollständige Verbrauchs- und Emissionsdaten. Anlagen werden bei Modernisierungen noch zu oft nach dem Prinzip „alt gegen neu“ ersetzt, ohne tatsächlichen Bedarf und Wechselwirkungen systematisch auszuwerten. Die Folge können unnötige Betriebskosten, verfehlte Effizienzziele und ein sinkender Marktwert sein.
Vom Datenpunkt zur Maßnahme
Mit eco₂solutions bündelt STRABAG Property and Facility Services sechs modulare Servicecluster für einen energieoptimierten Gebäudebetrieb. Ein zentraler Baustein ist eco₂state: Die digitale Plattform erfasst, verknüpft und analysiert Gebäudedaten in Echtzeit und leitet daraus konkrete Effizienzmaßnahmen ab.
Der eco₂state navigator erstellt einen digitalen Zwilling des Objekts. Informationen aus Gebäudeleittechnik, Sensorik und manuellen Eingaben fließen zusammen, etwa zu Temperatur, Luftqualität und Energieverbrauch. Wetterdaten ergänzen die Analyse. So lassen sich tatsächliche Verbräuche und CO₂-Emissionen ermitteln, Kosten und Nutzen bewerten sowie potenzielle Wertverlustrisiken frühzeitig erkennen.
Technik, die mitdenkt
KI-gestützte Analysen helfen, die technische Gebäudeausrüstung zu überprüfen und Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung sowie Aufzugs- und Zugangstechnik bedarfsgerecht zu steuern. Statt starrer Einstellungen reagiert das Gebäude auf Nutzung, Wetter und aktuelle Anforderungen. Das spart Ressourcen, ohne den Nutzerkomfort aus dem Blick zu verlieren.
Entscheidend ist der ganzheitliche Blick: Gebäudetechnik wird nicht als Summe einzelner Gewerke verstanden, sondern als vernetztes System. Damit lassen sich Maßnahmen dort priorisieren, wo sie technisch und wirtschaftlich die größte Wirkung entfalten.
Daten schaffen Zukunftssicherheit
Die modulare Struktur erlaubt eine schrittweise Integration in bestehende Technik – gerade auch in Objekte mit geringer Automatisierung. Betreiber gewinnen eine belastbare Grundlage, um Instandsetzungen und Erneuerungen sinnvoll zu priorisieren, Budgets wirksam einzusetzen und Dekarbonisierung planbar voranzutreiben.
Zugleich entstehen Kennzahlen für ESG-Reportings, Förderanträge und Zertifizierungen. Aus operativer Optimierung wird so eine strategische Perspektive: niedrigere Energie- und Betriebskosten, mehr Transparenz für Investitionen sowie bessere Voraussetzungen für Wertstabilität und regulatorische Konformität.
„Wir sind der Generalunternehmer für die Dekarbonisierung von Gebäuden. Mit unserer Kombination aus Facility-Management-Expertise und technologischem Know-how entwickeln wir ganzheitliche Lösungen für Gebäude und setzen sie in Eigenleistung um“, betont Dr. Marion Henschel, Vorsitzende der Geschäftsführung der STRABAG PFS Gruppe.
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