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Basiswissen Trockenbauinstallationen: Die häufigsten Fehler vermeiden

Markus Walther
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Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre setzte sich die Trockenbauweise aus den USA auch in Europa durch. Zunächst beschränkte sich der Einsatz auf mit Gipskartonplatten beplankte Metallständerprofile – raumabschließende Trennwände – für den gewerblichen Bereich. Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre gelang der Trockenbauweise dann der Durchbruch auf Deutschlands öffentlichen und privaten Baustellen. Zu dieser Zeit hielt auch die Sanitärinstallation Einzug in die Trockenbauwand.

1985 kam das erste komplette Trockenbauinstallationssystem für das Gewerk Sanitär auf den Markt, das bis zur fliesenfertigen Oberfläche reichte. 1993 wurde es überarbeitet und flexibler, wodurch die Sanitärräume individueller gestaltet und noch mehr auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen werden konnte. Somit war das erste komplette Trockenbaumontagesystem mit einer stabilen, geprüften Grundkonstruktion erhältlich. Mittlerweile haben Installationswände dem Nassbau auf Deutschlands Baustellen fast komplett den Rang abgelaufen.

Ein komplettes Installationssystem aus einer Hand. Alle Systemkomponenten sind so aufeinander ­abgestimmt, dass Fehler vermieden werden.

Was sind die Vorteile von Trockenbausystemen?

Zu den Vorteilen von Installationssystemen im Trockenbau gehören die schnelle, einfache und saubere Montage sowie weniger Baufeuchteeintrag. Damit sind im Vergleich zum konventionellen Nassbau kürzere Austrocknungszeiten und dadurch ein schnellerer Baufortschritt möglich. Sie verfügen zudem über gute bauphysikalische Schallschutzeigenschaften. Da Leitungen und Installationen hinter der Konstruktion untergebracht werden, eröffnen sich zahlreiche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten im Wohnungsbau, im privaten und gewerblichen Bereich sowie in öffentlichen Sanitärräumen.

Selbsttragende Sanitärtragständer/ Montageelemente (im Bild: WC-Element mit integrierter Hygienespülung) kommen typischerweise vor einer ­Massiv- oder Trockenbauwand (raum- oder teilhoch) zum Einsatz.

Welche Wandkonstruktionen gibt es?

  • Vorwandinstallation im Trockenbau: Die Vorwand wird vor einer Massiv- oder Trockenbauwand (raum- oder teilhoch) installiert. Typischerweise kommen hier selbsttragende Sanitärtragständer/Montageelemente (z. B. für WC, Waschtisch oder Urinal usw.) zum Einsatz, die an der rückwärtigen Wand zu befestigen sind. Umbaut werden die Elemente üblicherweise mit Metallprofilen aus dem Trockenbau, gelegentlich auch mit Kanthölzern oder anderweitigen Konstruktionen.

  • Installationstrennwand im Trockenbau: Hierbei handelt es sich um eine nichttragende, innere, raumabschließende Trennwand aus Metallprofilen. Sie wird mit Tragständern/Montageelementen sowie Versorgungs-, Entsorgungs-, Lüftungs- und Elektroleitungen vervollständigt. Die Installationstrennwand trennt zwei unabhängige Sanitärräume voneinander.

Das Ständerwerk der Trockenbauwände, sei es eine Vorsatzschale oder Installationswand, besteht aus Metallprofilen mit einer Materialstärke von in der Regel 0,6 mm. Es wird unterschieden zwischen CW-Profilen, die durch Sicken verstärkt werden, und UW-Profilen. Die UW-Profile werden umlaufend am Baukörper (Boden, Wand und Decke) befestigt. Die CW-Profile (Standprofile) werden senkrecht in die U-Profile am Boden und Decke eingesetzt. Sie dienen zur Auflage und Befestigung der Gipskartonplatten.

Ergänzend dazu gibt es UA-Profile (Standprofile) mit einer Materialstärke von 2 mm. Einsatzbereiche sind u. a. Türöffnungen und wenn größere Konsollasten in die Wände eingeleitet werden, beispielsweise Wand-WCs und Waschtisch­keramiken (DIN 18181 und DIN 18340). Installationstrennwände sind üblicherweise Doppelständerwände, ergänzt durch Montageelemente. Die gegenüberliegenden CW- und UA-Profile werden kraftschlüssig durch Laschen verbunden. Der Vorteil: Das Ständerwerk erhält dadurch bessere statische Eigenschaften und wird durch die waagerecht verlaufenden Leitungen zwischen dem Ständerwerk nicht geschwächt.

Eine zweifache Beplankung der Metallkonstruktion (in der Regel 2 x 12,5 mm) erhöht zusätzlich die Steifigkeit. Der Abstand der Ständer beträgt maximal 57,5 cm. Das ist abhängig von der Anordnung der Sanitärgegenstände und von der Positionierung der Montageelemente im Sanitärraum. Der Abstand ist zudem der Breite der Montageelemente geschuldet. Je nach Hersteller und Modell sind sie zwischen 40 und 57,5 cm breit.

Wann kommt welche Wandkonstruktion zum Einsatz?

Grundsätzlich gibt es zur Art der Konstruktion keine Vorgaben. Entscheidend ist, ob es sich um eine Vorwand oder eine Installationswand handelt. Entsprechend sind die Richtlinien, Normen und Montageregeln der jeweiligen Wand und der Hersteller zu beachten. Bei Wänden im klassischen Trockenbau sind dies z. B.:

  • DIN 18183‑1 „Trennwände und Vorsatzschalen aus Gipsplatten mit Metallunterkonstruktionen – Teil 1: Beplankung mit Gipsplatten“
  • DIN 18340 „VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Trockenbauarbeiten“
  • DIN 18181 „Gipsplatten im Hochbau – Verarbeitung“
  • DIN 18202 „Toleranzen im Hochbau – Bauwerke“
Montageelemente sind am Boden zu befestigen und zu verschrauben. Aber auf keinen Fall, wie im Bild, auf einer Abwasserleitung abzustützen.

Wer haftet und übernimmt die Gewährleistung?

Die Praxis zeigt, dass hier das größte Konfliktpotenzial vorhanden ist, obwohl die Frage zunächst sehr einfach zu beantworten ist: derjenige, der die Wandkonstruktion erstellt. Das ist in den meisten Fällen das Gewerk des Trockenbauers. Der Ersteller der Wandkonstruktion bzw. des Ständerwerks hat sich nach dem Regelwerk, den anerkannten Regeln der Technik und nach den Herstellerangaben zu richten. Für den Einbau der Montageelemente gilt das Gleiche. Hier übernimmt das verarbeitende Unternehmen die Gewährleistung. In der Regel ist dies der Installateur, der sich an die Montageregeln der Hersteller halten muss.

Um spätere Konflikte und Haftungsprobleme zu vermeiden, ist es sinnvoll, komplette Installationssysteme aus einer Hand zu beziehen, angefangen beim Tragwerk (Metallkonstruktion) über die Montageelemente bis hin zur Beplankung. So profitieren alle beteiligten Gewerke von einer klaren Regelung, bei der die Gewährleistung in einer Hand liegt.

Wodurch zeichnet sich ein komplettes Installationssystem aus?

Komplette Installationssysteme für Vor- und Inwand bestehen meistens, im Gegensatz zu CW- und UW-Profilen einer Metallständerwandkonstruktion, aus einem Tragwerk mit einem profilierten Vierkantstab. Die Verbindung der Vierkantstäbe erfolgt bestenfalls mit einem werkzeuglosen Verbinder. Das Tragwerk wird kraftschlüssig am Baukörper (Boden, Wand und Decke) verankert. Quertraversen und Montageelemente nehmen die Konsollasten auf und steifen die Konstruktion zusätzlich aus. Aus Tragwerk, Montageelementen und Gipskartonplatten entsteht so eine sehr stabile Wandkonstruktion.

Alle Installationen der Ver- und Entsorgungsleitungen verschwinden – körperschallentkoppelt – in der Wand. Gleichzeitig können praktische Ablageflächen, Nischen sowie Gestaltungselemente, z. B. Insellösungen, halbhohe Raumteiler usw., entstehen. Montageelemente, etwa für WCs, Waschtische, Bidets oder Urinale, werden einfach in das Tragwerk integriert. Anschließend werden zusätzliche Armaturen gesetzt und die Versorgungs- und Entwässerungsleitungen an die Verbrauchsstellen angeschlossen.

Ganz zum Schluss wird in der Verantwortung des SHK-Installateurs die Konstruktion mit Paneelen aus (meistens) Gipskartonplatten beplankt. Die Vorteile: Es gibt keine gewerkeübergreifenden Schnittstellen, die Gewährleistung liegt in einer Hand. Zudem bleibt die Statik der Bausubstanz unberührt.

Hier entsprechen der Wandaufbau, die Rückwand und die Vorwand nicht den statischen Anforderungen und Montageregeln. Dadurch kommt es zur Schwächung des Metallständerwerks und somit des kompletten Wandaufbaus.

Was sind industriell vorgefertigte Lösungen?

Bei industriell vorgefertigten Lösungen handelt es sich um spezielle Trockenbauregister, die industriell in Großserie vorgefertigt „just in time“ auf die Baustelle geliefert werden. Die auf Maß angefertigten, selbsttragenden Metallkonstruktionen nehmen die komplette Gebäudetechnik auf. So können strangweise Trink- und Abwasserleitungen, Armaturen etc. in den Bädern – Geschoss für Geschoss – schnell und unkompliziert ausgetauscht werden. Mittlerweile sind Registertechnik, Systembauwände und Sanitärwände auch im Neubau eine Option, um durch industrielle Vorfertigung Bauabläufe zu vereinfachen, zu beschleunigen und die Gebäudetechnik ohne Schnittstellenproblematik zu installieren.

Was hat es mit den Konsollasten auf sich?

Die Statik der Installationswände muss auf die Konsollasten abgestimmt sein. Die Konsollasten dürfen nach DIN 18183 bei Montagewänden aus Gipskarton und nach DIN 4103 bei nichttragenden inneren Trennwänden einen bestimmten Wert pro Wandlänge nicht überschreiten. Die DIN 18183 unterscheidet dabei zwischen leichten, sonstigen und schweren Konsollasten.

Leichte Konsollasten (wie Wandschränke) dürfen an jeder beliebigen Stelle der Wand eingeleitet werden, soweit sie 0,4 kN/m Wandlänge nicht überschreiten. Sonstige Konsollasten über 0,4 bis 0,7 kN/m Wandlänge dürfen in Einfachständerwänden ebenfalls an jeder Stelle eingeleitet werden, sofern die Beplankung mindestens 18 mm dick ist.

Schwere Konsollasten von 0,7 bis 1,5 kN/m Wandlänge erfordern besondere Unterkonstruktionen, wie die Verbindung durch Laschen der Ständerreihen bei Doppelständerwänden. Unter schwere Konsollasten fallen z. B. wandhängende WC-Keramiken, Waschtische und Bidets. Die Konsollasten können direkt durch die Beplankung, die Ständer oder durch selbsttragende Montageelemente eingeleitet werden. Bei einer wandhängenden WC-Keramik leiten die Montageelemente die auftretenden Kräfte direkt in den Baukörper oder über die benachbarten Ständer und von dort in den Baukörper ein. 

Fachgerechte Verlaschung einer Doppelständerwand mit einem Plattenstreifen aus Gipskarton.

Wie werden körperschalldämmende Maßnahmen erreicht?

Es gibt verschiedene Maßnahmen gegen die Übertragung von Fließ- und Nutzergeräuschen in Metallständerwandkonstruktionen. Bekannt ist: Geräusche von Abwasserinstallationen entstehen durch das Fließen und Fallen von Wasser im Rohrleitungssystem. Wichtige Geräuschquellen sind Umlenkungen, die an senkrechte Leitungsabschnitte anschließen, aber auch Einlauföffnungen, Verbindungen sowie Dehn- und Steckmuffen. Nach DIN 4109‑36 sind bei der Planung von Gebäudeentwässerungsleitungen starke Richtungsumlenkungen (z. B. 87/90°-Bögen) möglichst zu vermeiden.

Ist eine Hohlraumdämmung erforderlich?

Ja, jede Trockenbauwandkonstruktion (Vorsatzschale sowie Einfachständer- und Doppelständerwand) sollte mit einer Hohlraumdämmung versehen werden. Diese ist in der Dicke passend zum Ständerwerk zu wählen und abrutschsicher einzubauen. Falls an die Wand Schall- oder Brandschutzanforderungen gestellt werden, ist die Hohlraumdämmung gemäß den Herstellerangaben oder den Anforderungen der entsprechenden Norm (DIN 4102‑4 für Brandschutz bzw. DIN 4109‑33 für Schallschutz) zu wählen.

Beispielhafte Ausbildung der oberen Abdeckung einer teilhohen Vorwandinstallation.

Was sind typische Fehler auf Baustellen?

In den meisten Fällen entstehen Risse in der Oberfläche der Fliesen. Als mögliche Ursache kommen infrage:

  • Hohlraum zwischen der Beplankung und dem Kraftrahmen des Montageelements
  • Beplankung liegt nicht vollflächig auf dem Montageelement auf
  • Befestigung an der rückwärtigen Wand fehlt
  • rückwärtige Wand ist instabil, zu weich – entspricht nicht den statischen Anforderungen
  • Aussteifungslaschen in einer Installationswand fehlen
  • Haarrisse bei den Fliesen aufgrund der Bearbeitung der Fliesen
  • Unebenheiten in der Auflagefläche der Keramik
  • WC-Keramik hat eine zu kurze Auflagefläche
  • Montagefehler bei der Ausführung der Vorsatzschale
  • falsche Beplankung

Gibt es für die Fehler konkrete Praxisbeispiele?

Ein Beispiel für einen typischen Versicherungsschaden: Die Gipskartonplatte wurde durch die Wand-WC-Keramik eingedrückt. Status: Bauseitig wurde ein Montageelement für ein Wand-WC mit UP-Spülkasten montiert. Der Trockenbauer hat das Montageelement lediglich mit einer 12,5-mm-GKBI-Platte beplankt. Die GKBI-Platte wurde nur mit einem Farbanstrich (keine weitere Oberfläche wie z. B. Fliesen) versehen. Infolge der Belastungen durch die WC-Keramik wurde die GKBI-Platte mit Farbanstrich eingedrückt. Dadurch hat sich die WC-Befestigung gelockert, was zu Undichtheiten am Spülrohr und Abgangsbogen geführt hat.

Bei dem beschriebenen Beispiel handelt es sich um einen Beplankungsfehler. Zur Erklärung: Montageelemente sind für eine direkte Beplankung geeignet und entsprechend den Herstellerangaben ein- oder zweilagig mit Gipskartonplatten auszuführen. Die reine Oberfläche einer GKBI-Platte (Karton) mit Farbanstrich allein hält den statischen Belastungen und Bewegungen auf Dauer nicht stand. Hier ist eine zusätzliche Auflage, z. B. Fliesen, Glas und entsprechende Putze, zwingend erforderlich. Die Hersteller geben nicht umsonst „bis zur verfliesungsfertigen Oberfläche“ an.

Ein weiteres Beispiel für einen typischen Versicherungsschaden sind Risse in der Oberfläche, meistens in der Fliese. Die Ursachen liegen oft in der fehlenden Abstimmung der Gewerke Trockenbau und SHK-Handwerk. Die Vorderkante der Metallständer und die Vorderkante des Kraftrahmens/Widerlagers des Montageelementes sind nicht in der gleichen Ebene, haben einen Versatz. Hier sind schon wenige Millimeter problematisch.

Durch das Befestigen der WC-Keramik bzw. durch die davon ausgehende Belastung wird die Beplankung mit Fliesen an das Element gedrückt, wodurch Spannung in der Oberfläche entsteht. Dies führt unweigerlich zu Rissen: ein typischer Montagefehler. Abhilfe schafft hier nur eine gute Abstimmung zwischen den Gewerken sowie eine fachlich richtige Montage. Oder noch besser: ein komplettes Installationssystem aus einer Hand, damit die Teile so aufeinander abgestimmt sind, dass solche Fehler vermieden werden.

Beispiel einer kraftschlüssigen Befestigung von UA-Profilen mit Anschlusswinkel am Rohfußboden.

Welche Beplankung ist in Sanitärräumen die richtige?

Bei Installationswänden ist eine zweilagige Beplankung GKBI mit 2 x 12,5 mm oder eine einlagige Beplankung GKBI von mindestens 18 mm vorzusehen. Bei Verwendung von alternativen Beplankungsmaterialien müssen die statischen Eigenschaften einer zweilagigen (2 x 12,5 mm) oder einlagigen (mindestens 18 mm) Gipskartonplatte eingehalten werden.

Welche Lasten müssen Installations­elemente aufnehmen können?

Die Montageelemente für wandhängende WC-, Dusch-WC- und Bidetkeramiken sind statisch so konstruiert, dass sie nach VDI 6000 und DIN EN 997 Lasten von bis zu 400 kg tragen können. Bei Waschtischen und Urinalen beträgt die Maximalbelastung 150 kg, bei Stütz- und Haltegriffen 100 kg.

Zusammenfassung

In Bädern und öffentlichen Sanitärräumen ist der bis in die 1990er-Jahre dominierende Nassbau heute nur noch regional vertreten. Die Trockenbauweise hat sich durch ihre vielen Vorteile durchgesetzt: Sie ist einfacher, schneller, sauberer und günstiger im Vergleich zum Nassbau. Umso wichtiger ist es, sich als SHK-Handwerker mit der Trockenbautechnik intensiv zu beschäftigen. In der Praxis auftretende Mängel zeigen, dass sie mit dem richtigen Know-how einfach zu vermeiden sind.

Checkliste für Planung und Ausführung

  • Richtige Befestigung wählen. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Lastgruppen. Die Lastgruppen 1 und 2 sind leichte bis mittelschwere Konsollasten, die mit geeigneten Dübeln (Hohlraum-, Gipsplatten-, Klapp- oder Kippdübel) direkt in der Trockenbaukonstruktion befestigt werden können. Beispiele für solche Lasten sind Spiegel, Badezimmerschränke und Ablagen. Ihr Schwerpunkt (Lastmitte) darf höchstens 30 cm von der Wandoberfläche entfernt liegen.
    Lasten der Lastgruppen 3 und 4 sind schwere Konsollasten, z. B. Waschbecken und Wasch­tische, Boiler, Wand-WCs und -Bidets. Sie werden im Trockenbau mit einer verstärkten Unterkonstruktion aus UA-Profilen und/oder Sanitärtragständer und Traversen aufgenommen.
  • Passende Beplankung verwenden. Die Beplankung sollte für Feuchträume geeignet und richtig dimensioniert sein. Sie kann je nach Wassereinwirkungsklasse und Konstruktion aus einer oder mehreren Lagen Gipsplatten, Gipsvliesplatten, Gipsfaserplatten oder zementgebundenen Platten bestehen. Das geeignete Plattenmaterial sowie die eventuellen Anforderungen an eine Abdichtung richten sich nach der Wassereinwirkungsklasse des jeweiligen Einsatzbereiches nach DIN 18534 (detailliert im IGG-Merkblatt 5 beschrieben).
  • Prüfen, ob genügend Platz für das Einbringen von Versorgungs- und Entwässerungs­leitungen sowie Armaturen vorhanden ist.
  • Körperschallübertragung bei der Verlegung der Leitungen vermeiden.
  • Schallschutzset für die WC-Keramik nicht vergessen und richtig positionieren.
  • Einbauvorschriften der Hersteller beachten.

Literatur

  • IGG-Merkblatt 5 – Bäder, Feucht- und Nassräume im Holz- und Trockenbau. Innenraumabdichtung nach DIN 18534. Berlin: Bundesverband der Gipsindustrie,
    Industriegruppe Gipsplatten, Stand: April 2022

  • IGG-Merkblatt 11 – Einbaurichtlinien für Sanitärinstalla­tionen und -tragständer in Trockenbaukonstruktionen. Berlin: Bundesverband der Gipsindustrie, Industriegruppe Gipsplatten, Stand: Februar 2023

  • Download beider Merkblätter unter:
    www.gips.de/downloads

Dieser Artikel von Markus Walther erschien zuerst in SBZ 11/2023. Markus Walther ist Produktmanager ­Installations- und Bade­zimmersysteme bei der Geberit Vertriebs GmbH.

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