Solarmarkt: Was das Jahr 2026 bringt

Ich möchte das neue Solarjahr mit einem kleinen Ausblick beginnen. Vorab schon sei gesagt: es ist bereits ein Jahr der radikalen Veränderungen und dieser Trend wird sich noch verstärken!
Das vergangene Jahr endete ja relativ ruhig und langweilig, gerade auch die Modulpreisentwicklung betreffend – über Monate hinweg war kaum Bewegung zu erkennen. Auch verabschiedete sich die Branche aufgrund der speziellen Lage der Feiertage im Dezember bereits früh in den Weihnachtsurlaub. Dementsprechend konnte man sich eine angenehm lange Zeit erholen, runterkommen, über das Vergangene nachdenken und Pläne für das vermeintlich Kommende schmieden.
Doch mit dieser angenehmen Ruhe ist es bereits in den ersten Tagen seit Neujahr endgültig vorbei. Das Jahr 2026 soll nämlich laut verschiedener, noch allgemein gehaltener Prognosen eine Mischung aus Wandel, Chancen und Herausforderungen bringen. Für China respektive ganz Asien ist es astrologisch das Jahr des Feuerpferds, das für Unabhängigkeit, Tatkraft, Energie und einen starken Drang nach Veränderung steht und nur alle 60 Jahre vorkommt. Nun, das Feuerpferd hat sich denn auch mit Wucht in unseren bis dato ruhigen Alltag gedrängt. Nicht nur durch Wetterkapriolen, auch geopolitisch haben wir in den wenigen Tagen des neuen Jahres bereits heftige Erschütterungen erlebt. Kein Stein scheint mehr auf dem anderen zu liegen, die Welt scheint neu geordnet werden zu müssen.
Modulpreise 2026: Ursachen und Auswirkungen der drastischen Steigerungen
In ganz unterschiedlichen Regionen des Globus erschallt der Ruf nach Veränderung, leider selten friedlicher Natur, häufig ist Gewalt im Spiel – Energie, Feuer, Wandel. Gewaltig versprechen auch die Veränderungen im Solarmarkt zu werden, auch wenn die Dramatik natürlich in keinerlei Art und Weise mit den Zuständen in den Krisenregionen vergleichbar ist. Auch hat im Prinzip beinahe jeder bei den Modulpreisen auf eine Anpassung nach oben gewartet, auch wenn der Zeitpunkt nicht klar war. Allerdings hat wieder einmal niemand mit der Heftigkeit der Anpassungen gerechnet.
In China ist die Katze aus dem Sack gelassen worden: die angekündigte Streichung der Exportrabatte tritt ab dem 1. April diesen Jahres in Kraft. Doch was zunächst als laues Lüftchen in nicht allzu weiter Ferne beginnt, scheint sich schneller als erwartet zu einem ausgewachsenen Tsunami zu entwickeln. Aus diesem Grunde habe ich auch die untenstehende Grafik um eine 2-Monats-Prognose erweitert. Betrachtet man nämlich nur die gemittelte Preisentwicklung aller Technologieklassen im Januar, scheint sich mit 0 bis maximal 5 Prozent Preissteigerung noch alles in geordneten Bahnen abzuspielen. Blickt man aber in die nahe Zukunft und hört auf die Ankündigungen diverser Hersteller, dann ergibt sich bereits ein ganz anderes Bild.

