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Mehr Mückenpopulationen: Insektenschutz in den Fokus

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Längere Hitzeperioden und häufigere Starkregenereignisse verändern die Lebensbedingungen für Insekten in Deutschland spürbar. Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS) positioniert baulichen Insektenschutz deshalb als präventive Maßnahme an der Gebäudehülle – und sieht darin ein Thema für die Kundenberatung im Fachhandwerk.

Wärmeres Klima schafft günstigere Bedingungen für Mücken

Von der Klimaerwärmung profitieren sowohl einheimische Hausmücken (Culex pipiens) als auch invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) und die Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus). Sie breiten sich zunehmend in siedlungsnahen Gebieten aus und nutzen kleine Wasseransammlungen in Gärten und auf Balkonen als Brutplätze.

Das Bundesumweltministerium und das Robert Koch-Institut weisen darauf hin, dass höhere Temperaturen und längere Wärmeperioden mehr Mückengenerationen pro Jahr ermöglichen und Erreger länger aktiv halten. Das Risiko mückenübertragener Erkrankungen wie West-Nil-Fieber, Dengue oder Chikungunya steigt damit potenziell an. Auch eine Übertragung bestimmter Malariaformen durch heimische Anopheles-Mücken ist unter veränderten Klimabedingungen zukünftig möglich.

Simon Schmid, Hauptgeschäftsführer des BVRS, ordnet das ein: „Potenziell gefährliche Stechmücken sind eine unmittelbare Folge des Klimawandels. Deswegen muss baulicher Insektenschutz an Fenstern und Türen noch stärker in den Fokus der Klimavorsorge rücken. Wer sich richtig schützen will, braucht eine dauerhafte Barriere an der Gebäudehülle."

Insektenschutz ergänzt Klimavorsorge am Gebäude

Die Tigermücke gilt als tagaktive Art, die leicht in Wohn- und Schlafbereiche gelangt. Culex-Mücken stechen vor allem nachts und dringen häufig durch gekippte oder offene Fenster in Schlafräume ein. Wirksamer Insektenschutz an Fenstern und Türen ermöglicht es, auch in warmen Nächten bei geöffnetem Fenster ungestört zu schlafen. Für Bewohner bedeutet das weniger Belästigung, Schutz vor gesundheitlichen Risiken durch Insektenstiche und einen geringeren Bedarf an Sprays und anderen chemischen Abwehrmitteln.

Fachbetriebe können sich als Berater für Klimavorsorge positionieren

Der BVRS sieht in dieser Entwicklung konkrete Ansatzpunkte für die Kundenberatung. Insektenschutz vom Fachbetrieb bedeutet passgenaue, dichte Lösungen für Fenster und Türen. Robuste Gewebe halten Sonne und Witterung dauerhaft stand – ein Unterschied zu einfachen Standardrahmen und provisorischen Lösungen.

Schmid resümiert: „Insektenschutz ist mehr als ein Komfortdetail. Er schützt die Gesundheit, verbessert die Wohnqualität und ergänzt die Klimavorsorge am Gebäude."

Quellen: [1] Bundesumweltministerium (2025): https://www.bundesumweltministerium.de/download/auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-verbreitung-krankheitsuebertragender-tiere-importwege-und-etablierung-invasiver-stechmuecken-in-deutschland, [2] RKI (2025): https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Muecken/FAQ-Liste

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