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Neue Vattenfall-Zentrale in Holzhybrid-Bauweise

Am Berliner Südkreuz entsteht ein neues Büro-Quartier. Es umfasst insgesamt 29.000 m²  Gewerbefläche in zwei Gebäuden. Haus Nummer 2 dient dem Energiedienstleister Vattenfall fortan als Deutschland-Zentrale. Das einladende Großobjekt steht am Hildegard-Knef-Platz und wurde von Tchoban Voss Architekten in Holzhybrid-Bauweise vorbildlich nachhaltig geplant.

Alle Wandelemente stammen von Opitz Holzbau; sie wurden in den Neuruppiner Zukunftsfabriken auf modernen Maschinenstraßen mit maximaler Präzision vorgefertigt. Bis zu 1.650 Mitarbeiter/-innen des deutschen Energiedienstleisters finden in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten eine attraktive Wirkungsstätte, die in der Bundeshauptstadt neue Maßstäbe für zukunftsfähige Bürogebäude setzt.

Maximale Vorfertigungskapazität

Opitz-Geschäftsführer Thomas Hübner sieht in Projektaufträgen dieser Größenordnung die Bestätigung, dass sich top-moderne Produktionsstätten und ein State-of-the-Art-Maschinenpark bezahlt machen: „Aus meiner Sicht ist die Fertigungskapazität eine entscheidende Größe, wenn man sich als mittelständisches Unternehmen um die Mitwirkung an einem solchermaßen spektakulären Bauvorhaben wie dem EDGE Südkreuz Berlin bewirbt.

In unseren beiden Zukunftsfabriken am Standort Neuruppin stehen uns auf einer Grundfläche von über 15.000 m² hochflexible Produktionsanlagen zur Verfügung, die alle Spielarten des modernen Holzbaus abarbeiten können."

Mensch und Maschine im Verbund

„Bis zu 100.000 m² Elementfläche können von uns pro Jahr produziert und verbaubereit an jeden gewünschten Bestimmungsort geliefert werden.“, hebt Dipl.-Bauing. Bodo Mierisch hervor, Geschäftsbereichsleiter von Opitz Holzbau in Neuruppin.

Die Liste der Zuschnitt- und Abbundanlagen, die dafür eingesetzt werden, liest sich wie das Who-is-Who der Automation: Hundegger K2i – 1250, Hundegger K2i inkl. Hobelautomat, Hundegger SpeedCut II, eine Wandfertigungsanlage mit elf Tischen, Plattenbearbeitungszentrum Hundegger SPM ii, mehrere C-, Rollen- und Flachpressen, diverse Maschineneinrichtungen sowie ein Combilift SC Vier-Wege-Stapler, der auf die Anforderungen bei OPITZ Holzbau spezifisch ausgelegt wurde.

Im Holzbau einer der ganz Großen

Opitz Holzbau gehört zur Knauf-Gruppe und beschäftigt aktuell 90 Mitarbeiter:innen. Das mittelständische Unternehmen stellt im brandenburgischen Neuruppin sowohl in Einzelfertigung als auch in großen Losen montagefertige Wand-, Decken- und Dachelemente her, die für Einfamilienhäuser in Holztafelbauweise, mehrgeschossige Wohn- und Verwaltungsgebäude, Elemente für Fassadenmodernisierung und -sanierung, Holz-Hybrid-Bauten sowie Elemente in Stahlleichtbauweise verwendet werden.

Wandelemente aus KVH

Die Wandelemente des neuen EDGE Südkreuz Berlin wurden von und bei Opitz Holzbau – aus ausgesuchtem, technisch getrocknetem Konstruktionsvollholz – in der Halle wettergeschützt vorgefertigt. Darin liegt ein wesentlicher Vorteil des maschinenunterstützten Holzbaus gegenüber der althergebrachten Stein-auf-Stein-Bauweise.

Im Gewerbebau – bei Hallen ebenso wie bei Bürogebäuden – ist die Entscheidung über die Bauausführung aber stets auch eine Zeit- und Kostenfrage, die das schnelle, kostenoptimierte Bauen mit Holz im Falle der Vattenfall-Zentrale klar für sich entschied. Auch deshalb besteht die hybride Gebäudehülle des wohl fortschrittlichsten Berliner Büroquartiers großenteils aus Holz.

Wirtschaftlich vernünftig

Gefordert waren von Anfang an höchste Planungspräzision und bei der Umsetzung Genauigkeit bis ins Detail. Mit verbaubereit vorgefertigten Holzbauelementen war eine fast auf die Minute exakte Bauzeitenplanung machbar – trotz aller Unwägbarkeiten, die ein Bauvorhaben dieser Größenordnung mit sich bringt. Opitz Holzbau lieferte wie gewohnt just-in-time aus einer Hand direkt auf die Berliner Baustelle.

Deshalb bauen wir mit Holz

„Jeder Kubikmeter verbautes Nadelholz speichert eine Tonne CO₂. Der Beitrag des Holzbaus zum Klimaschutz ist somit messbar; die entlastende Wirkung reicht sogar noch weiter: Das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid bleibt im Baumaterial so lange gebunden, wie das Gebäude steht! Der Effekt verpufft also nicht nach ein paar Tagen, sondern dauert an, solange es das Bauwerk gibt“, erläutert Opitz-Geschäftsführer Thomas Hübner.

Wenn man bedenkt, dass Holzhäuser in der Regel mehrere Hundert Jahre halten, erscheint der Vattenfall-Neubau in Holzhybrid-Bauweise und seine auf Dauer angelegte Nutzung als Büro-Quartier in einem vorbildlich nachhaltigen Licht.

Trockenbau eingeschwebt

Große Elemente, nachdem sie am Kranhaken auf die Baustelle einschwebten, mussten vor Ort nur noch verbunden werden. Die Wände und weitere Elemente der Gebäudehülle waren nach ihrem Eintreffen auf der Baustelle in kürzester Zeit wettergeschützt errichtet.

Kaum mehr vorstellbar: Früher brauchten Maurer für einen vergleichbar großen Rohbau Monate, bisweilen Jahre. Mit Opitz Holzbau hingegen klappte die Errichtung des neuen EDGE Südkreuz Berlin wie am Schnürchen. Regen, Sturm und Hagel hatten zu keinem Zeitpunkt eine Chance, in den Holzhybridbau einzudringen.

Bauen mit Holz

Holz besitzt von Natur aus eine hohe Wärmespeicherkapazität. Die Wärmeleitfähigkeit ist hingegen gering, weshalb Holz vorhandene Wärme länger als andere Baustoffe im Raum zu halten vermag. Das Auskühlen wird dadurch verzögert, der Energiebedarf des Gebäudes sinkt.

Der Effekt: Erheblich weniger Heizenergie muss über Winter aufgebracht werden, um in den Räumen eines Holzbaus ein konstant behagliches Temperaturniveau zu garantieren.

Wenn es vor diesem Hintergrund bei anstehenden Bauvorhaben gelingt, die benötigte Menge Bauholz möglichst standortnah zu beziehen und zu verarbeiten, hält das die Transportwege kurz und vermeidet unnötigen Kraftstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß.

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