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Sechs von zehn Wohngebäuden haben keinen wirksamen Sonnenschutz

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Deutschlands Wohngebäude sind nach Einschätzung vieler Bewohner nicht ausreichend auf zunehmende Hitzeperioden vorbereitet. Rund 60 Prozent verfügen über keinen wirksamen Hitzeschutz. Das ist ein zentrales Ergebnis des erstmals erhobenen Hitzeschutzmonitors Deutschland. Für die Studie befragte B+L Marktdaten im Auftrag des Sonnenschutzherstellers Roma 2.020 Haushalte repräsentativ.

Der neu eingeführte Hitzeschutzindex erreicht 2026 lediglich 3,3 von 10 Punkten. Die Kennziffer soll künftig jährlich erhoben werden und den Zustand des Wohngebäudebestands mit Blick auf sommerliche Überhitzung abbilden.

Hitze beeinträchtigt Schlaf und Wohnkomfort

Die Folgen hoher Raumtemperaturen zeigen sich laut Umfrage bereits deutlich im Alltag: 48,7 Prozent der befragten Haushalte geben an, unter hitzebedingten Schlafproblemen zu leiden. 18,3 Prozent sind nach eigenen Angaben schon zum Schlafen in einen anderen Raum ausgewichen. Weitere 5,2 Prozent haben wegen der Hitze sogar außerhalb der eigenen Wohnung oder des Hauses übernachtet. Die persönliche Belastungsgrenze liegt laut Befragung bei durchschnittlich 23 °C im Schlafzimmer und 26 °C in Wohnräumen.

Auch die Sorge vor künftig eingeschränktem Wohnkomfort ist verbreitet. Hochgerechnet auf Deutschland befürchten laut Studie 6,86 Millionen Haushalte, dass ihr Zuhause in Hitzeperioden künftig nicht mehr ausreichend bewohnbar sein könnte. Knapp jeder fünfte Haushalt (19,2 Prozent) kann sich demnach einen hitzebedingten Umzug vorstellen.

Für 37,8 Prozent der Befragten ist Hitze in den Wohnräumen inzwischen ein größeres Problem als winterliche Kälte.

Mehr als ein Drittel ohne Sonnenschutz am Fenster

Als besonders kritisch bewertet die Studie die Ausstattung der Gebäude: 36,7 Prozent der Haushalte verfügen nach eigenen Angaben über keinerlei Sonnenschutz an den Fenstern. Gerade Fenster gelten jedoch als wesentliche Eintragsfläche für solare Wärme. 

Nach Angaben von Roma wird die Nachrüstung außenliegenden Sonnenschutzes staatlich mit 15 Prozent bezuschusst. Die Fördermöglichkeiten sind allerdings wenig bekannt: 87,7 Prozent der befragten Haushalte gaben an, darüber nicht informiert zu sein.

Bei der Lüftung und Klimatisierung zeichnet die Studie ebenfalls ein eindeutiges Bild: 93,0 % setzen auf Fensterlüftung, 42,2 % auf Ventilatoren und 14,6 % auf mobile Klimageräte. Fest verbaute Lösungen wie Lüftungs-und Klimaanlagen sind bislang deutlich weniger verbreitet. Diese Lösungen müssen meist schon beim Neubau eingeplant werden. Oft kombinieren die Befragten mehrere Lösungen, z.B. setzen 13,4 % auf Fensterlüftung und einen außenliegenden Sonnenschutz.

„Während der Sommerhitze verbringen die Menschen die meiste Zeit in Gebäuden, doch die sind in Deutschland überwiegend nicht für diese Belastung ausgelegt“, sagt Dr. Mathias Klaiber, Mitglied der Geschäftsleitung der Roma KG. Beim Schutz vor Kälte seien Problem und Lösungen gesellschaftlich fest verankert. Beim Hitzeschutz stehe Deutschland dagegen noch am Anfang.

Außenliegender Sonnenschutz als Teil der Sanierungsstrategie

Außenliegende Systeme wie Rollläden, Raffstoren oder Markisen können den direkten Sonneneintrag vor der Verglasung abfangen und damit helfen, die Aufheizung von Räumen zu begrenzen.

Die Ergebnisse der Studie stammen allerdings aus einer Untersuchung im Auftrag von Roma, einem Hersteller von Vorbaurollläden und außenliegenden Sonnenschutzsystemen. Die genannten Ergebnisse und Förderangaben sollten bei einer Veröffentlichung daher als Studien- beziehungsweise Herstellerangaben eingeordnet werden.

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