Schiebe-Dreh-System: Restaurant rüstet Terrasse mit Verglasung nach

Das Restaurant Fischer hat unter dem bestehenden Glasdach eine senkrechte Verglasung nachrüsten lassen. In geschlossenem Zustand schützt die Konstruktion den Außenbereich vor Wind, Regen und kühleren Temperaturen. An warmen, windstillen Sommertagen lässt sie sich vollständig öffnen.
Das Restaurant liegt unmittelbar am Ufer des Ammersees direkt neben dem Dampfersteg. Von dort reicht der Blick über den See bis zur Zugspitze. Der Betrieb umfasst Restaurant, Strandbar, Eventlocation und Eismacherei. Damit sich die rund 120 Sitzplätze auf der Terrasse unabhängig vom Wetter nutzen lassen, ergänzte der Betreiber das bestehende Satteldach mit Glasfachwerkstruktur auf zwei Seiten um die neue Verglasung.
Betreiber plant eine demontierbare Lösung
Der Gastronom verlangte eine Konstruktion, die sich vollständig öffnen lässt und in der kalten Jahreszeit demontiert werden kann. In den Wintermonaten entsteht an derselben Stelle eine geschützte Lounge als erweiterter Gastraum. Zugleich sollte sich die Verglasung optisch in das bestehende Glasdach einfügen.
Planung und Umsetzung übernahm das Allgäuer Unternehmen Linara Kaufbeuren. Zudem überwacht es auch die regelmäßige Montage und Demontage der Verglasungen.
System öffnet jedes Element einzeln
Als Wind- und Wetterschutz wählte der Bauherr das Schiebe-Dreh-System Proline T mit 10 Millimeter starkem Einscheibensicherheitsglas. Damit ließ sich die erforderliche Scheibenhöhe von nahezu drei Metern umsetzen. Pro Terrassenseite montierte das Team zwölf Elemente. Jedes Element ist 80 bis 90 Zentimeter breit. Möglich wären auch Breiten bis zu einem Meter gewesen.
Beim Restaurant Fischer erhielt die Verglasung eine umlaufend gerahmte Ausführung. Das System ist sonst senkrecht rahmenlos. Der Grund war die unmittelbare Lage am Dampfersteg Stegen der Ammersee Schifffahrt und die stärkeren Winde durch die offene Lage am See. Die rahmenbetonte Gestaltung greift zugleich die Fachwerkstruktur des bestehenden Glasdachs auf.
Die horizontalen Profile sind 39 Millimeter hoch. Jedes Glaselement läuft oben und unten in einer Laufschiene, oben aufgehängt und unten geführt. Das Serviceteam kann jede Scheibe einzeln zur Seite schieben und um 90 Grad herausdrehen. Auf der Rauminnenseite parkt es die Elemente als gebündeltes Glaspaket. Integrierte Drehflügel schaffen separate Durchgänge.
Konstruktion sichert den Übergang
Die untere Führungsschiene ließ das Team flächenbündig in das bestehende Holzpodest ein. So entstand ein Übergang, der gemäß DIN 18040 barrierefrei ausgeführt ist. Ein neu eingebrachtes Streifenfundament sichert die Standsicherheit der Konstruktion.
Zwei schmale Festverglasungen des ungedämmten Systems SL 45 von Solarlux schließen die Glasfassade seitlich zum Gebäude hin ab.
Eismacherei liefert erste Erfahrung
Der Bauherr hatte bereits in der gegenüberliegenden Eismacherei, die ebenfalls zum Restaurant Fischer gehört, wärmegedämmte Glas-Faltwände des Systems Highline nachträglich in die Fassade einbauen lassen. Diese lassen sich im Sommer weit öffnen. Im Winter bleiben die Innenräume verglast. Danach entschied sich der Bauherr auch bei der Terrassenverglasung für ein System von Solarlux.
Mit der Nachrüstung verfügt das Restaurant Fischer am Ammersee über 120 witterungsgeschützte Sitzplätze, die bei nahezu jeder Wetterlage genutzt werden können. Der Bereich kann im Sommer vollständig geöffnet und an kühleren Tagen geschlossen genutzt werden. In den Wintermonaten entsteht dort eine geschützte Lounge als erweiterter Gastraum.
Bautafel
- Projekt: Restaurant FISCHER – Flexible Terrassenverglasung mit Ganzglas-System
- Ort: Stegen / Inning am Ammersee
- Bauherr: Restaurant FISCHER, Stegen am Ammersee
- Planung und Ausführung: Linara Kaufbeuren GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Solarlux Gruppe
- Verbaute Solarlux Systeme: Schiebe-Dreh-System Proline T (gerahmt), SL 45 Festverglasung

