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Pelletöfen: Wege zu we­ni­ger Emis­sio­nen

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Pelletöfen und Holzpellets gelten als umweltfreundliche Heizoptionen, können jedoch je nach Technik und Brennstoffqualität unterschiedliche Emissionen verursachen. Das TFZ in Straubing hat gemeinsam mit den Projektpartnern BIOS und Olsberg im Rahmen des Forschungsprojekts „FuturePelletSpec 2“ Wege zur Optimierung untersucht. Ziel war es, die Staub- und Kohlenstoffmonoxidemissionen beim Betrieb von Pelletöfen zu minimieren.

Verbesserungen bei der Ofentechnik

Die Untersuchung umfasste Tests an vier handelsüblichen Pelletöfen sowie einem speziell für das Projekt entwickelten Gerät. Letzteres wurde von den Projektpartnern so konstruiert, dass die Emissionen deutlich unter den aktuellen gesetzlichen Grenzwerten liegen.

Die Tests zeigten: Öfen mit automatischer Brennstoffregelung und optimiertem Brennertopfdesign wiesen die niedrigsten Emissionen auf. Die automatische Regelung stabilisiert die Verbrennung, indem sie genau steuert, wie viele Pellets in die Brennkammer gelangen. Besonders kurze Pellets erwiesen sich als problematisch, da sie oft in zu großer Menge in die Brennkammer gelangen und so unvollständig verbrennen, was die Emissionen erhöht. Beim Brenntopfdesign führten Konstruktionen mit optimierter Luftzufuhr und Rückführung von Abgasen in die Brennkammer zu besonders guten Ergebnissen.

Kriterien für emissionsarme Holzpellets

Neben der Ofentechnik nahmen die Forscher auch die Qualität der Holzpellets selbst unter die Lupe. Sie stellten 14 Pelletsortimente mit unterschiedlichen Eigenschaften her und testeten deren Emissionen. „Die Versuche haben eindeutig gezeigt, dass der Gehalt von Kalium sowie das Verhältnis von Silizium zu Kalium genauso wie die Pelletlänge die wichtigsten Stellschrauben sind“, betont Projektleiter Robert Mack vom TFZ.

Auf Basis der Ergebnisse empfiehlt das Forschungsteam Holzpellets mit einem Aschegehalt von maximal 0,5 Masseprozent, einem Wassergehalt zwischen 5 und 10 Masseprozent sowie einem Anteil von Pellets mit einer Länge von unter 10 Millimetern, der nicht über 10 Prozent liegen sollte.

Vorschlag für neues Qualitätslabel

Um Verbraucher bei der Wahl emissionsarmer Pellets zu unterstützen, schlagen die Forscher die Einführung eines neuen Qualitätslabels für Ofenpellets vor. Dieses Label soll es ermöglichen, Brennstoffe zu identifizieren, die für einen besonders emissionsarmen Betrieb geeignet sind.

Die Ergebnisse des Projekts „FuturePelletSpec 2“ wurden im TFZ-Bericht Nr. 94 veröffentlicht. Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat gefördert.

Quelle: TFZ / fl

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