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Praxisreport: Von der Kirche zum Wohnhaus - mit effizienter Wärmepumpentechnik

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Aus einer Kirche aus den 1950er-Jahren in Herzogenrath ist innerhalb eines Jahres ein außergewöhnliches Wohngebäude entstanden. Robin Ratajczak, Anlagenbauer und Eigentümer, realisierte den Umbau gemeinsam mit seiner Frau Anja – mit dem Ziel, die historische Substanz zu bewahren und das Gebäude als ein zukunftsfähiges Wohnhaus zu gestalten. Die architektonische Planung und Begleitung des Umbaus erfolgte durch Schmitz Architekten PartG mbB. Der Umbau umfasste eine 25 cm starke Innendämmung sowie die komplette Modernisierung der technischen Ausstattung. Herzstück des Konzepts ist die integrierte Heizungs-, Klima- und Warmwassertechnik von Daikin.

Vor dem Umbau wurde das Objekt über einen konventionellen Ölkessel mit 67 kW Leistung beheizt, unterstützt von rund 26 Heizkörpern, die im Zuge der Sanierung demontiert und entsorgt wurden. An ihre Stelle trat eine aufeinander abgestimmte Systemlösung aus elektrisch betriebenen Daikin Wärmepumpen. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren Effizienz und Förderfähigkeit sowie eine integrierte Lösung für Heizen, Kühlen und Warmwasser. „Bei der Planung waren für uns energieeffiziente Anlagen und die Integration in ein Smart-Home-System zentral“, erklärt Robin Ratajczak. Die zentrale Steuerung erfolgt über die Daikin Onecta App.

Ratajczak ist Inhaber des Kälte-Klima-Lufttechnik-Betriebs RSTREAM CLIMATE und setzt vergleichbare Systeme regelmäßig im Projektgeschäft um: „Für unseren eigenen Wohnraum wollte ich die Technik einsetzen, die ich auch bei meinen Kunden verbaue. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit arbeite ich überwiegend mit Daikin – deshalb war die Entscheidung naheliegend.“

Hand justiert digitale Heizungssteuerung auf Wand-Tablet im modernen Gebäude, stellt Raumtemperatur auf 20 °C für energieeffizientes Klima ein.
Die zentrale Steuerung der Heizungs-, Klima- und Warmwassertechnik erfolgt über die Daikin Onecta App.

Abgestimmte Technik statt Einzellösungen

Alle eingesetzten Komponenten folgen dem sogenannten Total Solutions Ansatz von Daikin. Dabei werden Wärmeerzeugung, Raumklimatisierung und Warmwasserbereitung nicht als Einzelgewerke betrachtet, sondern als ein aufeinander abgestimmtes System geplant. Das reduziert Schnittstellen, vereinfacht Planung und Betrieb und erhöht die Betriebssicherheit. 

Gerade bei dem Kirchengebäude mit seinen besonderen architektonischen Anforderungen erweist sich dieser Ansatz als Vorteil. Eine Herausforderung stellte der zentrale Wohnbereich im ehemaligen Kirchenschiff dar. Die weitläufige Grundfläche von 103 Quadratmeter und die Deckenhöhe von rund sieben Metern machten es notwendig, die Heiztechnik auf die besonderen Dimensionen anzupassen.

Die Grundlast der Beheizung übernimmt eine Fußbodenheizung, versorgt durch eine Daikin Altherma 3 H HT Luft-Wasser-Wärmepumpe. Zur Abdeckung von Lastspitzen wird das System durch eine VRV-Anlage ergänzt. „Allein mit der Fußbodenheizung hätten wir den Leistungsbedarf an sehr kalten Tagen nicht vollständig abdecken können. Die VRV-Anlage schließt diese Lücke zuverlässig und kann im Sommer zusätzlich kühlen“, erklärt Robin Ratajczak. Das VRV-System liefert selbst bei Außentemperaturen von minus zehn Grad noch rund 18 Kilowatt Heizleistung und sorgt so für eine ganzjährig stabile Raumtemperatur.

Daikin VRV IV Außengerät mit zwei großen Ventilatoren, installiert vor beiger Wand - Beispiel moderner Klimatechnik für energieeffiziente Gebäude.
Außeneinheiten der Luft-Wasser-Wärmepumpe und des VRV-Systems zur abgestimmten Beheizung des ehemaligen Kirchenschiffs.

Individuelle Raumklimatisierung mit Multisplit-System

Während das VRV-System und die Daikin Altherma 3 H HT-Wärmepumpe die Versorgung des großen Kirchenschiffs übernehmen, sorgt das Multisplit-System (ein Außengerät mit vier Innengeräten) für die individuelle Regelung der einzelnen Räume. Die vier unterschiedlichen Innengeräte des Systems bieten dabei ein hohes Maß an Flexibilität und lassen sich optimal an Nutzung und Raumgestaltung anpassen. So kommt das Stylish Wandgerät mit seinem eleganten Design im Flur und im Schlafzimmer zum Einsatz. Im Gästezimmer sorgt das Perfera Wandgerät für ein angenehmes Raumklima, während im Büro die Daikin Emura installiert ist. Alle Systeme sind sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen ausgelegt und gewährleisten ganzjährig hohen Komfort.
 

Stehender weißer Warmwasserspeicher mit angeschlossenen Rohrleitungen und Werkzeugen in einem Technikraum, typische Installation im Gebäudetechnikbereich.
Der Daikin Altherma M HW 260 liefert Warmwasser bis 62 °C auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen.

In den Bädern und der Waschküche ergänzen Daikin Altherma HPC Konvektoren das Heizkonzept. Im Gästebad, im Schlafzimmerbad sowie in der Waschküche ist jeweils ein Konvektor installiert. Das große Bad wird über eine Fußbodenheizung beheizt. Die Altherma HPC Konvektoren sind wassergeführte Gebläsekonvektoren für den Niedertemperaturbetrieb mit Wärmepumpen und werden über die Daikin Altherma 3 Anlage versorgt. Durch aktive Luftumwälzung sorgen sie für eine schnelle und gleichmäßige Wärmeverteilung und ersetzen herkömmliche Heizkörper.
 

Wandhängender Designheizkörper mit zwei schwarzen Lüftungsöffnungen, installiert neben Holzbank in lichtdurchflutetem Raum, Fokus Gebäudetechnik.
Über die Luftauslässe im Wohnbereich unterstützt die VRV 5 Anlage die Fußbodenheizung und übernimmt die zusätzliche Heizlast.

Warmwasserbereitung

Für die Trinkwarmwasserbereitung ist eine Daikin Altherma M HW mit 260 Litern Speichervolumen installiert. Sie nutzt effizient die vorhandene Umgebungswärme und stellt Warmwasser mit Temperaturen von bis zu 62 °C sicher – auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen bis −7 °C.

Die konsequente Trennung von Raumwärme und Warmwasserbereitung ermöglicht eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Auslegung der gesamten Heizungsanlage. Beide Systeme können unabhängig voneinander optimal dimensioniert und betrieben werden.

Eigenstromnutzung durch Photovoltaik

Ergänzt wird das Gesamtkonzept durch eine Photovoltaikanlage mit 12 Kilowatt Peak Leistung und einen Stromspeicher mit 20 Kilowattstunden Kapazität. In den Monaten ohne Heizbedarf kann das Gebäude seinen gesamten Strombedarf durch die eigene Solarenergie decken. Während der Heizperiode, wenn der Energiebedarf höher ist, wird zusätzlich Strom aus dem Netz bezogen. 

Insgesamt liegt der jährliche Stromverbrauch des Gebäudes bei etwa 10.000 Kilowattstunden, was dem Energiebedarf eines durchschnittlichen Haushalts entspricht. Der Heizwärmebedarf des Gebäudes ist besonders effizient: Mit der Unterstützung der Photovoltaikanlage beträgt er nur 37 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Ohne die Eigenstromnutzung würde der Bedarf bei etwa 55 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegen.

Schlafzimmer mit moderner Innenraumgestaltung: Holzfußboden, energieeffizientes Tageslicht und Gestaltungselemente für Wohnkomfort im Neubau.
Das ehemalige Kirchenschiff mit rund sieben Metern Deckenhöhe stellt besondere Anforderungen an die Auslegung der Heiz- und Klimatechnik.

Frühzeitige Planung führt zum Erfolg

Die technische Gebäudeausrüstung wurde von Beginn an in die Planung des Umbaus integriert. Bereits in der Auslegungsphase unterstützte Daikin bei der Dimensionierung der Systeme. Die enge Abstimmung zwischen Hersteller und Anlagenbauer stellte sicher, dass die Technik optimal auf die besonderen baulichen Gegebenheiten des ehemaligen Kirchengebäudes abgestimmt wurde.

Fazit

Der Umbau zeigt, dass sich auch außergewöhnliche Bestandsgebäude mit moderner Wärmepumpentechnik effizient und zukunftssicher ausstatten lassen. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt, wie sich historische Bausubstanz mit zeitgemäßer Energie- und Klimatechnik verbinden lässt. Durch die abgestimmte Systemlösung konnten sowohl hohe Effizienz als auch ganzjähriger Wohnkomfort im ehemaligen Kirchengebäude erreicht werden. „Die Systeme laufen stabil und das Zusammenspiel funktioniert wie geplant“, schließt Robin Ratajczak.

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