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18 Fragen für gute Mitarbeitergespräche

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Mitarbeitergespräche können ein Gewinn für alle Beteiligten sein. Voraussetzung für den Erfolg sind die richtigen Fragen. Unser Beitrag unterstützt Sie dabei mit einigen ungewöhnlichen Ansätzen gemacht.

Ein gelungenes Mitarbeitergespräch hat viele positive Effekte: Ihr Mitarbeiter geht seiner Motivation auf den Grund und erhält Anerkennung und Wertschätzung. Sie bekommen einen motivierten Mitarbeiter und wichtige Hinweise für die Anziehung von neuen Mitarbeitern. Im besten Fall sogar einen Mitarbeiter, der Sie aktiv bei der Anziehung neuer Mitarbeiter unterstützt.

Um den Gesprächen die richtige Würze zu geben, haben wir einen Fragenkatalog für das Mitarbeitergespräch zusammengestellt. Wichtig: Obwohl manche Fragen vielleicht überraschend sind, sollten Sie keine Überraschung aus den Fragen machen, sondern sie den Mitarbeitern vor dem Gespräch offenlegen. So hat der Mitarbeiter erstens die Möglichkeit, sich seine Antworten zu überlegen – was die Qualität der Antworten deutlich steigert. Zweitens können unangenehme Situationen vermieden werden, sollte ein Mitarbeiter auf eine Frage nicht antworten wollen. Diese Option sollten Sie ihm übrigens immer in Aussicht stellen.

Persönliche Fragen für das Mitarbeitergespräch

1. Was motiviert Sie?

Klingt banal, ist aber eine unglaublich wichtige Frage. Die wenigsten sind sich darüber im Klaren, was sie motiviert und was sie sich am Arbeitsplatz wünschen. Ihr Vorteil: Wer das über seinen Mitarbeiter weiß, kann ihn auch entsprechend führen. Deswegen hier eine kleine Auswahl an möglichen „Motivationsunterstützern", um es dem Mitarbeiter etwas leichter zu machen: Verantwortung, Mit- und Selbstbestimmung, eigene Ideen einbringen, Feedback, Kundenstimmen, Anerkennung und Wertschätzung, konsequentes Handeln, eingehaltene Versprechen, regelmäßiger Informationsfluss, Ziele, Transparenz, Vertrauen, Entlohnung, Klarheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, Respekt, Humor, Weiterbildung, Sinnhaftigkeit.

2. Was ist Ihr größter Wunsch an mich als Chef/Führungskraft?

Wer weiß, was ihn grundsätzlich motiviert, kann auch klarer formulieren, was er von seinem Chef braucht.

3. Wenn es eine Sache gibt, die Sie zukünftig unbedingt übernehmen möchten, welche wäre das?

Auch diese Frage zielt auf die Motivation des Mitarbeiters ab. Wer täglich die Dinge tun kann, die ihm am meisten liegen, ist mit wesentlich größerer Begeisterung bei seiner Aufgabe.

4. Wenn es eine Sache gibt, die Sie zukünftig keinesfalls mehr machen möchten, welche wäre das?

Wahrscheinlich kann man seinem Mitarbeiter an dieser Stelle nicht alle Wünsche erfüllen. Schließlich hat jede Arbeit auch unangenehme Aspekte. Doch was wir als unangenehm empfinden, ist sehr individuell. Das heißt, vielleicht müssen nur zwei Mitarbeiter ihre Aufgaben tauschen, um sich bei ihrer Arbeit besser zu fühlen.

5. Haben Sie Stärken, die ungenutzt bleiben? Wie könnten Sie sie einbringen?

In vielen Mitarbeitern schlummern Talente, die nicht zum Einsatz kommen. Suchen Sie gemeinsam mit den Mitarbeitern danach. Lenken Sie Ihren Blick dabei nicht nur auf die naheliegenden Aufgaben. Vielleicht haben Sie ein „Videotalent" in Ihren Reihen. Geben Sie den Mitarbeitern die Chance, diese Talente einzubringen. Für Social-Media-Kanäle kann man schließlich immer wieder gute Videos gebrauchen.

6. Woran möchten Sie bei sich selbst gerne arbeiten?

Aufbauend auf die vorherigen Fragen gibt es bestimmt Dinge, die der Mitarbeiter gerne optimieren möchte. Fortbildungen, die er selbst anstößt, haben eine viel größere Chance, auf fruchtbaren Boden zu fallen, als vom Chef angeordnete.

Fragen zum Unternehmen

7. Was gefällt Ihnen im Unternehmen am besten?

Eine sehr wichtige Information, um diese Punkte weiter zu verstärken.

8. Was fehlt Ihnen im Unternehmen am meisten?

Die Spiegelfrage zur vorherigen Frage. Auch hieraus lassen sich wieder wichtige Informationen für die Arbeitgebermarke ziehen.

9. Was lässt sich an Ihrem Arbeitsplatz konkret verbessern?

Eine etwas tiefer gehende Frage zum direkten Arbeitsumfeld des Mitarbeiters.

10. Was muss passieren, damit Sie noch lange für unser Unternehmen arbeiten?

Gerade in der heutigen Zeit eine entscheidende Frage. Wenn es immer schwieriger wird, neue Mitarbeiter zu finden, sollte man zunächst einmal alles daran setzen, die aktuellen Mitarbeiter zu halten. Auch die Antwort auf diese Frage liefert konkrete Hinweise, um das Unternehmen für die Zukunft attraktiver zu machen.

11. Welche Maßnahme (egal welche) würden Sie als Erstes umsetzen, wenn Sie an meiner Stelle wären?

Der etwas spielerische Appell an die Vorstellungskraft des Mitarbeiters fördert mitunter sehr gute Antworten zutage. Hier können durchaus auch gute Vorschläge für den Kundenservice o. Ä. herauskommen.

12. Welche Frage sollte ich Ihnen bei unserem nächsten Gespräch unbedingt stellen (wieder stellen)?

Mit dieser Frage überlassen Sie dem Mitarbeiter zum Ende die Führung. Mit etwas Glück ergänzt er den Fragenkatalog um eine geniale neue Frage.

Fragen für die neue Arbeitswelt

13. Wie zufrieden sind Sie mit unseren Arbeitszeit- und Homeoffice-Regelungen? Was würden Sie sich anders wünschen?

Flexibilität ist zu einem der wichtigsten Faktoren geworden. Homeoffice-Optionen, Gleitzeit und autonomes Arbeiten gelten nicht mehr als Benefit, sondern als Grundvoraussetzung. Wer hier zuhört, erfährt oft mehr über die tatsächliche Zufriedenheit als bei vielen anderen Fragen.

14. Wie erleben Sie Ihre aktuelle Arbeitsbelastung? Fühlen Sie sich manchmal überlastet?

Ein oft unterschätztes Thema. Angesichts von Fachkräftemangel und steigendem Druck ist es wichtig, aktiv nachzufragen – bevor aus Belastung Erschöpfung oder Kündigung wird. Wichtig ist, dass der Mitarbeiter das Gefühl hat, ehrlich antworten zu können, ohne Nachteile befürchten zu müssen.

15. Was gibt Ihrer Arbeit Sinn? Erleben Sie Ihre Tätigkeit als sinnvoll?

Sinnhaftigkeit ist besonders für jüngere Generationen ein zentraler Faktor. Die Deloitte Gen Z & Millennial Studie zeigt, dass 89–92 % der jungen Arbeitnehmer:innen Arbeitgeber bevorzugen, die Purpose und Nachhaltigkeit glaubwürdig leben.

16. Wo sehen Sie sich beruflich in zwei bis drei Jahren – und wie kann ich Sie auf diesem Weg unterstützen?

Eine klassische, aber weiterhin hochrelevante Entwicklungsfrage. Sie signalisiert echtes Interesse an der Zukunft des Mitarbeiters und ist ein starkes Instrument zur Mitarbeiterbindung.

17. Wie können wir moderne Tools und KI sinnvoll nutzen, um Ihre Arbeit zu erleichtern?

Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsalltag rasant. Mitarbeiter an der Basis sehen oft am besten, wo sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren lassen – nutzen Sie dieses Wissen und nehmen Sie gleichzeitig mögliche Ängste ernst.

18. Sollten wir uns häufiger austauschen – zum Beispiel in kurzen regelmäßigen Check-ins?

Das einmalige Jahresgespräch gilt zunehmend als überholt. Der Trend geht weg vom jährlichen Pflichtgespräch hin zu regelmäßigen Check-ins (monatlich/quartalsweise). Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welcher Rhythmus für sie am besten passt.

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