Wie das Chemieunternehmen Plixxent mit einer BHKW-Kaskade Energiekosten senkt

Das Chemieunternehmen Plixxent in Oldenburg hat seine Wärmeversorgung grundlegend modernisiert. Es setzt dabei auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von RMB/Energie. Zwei NeoTower 50.0 Blockheizkraftwerke decken nun die Grundlast an Strom und Wärme, die im energieintensiven Produktionsprozess für Polyurethan-Produkte ganzjährig benötigt wird.
Abgestimmt auf den Bedarf
Polyurethan muss in der Herstellung und Logistik permanent auf Temperatur gehalten werden. Daraus ergibt sich ein kontinuierlicher Bedarf an Wärme und Strom – ideale Voraussetzungen für hocheffiziente KWK-Technik. Die zuvor installierten BHKW waren jedoch überdimensioniert, auch waren Ausfälle auf Grund von Verschleiß und damit die Sicherheit im System nicht mehr gewährleistet. In Zusammenarbeit mit Boos Haustechnik und RMB/Energie stimmte man diesmal die Leistung exakt auf den Bedarf ab. Die neuen, effizienteren NeoTower BHKW wurden thermisch und wirtschaftlich auf den Idealfall ausgelegt.
Jedes der beiden BHKW liefert modulierend 25 bis 50 kWel und 52,6 bis 80 kWth. Im Kaskadenbetrieb stehen so bis zu 100 kWel und 160 kWth bereit. Der erzeugte Strom und die Wärme werden vollständig im Werk genutzt. Ein 360-kW-Gas-Brennwertkessel deckt Spitzenlasten ab. Laut Plixxent Instandhaltungsleiter Andreas Maack spart die Anlage in zehn Jahren rund eine halbe Million Euro Energiekosten gegenüber einer reinen Heizlösung.
Für Plixxent ist neben der Wirtschaftlichkeit auch die Nachhaltigkeit entscheidend: „Wir wollen in allen Bereichen kontinuierlich grüner werden. Die KWK-Technik ist dabei ein wichtiger Baustein“, betont Marketing-Leiterin Jennifer Sonnek. Das Projekt zeigt: Richtig dimensionierte BHKW sind im industriellen Dauerbetrieb eine wirtschaftlich wie ökologisch überzeugende Lösung.

