Neue Flachdachrichtlinie 2026: Die wichtigsten Änderungen

Das Deutsche Dachdeckerhandwerk hat seine Flachdachrichtlinie grundlegend überarbeitet. Die Ausgabe Januar 2026 ist ab sofort in den digitalen Anwendungen des Regelwerks abrufbar, die gedruckte Fassung wird in KW 51 ausgeliefert.
Bessere Übersichtlichkeit durch neue Struktur
Die Fachregel wurde redaktionell vollständig neu aufbereitet: Abbildungen sind jetzt direkt im Textteil platziert und farbig gestaltet. Als „beispielhafte Abbildungen" gekennzeichnet, ist ihr juristischer und technischer Stellenwert eindeutig definiert.
Praxisrelevante Klarstellungen
Mehrere bisher strittige Punkte wurden präzisiert:
- Behelfsabdichtung/Dampfsperre: Die Funktion der Dampfsperre als mögliche Behelfsabdichtung ist nun klar geregelt.
- Gefälle: Neue Hinweise beschreiben den Aufwand bei vertraglich geschuldetem Gefälle sowie Auswirkungen auf Bauzeit und Abläufe.
- Gefahrstoffverordnung: Ein ausdrücklicher Hinweis fordert die Prüfung des Dachaufbaus auf Schadstoffe vor der Bearbeitung.
Barrierefreie Übergänge werden Regelkonstruktion
Eine wesentliche Neuerung: Barrierefreie Übergänge bei Terrassen und Balkonen sind erstmals als Regelkonstruktion definiert. Die bisherige ZVDH-Planungshilfe von 2020 wurde in die Fachregel integriert – das schafft standardisierte Anforderungen und mehr Rechtssicherheit.
Weitere technische Änderungen
- Gebrochene Materialien sind beim schweren Oberflächenschutz zugelassen
- Die lineare Befestigung wurde von 3 auf 4 Befestiger erhöht
- Mechanische Befestigung von EPS ist nun möglich
Die „Regeln für Abdichtungen – mit Flachdachrichtlinie" sind über den ZVDH erhältlich. Innungsbetriebe zahlen 56 Euro statt 72 Euro.
