BAuA schafft Datengrundlage zu psychischen Belastungen in KMU

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat mit der Befragungsstudie „Aktive Gefährdungsvermeidung bei psychischer Belastung in KMU: Eine repräsentative Betriebsbefragung (BAuA-KMU-Survey)“ eine repräsentative Datengrundlage geschaffen. Die Studie untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit psychischen Belastungen bei der Arbeit umgehen. Insgesamt wurden 3.094 Unternehmen befragt.
Unternehmen passen Maßnahmen an den Betrieb an
Für einen effektiven Gesundheitsschutz haben auch Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch psychische Belastungen eine hohe Bedeutung. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen setzen hierbei häufig auf praxisnahe Lösungen. Sie passen diese an ihre betrieblichen Rahmenbedingungen an. Sie handeln dabei auch unabhängig von formalen Prozessen und Strukturen.
Bisher fehlten repräsentative Daten, die Aussagen über die Verbreitung und die Rahmenbedingungen solcher Aktivitäten ermöglichen. Mit dem BAuA-KMU-Survey liegt nun erstmals eine repräsentative Datengrundlage vor, um die Präventionspraxis in kleinen und mittleren Unternehmen genauer zu untersuchen.
Umfrage bildet Themenfelder ab
Die mit dem KMU-Survey geschaffene Datengrundlage ermöglicht Untersuchungen über die Verbreitung und Verteilung von Maßnahmen und Handlungsorientierungen aktiver Gefährdungsvermeidung in KMU in Deutschland. Der Fokus liegt auf Maßnahmen im Umgang mit schwierigen Kunden, zeitlichen Flexibilitätsanforderungen und hoher Arbeitsintensität.
Der Survey erfasst zudem die Bedeutung der Arbeitsschutzorganisation und der Gefährdungsbeurteilung für Maßnahmen und Handlungsorientierungen aktiver Gefährdungsvermeidung in KMU. Die Daten bilden außerdem Probleme und Unterstützungsbedarfe von KMU im Umgang mit psychosozialen Risiken ab. Hinzu kommen förderliche oder hemmende Bedingungen aktiver Gefährdungsvermeidung in KMU.
Projekt wertet die Daten aus
Auswertungen der Daten erfolgen im Rahmen des Projekts „PRiPAS – Psychosoziale Risiken, betriebliche Prävention und Arbeitsschutz in Deutschland“. Die neue Datengrundlage dient damit weiteren Untersuchungen zu psychosozialen Risiken, betrieblicher Prävention und Arbeitsschutz in Deutschland.
Ein Scientific Use File wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 vom Forschungsdatenzentrum der BAuA zur Verfügung gestellt.
Was macht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin?
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 750 Beschäftigte.
