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Serielle Sanierung im Einfamilienhaus: Warum es jetzt Skalierung braucht

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Die Transformation des Gebäudesektors gehört zu den zentralen Aufgaben der Energiewende – und der Einfamilienhausbestand spielt dabei eine Schlüsselrolle. Rund 82 Prozent des Wohngebäudebestands in Deutschland entfallen auf Ein- und Zweifamilienhäuser – nur etwa 18 Prozent sind Mehrfamilienhäuser (dena-Gebäudereport 2026). Ein Großteil davon ist teil- oder unsaniert. Damit liegt genau hier eines der größten CO₂-Einsparpotenziale im Gebäudesektor. Gleichzeitig bleibt die Sanierungsrate deutlich hinter den politischen Zielen zurück.

Serielles Sanieren als Hebel für mehr Tempo

Vor diesem Hintergrund weckt die serielle Sanierung für das Einfamilienhaussegment zunehmend Hoffnung. Sie ermöglicht es, Sanierungsprozesse zu standardisieren, zu industrialisieren und dadurch schneller sowie effizienter umzusetzen. Durch vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente lassen sich Häuser in wenigen Tagen energieeffizient und zukunftssicher sanieren.

Damit ist die serielle Sanierung längst kein Zukunftsversprechen mehr, sondern ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung des Bestands. Nun muss sie den Schritt in den Breitenmarkt schaffen – gemeinsam mit den geeigneten Akteuren.

ScaleUp Alliance EFH: Vom Pilot zur Skalierung

Um diesen Schritt zu unterstützen, startet das dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren/Energiesprong Deutschland die ScaleUp Alliance EFH. Ziel ist es, Akteure zusammenzubringen, die gemeinsam an der Skalierung bestehender Ansätze arbeiten und diese gezielt weiterentwickeln.

Warum es diese Initiative gerade jetzt braucht, erläutert Nils Bormann aus dem dena-Kompetenzzentrum: Eine Vielzahl umgesetzter Projekte in Deutschland zeige bereits, dass serielle Ansätze im Einfamilienhaussegment technisch und organisatorisch funktionieren. Dennoch bleibe die Skalierung bislang begrenzt. „Die Lösungen sind vorhanden – der entscheidende Schritt in den Breitenmarkt ist lang und absolut kein Selbstläufer", so Bormann. Die Gründe dafür lägen nicht in der technischen Machbarkeit, sondern vor allem in strukturellen und wirtschaftlichen Faktoren: ausbaufähige Umsetzungs- und Produktionskapazitäten, komplexe Entscheidungsprozesse sowie heterogene Eigentümer- und Gebäudestrukturen. Genau hier setze die ScaleUp Alliance EFH an, indem sie einen Rahmen schaffe, um bestehende Lösungen zu verbinden, weiterzuentwickeln und in skalierbare Marktmodelle zu überführen.

Auftakt beim Energiesprong-Festival 2026

Konkret bringt die Initiative gezielt Akteure zusammen, die an der Skalierung der seriellen Sanierung im Einfamilienhaussegment arbeiten wollen. Der Auftakt erfolgt im Rahmen der Skalierungswerkstatt beim Energiesprong-Festival 2026 in Berlin am 7. und 8. September

Gesucht werden laut Bormann insbesondere Start-ups, Unternehmen, Industriepartner sowie Menschen mit Innovations- und Skalierungserfahrung. Auch Sponsoring-Partner und Investoren sind eingeladen, sich einzubringen. Ziel ist es, eine Gruppe aus motivierten Vorreitern sowie erste Kooperationen zu bilden, die über die Veranstaltung hinaus weitergeführt und in einer anschließenden Entwicklungsphase über sechs Monate vertieft werden – eng begleitet vom dena-Kompetenzzentrum.

Im Zentrum der Skalierungswerkstatt steht dabei die Frage: „Wie bauen wir einen überregionalen Anbieter für energetische Sanierungen aus einer Hand auf?" Denkbar sind für das Team verschiedene Ansätze – etwa das Bündeln von Nachfrage, der Aufbau einer digitalen Plattform zur Vermittlung der Umsetzung oder die Entwicklung skalierbarer Geschäftsmodelle für Gesamtlösungsanbieter. Auch neue Herangehensweisen für größere Produktionsstätten oder neu gedachte Kooperationen, um überregional und mit vereintem Know-how Projekte realisieren zu können, sind Teil der Überlegungen. Am Ende sollen daraus durchdachte Gesamtkonzepte für die Skalierung entstehen, damit die Sanierung im EFH-Segment wirklich durchstarten kann.

Bewerbung noch bis 11. August möglich

Die Bewerbung zur Skalierungswerkstatt im Rahmen der ScaleUp Alliance EFH ist noch bis zum 11. August möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden Interessierte auf der Website von Energiesprong Deutschland.

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