SMA eröffnet Gigawatt-Factory in Niestetal

Mit rund 80 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größten Produktionsinvestitionen der Unternehmensgeschichte. Davon entfallen etwa 50 Millionen Euro auf Leasingaufwendungen und rund 30 Millionen Euro auf produktionstechnische Infrastruktur und Anlagen. Das Werk umfasst eine Grundstücksfläche von 46.000 Quadratmetern und eine Hallenfläche von 20.500 Quadratmetern.
Produziert werden dort die neueste Generation von Zentral-Wechselrichtern, Batteriespeicherlösungen und Energiemanagementsysteme für den Großanlagenbereich. Die Fertigung ist nach Unternehmensangaben auf hohe Skalierbarkeit, digitalisierte Prozesse und ein deutlich gesteigertes Produktionsvolumen ausgelegt. SMA hatte in den vergangenen zwei Jahren seinen Fokus auf Energiesystemlösungen im Großanlagensegment geschärft und das Portfolio entsprechend optimiert.
„Mit der Gigawatt-Factory investieren wir in die industriellen Fähigkeiten, die für die Energiesysteme der Zukunft erforderlich sind“, sagt Kaveh Rouhi, CFO der SMA Solar Technology AG. Das Werk stärke die Fähigkeit des Unternehmens, kritische Energieinfrastruktur weltweit bereitzustellen.
Als Treiber sieht SMA die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie, Mobilität und digitaler Infrastruktur. Die zentrale Herausforderung liege inzwischen weniger in der Erzeugung erneuerbarer Energie als im Aufbau und resilienten Betrieb der Infrastruktur, die zur Integration erneuerbarer Energien und zur Netzstabilisierung nötig sei. „Unsere Kunden realisieren heute immer größere und komplexere Energieprojekte“, sagt Florian Bechtold, Executive Vice President Large Scale & Project Solutions bei SMA.
Zur Eröffnungsfeier kamen Vertreter aus Industrie, Politik und Verteidigungssektor zusammen. In einer Podiumsdiskussion ging es unter anderem um Lieferketten, technologische Souveränität und die Energiesicherheit Europas – mit Teilnehmern wie Herbert Diess (Aufsichtsratsvorsitzender Infineon Technologies), Ben Hodges (ehemaliger Generalleutnant der U.S. Army Europe), Walburga Hemetsberger (CEO SolarPower Europe) und Nikolaus Valerius (CEO RWE Generation).
