Effizienzsteigerung bei Holzfeuerstätten: Wie moderne Technik Brennholz optimal nutzt

Wer eine ältere Holzfeuerstätte durch ein modernes Gerät ersetzt, kann nach Angaben des HKI Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. mehr nutzbare Wärme aus dem Brennstoff gewinnen. Höhere Wirkungsgrade und ein Abbrand bei hohen Brennraumtemperaturen verringern demnach die Energieverluste über den Schornstein. Voraussetzung sind laut Verband eine fachgerechte Installation und der richtige Betrieb mit trockenem Brennholz.
Ältere Feuerstätten entsprechen dem Stand der Technik zur Zeit ihrer Herstellung. Viele dieser Geräte arbeiten nach Darstellung des HKI noch mit einer einfachen Luftführung und einer weniger isolierenden Feuerraumauskleidung. Zudem erreichen sie niedrigere Wirkungsgrade als moderne Anlagen. Neue Geräte sind dagegen für einen optimierten Abbrand mit hohen Brennraumtemperaturen ausgelegt und darauf geprüft.
Verschleiß lässt Fehlluft in den Brennraum
Hinzu kommt der Zustand der Altgeräte: Nach vielen Betriebsjahren können Dichtungen, Scharniere, Türrahmen oder Luftschieber verschleißen. Schließen Türen oder Luftführungen nicht mehr richtig, gelangt Fehlluft in den Brennraum. Die Brennraumtemperaturen sinken, und der Abbrand kann ungleichmäßig verlaufen. Mit dem Ersatz einer solchen Feuerstätte verbessert sich nach Einschätzung des HKI die technische Ausgangslage, zugleich lässt sich Brennstoff einsparen.
Brennraum, Luftführung und Sichtscheibe als System
Bei modernen Feuerstätten sind Brennraumgeometrie, Feuerraumauskleidung, Verbrennungsluftführung, Abgasweg und Sichtscheibe genau aufeinander abgestimmt. Auskleidungen aus Schamotte, Vermiculite oder spezieller Feuerraumkeramik unterstützen hohe Temperaturen im Brennraum. Die Luftführung versorgt das Feuer in den verschiedenen Abbrandphasen gezielt mit Verbrennungsluft.
Auch die Sichtscheibe gehört zu diesem System. Je nach Geräteausführung können Doppelverglasungen oder wärmereflektierende Beschichtungen dazu beitragen, Wärmestrahlung in den Brennraum zurückzuführen und Ablagerungen an der Scheibe zu verringern. Katalysatoren und elektronische Abscheider tragen laut HKI zusätzlich dazu bei, die Emissionen weiter zu reduzieren.
Verband empfiehlt Restfeuchte unter 20 %
Ihre Vorteile können moderne Feuerstätten nach Angaben des Verbands nur ausspielen, wenn Brennstoff, Gerät und Bedienung zusammenpassen. Der HKI empfiehlt Brennholz mit einer Restfeuchte von unter 20 %. Trockenes Holz lässt sich besser anzünden, sorgt für höhere Brennraumtemperaturen und für einen stabileren Abbrand. Welche Brennstoffe zugelassen sind und wie die Luftzufuhr in der jeweiligen Verbrennungsphase einzustellen ist, steht in der Bedienungsanleitung des Herstellers.
Fachbetrieb und Schornsteinfeger frühzeitig einbinden
Für den Austausch rät der HKI, frühzeitig einen Fachbetrieb und den Schornsteinfeger hinzuzuziehen. Der Fachbetrieb unterstützt bei der Auswahl des passenden Geräts und übernimmt die Montage. Der Schornsteinfeger prüft die technischen Voraussetzungen und bescheinigt abschließend die ordnungsgemäße Errichtung. So lässt sich sicherstellen, dass die neue Feuerstätte zum Gebäude, zur Raumgröße, zum Schornstein und zum tatsächlichen Wärmebedarf passt. Weitere Informationen stellt der Verband unter www.ratgeber-ofen.de bereit.
