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Fachbegriff

Rutschsicherheitsklassen

Was sind Rutschsicherheitsklassen?

Wasser und andere Flüssigkeiten können auf glatten Bodenoberflächen die Rutschgefahr deutlich erhöhen und zu gefährlichen Unfällen führen. Rutschsicherheitsklassen sollen dies verhindern, indem sie vorgeben, wie hoch die Rutschhemmung von Fliesen und Bodenbelägen in den jeweiligen Anwendungsbereichen sein muss, um rutschige Verhältnisse zu vermeiden.

Besonders im gewerblichen Bereich herrscht eine gesetzliche Vorschrift für Rutschsicherheit. Die Rutschsicherheitsklassen werden dabei durch die unterschiedliche Nutzung und Rutschgefahr der gewerblichen Bereiche angegeben. So herrschen in einem Büro andere Anforderungen an die Rutschsicherheit als beispielsweise im Schwimmbad oder in einer Fabrikhalle.

Welche Rutschsicherheitsklassen gibt es?

Die unterschiedlichen Rutschsicherheitsklassen setzen sich aus drei verschiedenen Werten für Rutschsicherheit zusammen:

  • Rutschsicherheitswert R: Der Rutschsicherheitswert R orientiert sich an dem Neigungswinkel, den der Boden maximal haben darf, bis man auf ihm zu „rutschen“ beginnt. Die Skala geht dabei von R9 bis R13 und steht dabei für die unterschiedlichen Haftreibewerte, also die Rutschhemmung. R9 hat die geringste Rutschhemmung bei einem Neigungswinkel von 6° bis 10°, während R13 den größten Haftreibwert aufweist, bei einem Neigungswinkel über 35°.
  • Nassbelastete Barfußbereiche: In Räumen, in denen Menschen sich häufig barfuß bewegen und der Bodenbelag nass werden kann, wie etwa in Badezimmern, Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder Außenbereichen, gelten zusätzlich die Rutschsicherheitsklassen A, B und C. Die Sicherheitsklasse A gilt für Böden, die ab und zu nass werden können, B für Fliesen, die regelmäßig nass sind und C für Fliesen, die dauerhaft Wasser ausgesetzt sind, wie etwa um ein Schwimmbecken herum. Für nassbelastete Barfußbereiche gilt dann beispielsweise im Schwimmbad die Sicherheitsklasse R10 A für Umkleidekabinen und R10 B für den Duschbereich.
  • Verdrängungsraum: In bestimmten Bereichen, in denen besonders viele und zähe Flüssigkeiten den Boden erreichen, wie etwa in Fabriken, Werkstätten oder Schlachthöfen, gelten zusätzlich die Sicherheitsklassen V4, V6, V8 und V10. Mit diesen wird angezeigt, welche Flüssigkeitsmenge (cm3) die Fliesen oder Bodenbeläge auf einem dm2 mindestens verdrängen bzw. aufnehmen müssen. In einem Schlachthof wird beispielsweise die Sicherheitsklasse R13 V8 angegeben.

Was ist bei Rutschsicherheitsklassen zu beachten?

Die Rutschsicherheitsklassen werden vor allem im gewerblichen und öffentlichen Bereich genutzt, um Arbeitsunfälle zu verhindern und die Trittsicherheit zu erhöhen. Im privaten Bereich gibt es keine gesetzlichen Vorgaben und die Fliesen im Badezimmer müssen im Prinzip gar keinen Rutschsicherheitsklassen angehören.

Bei Aufträgen im öffentlichen Bereich müssen daher unbedingt die vorgeschriebenen Mindestanforderungen an Rutschsicherheit eingehalten werden. Im privaten Bereich sollte darauf geachtet werden, in welchen Räumen Fliesen und Bodenbeläge verlegt werden. Für Räume wie Küche, Bäder, Keller oder Außenbereiche reichen in der Regel die Rutschsicherheitsklassen R9 bis R10 aus.

Weiterführende Informationen: 

https://www.haustec.de/sanitaer/bad-design/neue-beschichtung-grip-anti-rutsch

https://www.baulinks.de/bodenbelag/trittsicherheit.php4

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