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Bremer Silo-Hotel nutzt Fassadenlüfter mit 93 % Wärmerückgewinnung

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Aus dem rund 40 Meter hohen Getreidesilo der ehemaligen Kellogg´s Werke entstand auf der Bremer Überseeinsel ein Designhotel, das als bau- und gebäudetechnisches Meisterstück gilt: das John & Will Silo-Hotel.

Das John & Will Silo-Hotel entstand aus dem rund 40 Meter hohen Getreidesilo der ehemaligen Kellogg's Werke. Sichtbare Stahlverankerungen in der Hotelbar und das Kellogg's-Zeichen auf dem Dach verweisen weiter auf die frühere Nutzung. Von der Hotelbar in der 11. Etage reicht der Blick auf Fernsehturm, Weser und Bremer Dom.

Umbau erhält den Charakter des Silos

Die Entwickler entschieden sich für die Umnutzung statt für den Abriss: Johannes Aderholz, Geschäftsführer der Überseeinsel GmbH, Bauherr und Projektentwickler, erklärt: „Der Umbau war für uns weit mehr als Denkmalschutz oder Nachverdichtung. Es ging darum, den Charakter dieses Ortes zu bewahren und ihn in eine neue, nachhaltige Nutzung zu überführen“.

Moderne Gewerbeimmobilie mit abgerundeten Balkonen und großen Glasflächen, geeignet für eine effiziente Gebäudetechnik und Energieoptimierung.
Auf der Bremer Überseeinsel ist aus einem Industriedenkmal, dessen markante Silos über Jahrzehnte das Stadtbild prägten, ein stylisches Hotel mit Symbolkraft geworden. Eine besondere Herausforderung war die Integration der technischen Infrastruktur.

Der Umbau griff tief in die Bestandsstruktur ein. In Wände aus bis zu 16 Zentimeter dickem Ortbeton mussten Fensteröffnungen hineingefräst werden. Hinzu kamen neue Böden für die Geschosse und eine runde Gebäudehülle. Die Zimmer zeigen weiter sichtbaren Beton. Ergänzt werden sie durch weitestgehend organische Materialien und teils raumhohe Fenster zur Weser.

Lüftung passt sich der Bestandsstruktur an

Für die technische Infrastruktur bot das Gebäude keine Schächte, Kanäle oder klassisch planbaren Fassadenelemente. Das Planungsbüro Pop Fassadenberatung band Siegenia deshalb früh in die Entwicklung eines Konzepts für die kontrollierte Be- und Entlüftung der Hotelzimmer ein. Ziel war eine geräuscharme Lösung, die sich in die Gestaltung der Zimmer einfügt.

Ein modernes Hotelzimmer mit bodentiefen Fenstern, einer schwarzen Badewanne und einer Sichtbetondecke als Beispiel für energieeffiziente Gebäudetechnik.
Bei der dezentralen Be- und Entlüftung der Zimmer fiel die Wahl auf den Fassadenlüfter Aeromat VT von Siegenia. Er überzeugte durch die optisch dezente Integration in die Fassade, ein niedriges Betriebsgeräusch und eine hohe Energieeffizienz.

Die Wahl fiel auf den Fassadenlüfter Aeromat VT. Seine Gehäuseplattform erlaubt unterschiedliche Anforderungen und eine Integration in die Fassade. Im Hotel arbeitet die Ausführung Aeromat VT WRG. Sie erreicht eine Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent. Der Lüfter verfügt außerdem über vorkonfigurierte Ein- und Ausgänge für die Inbetriebnahme und die Einbindung in die Gebäudeleittechnik.

Schnittdarstellung eines Türbelüftungssystems: Sichtbare Luftkanäle und Strömungswege, relevante Komponenten für die TGA-Planung und die Energieeffizienz.
Mit seiner Wärmerückgewinnung von bis zu 93 % passt der Aeromat VT WRG hervorragend in das Nachhaltigkeitskonzept des Silo-Hotels.

Sonderlösung integriert 120 Zimmer

Auch der Einbau in die 120 Hotelzimmer erforderte eine Sonderlösung. Heiner Triebel, zuständiger Ansprechpartner für das Projekt bei Siegenia, sagt: „Klassische Standardlösungen waren hier nicht einsetzbar“. Gemeinsam mit der Anwendungstechnik entwickelte Siegenia individuell angepasste Lüftungskanäle. Sie sitzen unter den an den Fenstern positionierten Sitzbänken. Triebel betont: „Wichtig war uns dabei, die vollumfängliche Eignung dieser Sonderlösung durch umfangreiche Vorabtests sicherzustellen“. Für die Hotelgäste bleiben die Fassadenlüfter unsichtbar.

Fensterplatz mit Polstern in einer energieeffizienten Gebäudehülle, der eine fachgerechte Verglasung, Wärmedämmung und moderne Fensterrahmen aufweist.
Als komplex erwies sich der möglichst verdeckt liegende Einbau der Lüfter in die Hotelzimmer. Gemeinsam mit dem Silo-Hotel entwickelte SIEGENIA eine Sonderlösung mit individuell angepassten Lüftungskanälen zur Montage unterhalb der Sitzbänke.

Software koppelt Bad und Zuluft

Auch in den Badezimmern kommen Lösungen von Siegenia zum Einsatz: Das Unternehmen entwickelte eine Software, die die dort verbauten Abluftgeräte mit den Zuluftgeräten synchronisiert. Sobald in einem Bad ein Lüfter anspringt, führt der Aeromat VT WRG automatisch Frischluft über die Fassade nach. Babette Kirchhoff, General Managerin des John & Will Hotels, sagt: „Das Klima in den Zimmern ist angenehm, ruhig und konstant. Gerade in einem so besonderen Raumtyp wie dem Silo ist das keine Selbstverständlichkeit.“

Während der Bauphase begleitete Triebel den Einbau der Lüfter teils vor Ort, teils per Remote-Koordination. Eine weitere Sonderlösung entstand in der Turmsuite mit Dachterrasse. Dort mussten die Lüftungsgeräte im 90°-Winkel in eine Pfosten-Riegel-Fassade eingebaut werden.

Das John & Will Silo-Hotel ist Teil des ehemaligen Hafengebiets auf der Bremer Überseeinsel. Auf rund 15 Hektar Fläche soll dort in den kommenden Jahren ein urbanes Quartier entstehen.

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