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Holz, Kunststoff, Aluminium: So nachhaltig sind Fenster

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Energetisch ist die Anschaffung neuer Fenster in der Regel eine nachhaltige Entscheidung. Alte Fenster entsprechen häufig nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und verursachen unnötige Wärmeverluste. Das kostet Energie, belastet den Geldbeutel und verursacht vermeidbare Kohlendioxid-Emissionen. Geschäftsführer Frank Lange ist Geschäftsführerer des Verband Fenster + Fassade (VFF) und erläutert: „Moderne dreifach verglaste Fenster dämmen rund dreimal besser als ältere Fenster mit Zweifachverglasung ohne moderne Wärmeschutzbeschichtung.“

Der Austausch alter Fenster greift damit direkt an einer typischen Verluststelle im Gebäude an. Wenn die Verglasung und der Aufbau dem heutigen Stand der Technik entsprechen, sinken die Wärmeverluste.

Der Verband knüpft die Nachhaltigkeit von Fenstern an zwei Punkte: an die Energieeffizienz im Betrieb und an die Verwertung der Materialien über den gesamten Lebenszyklus.

Der Lebenszyklus bestimmt die Bilanz

Für die Nachhaltigkeit reicht der Blick auf die Dämmung nicht aus. Neben der Energieeffizienz spielt eine Rolle, wie Fenster in Stoffkreisläufe eingebunden sind. Für Holz, Kunststoff, Aluminium und moderne Materialkombinationen gibt es eigene Kreisläufe. Lange erklärt: „Wie nachhaltig ein Fenster ist, entscheidet sich nicht allein am eingesetzten Material, sondern über den gesamten Lebenszyklus: durch fachgerechte Wartung und Pflege, eine möglichst lange Nutzungsdauer und schließlich durch einen Fenstertausch, bei dem die einzelnen Materialkomponenten wiederverwendet, recycelt oder möglichst hochwertig im Stoffkreislauf gehalten werden. Je länger ein Fenster genutzt und je besser seine Bestandteile am Ende verwertet werden, desto weniger Energie und Ressourcen müssen für neue Produkte aufgewendet werden.“

Der VFF rückt damit nicht ein einzelnes Rahmenmaterial in den Mittelpunkt. Maßgeblich bleiben Wartung, Pflege, lange Nutzung und die Verwertung der einzelnen Bestandteile nach dem Fenstertausch. 

Holzrahmenfenster in einer modernen Gebäudehülle, Blick ins Grüne; Schwerpunkt auf energiesparender Fenstertechnik für energieeffiziente Gebäudetechnik.
Für nachhaltige Fenster zählt der gesamte Lebenszyklus von Holz, Kunststoff und Aluminium.

Holz eröffnet neue Verwertungswege

Holz ist ein Naturprodukt und in einen natürlichen Kreislauf eingebunden. Es bindet während seines Wachstums Kohlendioxid und speichert dieses, solange das Fenster verwendet wird. In Deutschland wird nur so viel Holz geerntet, wie langfristig wieder nachwachsen kann.

Am Ende der Nutzungsdauer können Holzfenster über den Wertstoffhof oder geeignete Rücknahmesysteme verwertet werden. Holzanteile werden bislang häufig energetisch genutzt und in Biomasseanlagen eingesetzt. Glas und Beschläge lassen sich separat recyceln. Zugleich entstehen neue Möglichkeiten für die stoffliche Verwertung. Moderne Holzfenster werden immer häufiger mit biozidfreien Beschichtungssystemen hergestellt. Dadurch können die Holzbestandteile künftig besser aufbereitet und als Rohstoff für neue Holzprofile oder andere Holzprodukte im Kreislauf gehalten werden.

Kunststoff siebenmal wiederverwerten?

Kunststofffenster sind robust und kosten in der Anschaffung vergleichsweise wenig. Das macht sie zur meistverkauften Rahmenart. Auf Nachhaltigkeit verzichtet diese Rahmenart dabei nicht. Kunststofffenster bestehen aus Polyvinylchlorid (PVC), das nahezu vollständig recycelt werden kann.

Den PVC-Stoffkreislauf in Deutschland hält die Initiative Rewindo aufrecht. Über 100 Annahmestellen sorgen dafür, dass der Kunststoff aus Fenstern und Rollläden bis zu siebenmal wiederverwertet werden kann. Informationen über Annahmestellen in der Nähe bietet Rewindo auf seiner Website.

Aluminium erreicht über 90% Recyclingquote

Aluminiumfenster sind in Europa schon heute in einen Kreislauf eingebunden, bei dem das meiste Material schon einmal recycelt wurde. Aluminium kann nahezu unbegrenzt wiederverwertet werden, ohne seine Materialeigenschaften zu verlieren. Damit zählt Aluminium mit einer Recyclingquote von über 90 Prozent zu den wichtigen Werkstoffen für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

In Deutschland organisiert die Recyclinginitiative A/U/F die Rücknahme von Aluminium-Elementen mit über 250 Partnerbetrieben. Der Materialvergleich endet damit nicht beim Rahmen allein. Für die Nachhaltigkeit von Fenstern zählen die Dämmwirkung, die Nutzungsdauer und die Frage, wie hochwertig sich die einzelnen Bestandteile im Stoffkreislauf halten lassen. Einen Betrieb in Ihrer Nähe finden Sie auf dieser Website.

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