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Komfort im Mehrfamilienhaus mit Wärmepumpe und eXergiemaschine

Ralf Dunker
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Zum Mehrfamilienhaus gehören acht Wohnungen (50 bis 110 m²) mit Fußbodenheizung, Wohnraumlüftung etc. Im Untergeschoss befinden sich unter anderem ein Waschkeller mit separaten Anschlüssen für jede Mietpartei und Tiefgaragenplätze, die für die Montage einer Ladestation vorbereitet sind. Auf dem Dach wurde eine PV-Anlage installiert, die von einem Solarstromspeicher im Keller ergänzt wird.

Warmwasser hat hohen Anteil an Wärmelast

Für geringe Nebenkosten sorgen bei dem KfW-40-Haus unter anderem die Dämmung der Gebäudehülle und die Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung. In Objekten mit geringer Heizlast fällt der Energiebedarf der Warmwasserbereitung umso mehr ins Gewicht. Auch bei diesem Neubau war die hygienische, energieeffiziente Warmwassererzeugung ein Thema, denn eine Heizungswärmepumpe bewältigt den großen Temperaturhub auf ca. 65 °C zum Erhitzen des Trinkwassers meistens nur mit einem schlechten Wirkungsgrad. Ein Elektroheizstab als Nacherhitzer braucht ebenfalls zu viel Energie. Doch die Planer der Drieselmann GmbH in Holzgerlingen hatten eine Lösung. Wärme-Booster für die Warmwasserbereitung Anstatt die Temperaturniveaus zum Heizen (ca. 36 °C im Vorlauf) und für Warmwasser (ca. 65 °C) mit einer Quelle zu bedienen oder einen konventionellen Nacherhitzer zu installieren, schlug Drieselmann eine zweistufige Wärmepumpen-Lösung vor. Hierbei bedient die 28-kW-Heizungswärmepumpe nur die Fußbodenheizung und kann im optimalen Betriebsbereich arbeiten.

Moderne Gebäudetechnik: Industrielle Steuerungsanlagen mit „exm“-Bedienfeldern und Rohrleitungen in einem hygienischen Technikraum.

Die 28-kW-Heizungswärmepumpe (links) und die eXergiemaschine (eXm) ergänzen einander: Die Heizungswärmepumpe bedient die Heizkreise mit ca. 36 °C Vorlauftemperatur, die eXergiemaschine hebt einen Teil der Niedertemperaturwärme auf ein Temperaturniveau von 65 °C für die hygienische Warmwasserbereitung.

Als zweite Stufe des Systems kommt eine spezielle Wasser-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz: die eXergiemaschine, eine Gemeinschaftsentwicklung von varmeco (Kaufbeuren) und BMS-Energietechnik (Wilderswil/Schweiz). Die Maschine nutzt einen Teil der von der Wärmepumpe bereitgestellten Niedertemperaturwärme und hebt sie auf das höhere Temperaturniveau zur Warmwasserbereitung. Die Kombination aus Heizungswärmepumpe und eXergiemaschine hat einen deutlich besseren Gesamtwirkungsgrad, als wenn die Heizungswärmepumpe allein beide Temperaturniveaus bedienen müsste. Im Mehrfamilienhaus entschied man sich wegen des höheren Warmwasserbedars für eine bodenaufgestellte 10-kW-Maschine.

eXergiemaschine: Für große Temperatur­spreizungen

Die eXergiemaschine verbessert die Temperaturschichtung im Pufferspeicher (Heizspeicher). Dazu arbeitet im Inneren des Geräts eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Nennwärmeleistungen Qth von 3 bis 40 kW, die für eine große Temperaturspreizung von etwa 50 K im Pufferspeicher ausgelegt ist und auch bei Quelltemperaturen von 55 °C und mehr arbeitet. Während des Betriebs entnimmt die eXergiemaschine über zwei Kreisläufe Wasser aus der Mitte des Speichersystems.

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