Aus der Praxis: So nutzen SHK-Betriebe KI im Arbeitsalltag

Wichtigste Einsatzgebiete in der Praxis
Am häufigsten wird KI aktuell im Büro und in der Verwaltung genutzt. Die befragten Betriebe (u. a. Löser + Anspach, Helmut Hinz, Mönner GmbH, T & R Gebäude Service, Wienströer) setzen sie vor allem hier ein:
- Texterstellung: Angebotstexte, Hinweise, Mitarbeiteranweisungen, freundlicher formulierte E-Mail-Antworten
- Übersetzung: direkt in der Handwerkersoftware, etwa für Arbeitsanweisungen an Mitarbeitende ohne perfekte Deutschkenntnisse
- Recherche: Fehlercodes, Betriebsanweisungen (z. B. zum Umgang mit Asbest), Strategie- und Prozessthemen
- Telefonassistenz: Annahme von Anrufen außerhalb der Bürozeiten oder bei Anrufspitzen
KI am Telefon: Zwei Erfahrungen, zwei Ergebnisse
Besonders spannend sind die gegensätzlichen Erfahrungen mit KI-Telefonassistenten:
Positiv – Frank Wienströer: Nutzt seit rund 6 Monaten die Telefon-KI „Ida“, die nach 30 Sekunden ans Telefon geht oder außerhalb der Öffnungszeiten übernimmt. Vorteil: Direkte Integration in die Handwerkersoftware. Die KI erkennt bekannte Rufnummern, legt Aufgaben mit Zusammenfassung und Handlungsanweisung an – ideal für die Telefonbereitschaft für Wohnungswirtschaftsunternehmen.
Negativ – Thomas Tovote: Hat einen KI-Assistenten ohne Softwareanbindung nach kurzer Zeit wieder abgeschafft. Der Nacharbeitsaufwand war zu hoch, und der persönliche Telefonkontakt ist für seine Privat- und Geschäftskunden ein Alleinstellungsmerkmal.
Fazit der Runde: KI ersetzt nie den persönlichen Kontakt, kann aber Spitzenzeiten abfedern – vorausgesetzt, sie ist in die vorhandene Software integriert.

