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Glätte und Schnee auf der Baustelle: Viele Unfälle im Winter

Die Arbeitsunfälle im Baugewerbe sind in den vergangenen Jahren weniger geworden. Diese jahrelange Tendenz setzt sich zwar weiter fort, sie wird jedoch laut der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) stetig langsamer. Im Jahr 2015 verunglückten 102.333 Beschäftigte - das waren 1.398 weniger als im Vorjahr.

Mildes Klima, neue Baustoffe und Technologien - auch im Winter wird auf Baustellen gearbeitet. Das hat Konsequenzen: Fast 23.000 Arbeitsunfälle geschahen im letzten Winter 2015/2016. Über 5.000 davon waren Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Das ergab eine vorläufige Auswertung der BG BAU.

Glätte und Schnee sind häufige Unfallursache

Viele - teils gravierende - Verletzungen ereignen sich bei Glätte und Schnee auf den Verkehrswegen der Baustellen, auf Gerüsten, Laufstegen und Treppen sowie bei Wartungsarbeiten auf vereisten Maschinen. Gefahren drohen zudem von nicht durchsturzsicheren Lichtbändern auf Dächern, die bereits bei einer dünnen Schneedecke nicht mehr erkennbar sind.

Sichere Arbeitsbedingungen schaffen

Die BG BAU rät, Schnee auf Verkehrswegen und Arbeitsplätzen rechtzeitig zu entfernen und bei Vereisungen abstumpfende und auftauende Mittel einzusetzen. Gerüste, Laufstege und Treppen müssen geräumt und gestreut und sichere Verkehrswege sollten nicht verlassen werden. Eine oft unterschätzte Risikoquelle ist in der dunklen Jahreszeit auch die mangelhafte Beleuchtung auf Baustellen. Es sei wichtig, Verkehrswege blendfrei mit mindestens 20 Lux auszuleuchten. Für Arbeitsplätze sind je nach Tätigkeit bis zu 500 Lux erforderlich.

Mehr Krankmeldungen als in anderen Branchen

Beschäftigte, die bei Nässe und Kälte arbeiten, brauchen zudem geeignete Kleidung, so die BG BAU, sonst können sie sich schnell unterkühlen. Häufige Folgen sind Erkältungen sowie chronische Krankheiten der Atemwege und Gelenke. Hinweise dazu zeigen sich erneut im Fehlzeitenreport 2016 der AOK: Demnach lag die jährliche Arbeitsunfähigkeit im Hoch- und Tiefbau bei 15 Tagen. Das sind 3,4 Tage mehr als im Schnitt aller Branchen.

Bei niedrigen Temperaturen mache es Sinn, dass die Berufstätigen mehrere Lagen Kleidung übereinander tragen: Jacke und Hose aus Mikrofasern sowie darunter Wäsche aus Fleece-Material, das Feuchtigkeit aufnimmt und für Wärme sorgt. Auftretende Feuchtigkeit durch Schwitzen sollte die Schutzkleidung nach außen leiten können und dabei einen wirksamen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung ermöglichen. So werde laut BG BAU verhindert, dass die Beschäftigten auskühlen. Über den Kopf wird die meiste Wärme abgegeben. Daher sind an kalten Tagen Wintermützen als passendes Zubehör zu den Schutzhelmen eine gute Ergänzung.

Möglichkeiten fürs Umziehen und Waschen

Außerdem müssen sich die Mitarbeiter laut Arbeitsstättenverordnung gegen Witterungseinflüsse geschützt umkleiden, waschen und wärmen können. Und in den Pausenräumen soll es mindestens 21 Grad Celsius warm sein, darauf hat die BG BAU ebenfalls hingewiesen. Auf kleineren Baustellen bis maximal zehn Beschäftigten sei dagegen eine mobile Toilettenkabine mit Handwaschgelegenheit ausreichend. Genügend wäre sonst auch eine Handwaschgelegenheit in unmittelbarer Nähe. Die mobile Toilettenkabine soll in der kalten Jahreszeit auch beheizbar sein. Sofern auf solchen Baustellen vor dem Toilettengang die Wetterschutzkleidung abgelegt werden muss, sollte auch hier ein Sanitärcontainer mit ausreichend Ablageplatz zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen erhalten Unternehmen und Beschäftigte im Internet unter https://www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/herbst-und-winter…

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