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SHK-Handwerk 2025: Branche stabil – aber der Schwung fehlt

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Das SHK-Handwerk hat das Jahr 2025 auf hohem Niveau, aber mit nachlassender Dynamik abgeschlossen. Das geht aus der Jahresbilanz des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hervor. Der Branchenumsatz lag bei rund 59,1 Milliarden Euro – leicht unter dem Vorjahreswert – und wurde von rund 48.000 Betrieben mit 390.000 Beschäftigten erwirtschaftet.

Reparatur statt Modernisierung

Nach Jahren außergewöhnlicher Nachfrage zeigt sich eine spürbare Abkühlung: Aufträge und Auslastung gehen zurück. Das Geschäft wird zwar weiterhin vom Gebäudebestand getragen – zunehmend aber durch Reparatur und Instandhaltung statt durch echte Modernisierungsmaßnahmen. Investitionen in neue Heizungen oder Bäder bleiben vielfach aus. Verlässliche Umsatzsäule ist für viele Betriebe das Kundendienst- und Wartungsgeschäft.

GEG-Unsicherheit lähmt Investitionen

Als zentraler Bremsklotz gilt die politische Unklarheit rund um das Gebäudeenergiegesetz und die Förderlandschaft. Viele Eigentümer und Investoren verschieben Entscheidungen oder warten ab. ZVSHK-Präsident Michael Hilpert bringt es auf den Punkt: „Die Leute wollen investieren – aber sie warten. Solange die Regeln unklar sind, passiert zu wenig. Das trifft Betriebe und Klimaziele gleichermaßen." Der ZVSHK erwartet für 2026 keine grundlegende Trendwende – die politische Ausgestaltung des angekündigten Gebäudemodernisierungsgesetzes und eine verlässliche Förderkulisse werden entscheidend sein.

Ausbildung: Kleines Plus, großes Potenzial

Bei den Ausbildungszahlen gibt es einen kleinen Lichtblick: Im Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker SHK waren 2025 insgesamt 40.770 Auszubildende registriert – ein Zuwachs von 316 bzw. +0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Klempner (+3,1 %) und Behälter- und Apparatebauer (+8,2 %) legten zu, während die Ofen- und Luftheizungsbauer mit –8,9 % als einzige Gewerke rückläufig waren.

Die positive Tendenz reicht jedoch nicht aus: Rund die Hälfte der Betriebe meldet aktuell offene Stellen – vor fünf Jahren war dieser Anteil noch deutlich höher, die Lage hat sich leicht entspannt. Hilpert warnt dennoch: „Die Ausbildung läuft – aber sie reicht nicht. Wir bilden auf stabilem Niveau aus, doch das Wachstum hält mit dem steigenden Bedarf nicht Schritt."

Enormes Zukunftspotenzial – wenn die Rahmenbedingungen stimmen

Der ZVSHK verweist auf ein erhebliches Marktpotenzial: Millionen veralteter Heizungsanlagen sowie sanierungsbedürftige und nicht altersgerechte Bäder erfordern in den kommenden Jahren umfassende Investitionen. Die energetische und demografische Sanierung könnte langfristig ein Marktvolumen in zweistelliger Milliardenhöhe erschließen – vorausgesetzt, die Politik setzt verlässliche Investitionsimpulse und baut Bürokratie ab. „Die Aufgaben sind da, das Potenzial ist enorm – aber ohne genügend Fachkräfte bleibt es liegen", so Hilpert.

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