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Fallleitungen richtig planen – Grundlagen nach DIN 1986-100

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Warum die Belüftung entscheidet

Deutsche Entwässerungssysteme werden mit 50 % Füllungsgrad geplant – Luft muss frei zirkulieren können. Die DIN 1986-100 fordert deshalb verbindlich:

  • Hauptlüftung über Dach für jede Fallleitung (Belüftungsventile nur in Ein-/Zweifamilienhäusern als Teilersatz zulässig).
  • Keine Hauben oder Abdeckungen auf der Lüftungsöffnung – der volle Querschnitt muss offen bleiben. Die Angst vor Vogelnestern ist praxisfremd.
  • In Hochhäusern zusätzlich Nebenlüftungen zur Reduzierung von Druckschwankungen.

Fallleitungslänge und Fließgeschwindigkeit

Die Fallleitungslänge wird vertikal vom höchsten Anschlussabzweig bis zur Umlenkung in die Sammel-/Grundleitung gemessen. Die Fließgeschwindigkeit steigt bis ca. 22 m Länge an und nähert sich dann asymptotisch dem Grenzwert von 10–12 m/s.

Wichtig: Verziehungen als „Fallbremse“ funktionieren nicht – sie erzeugen nur zusätzliche Druckschwankungen und Geräusche. Die Norm fordert eine möglichst geradlinige Führung ohne Nennweitenveränderung.

Drei Fallleitungs-Kategorien nach DIN 1986-100

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