Legionellen im Sommer: Hohe Temperaturen belasten die Trinkwasserhygiene

Im Sommer geraten Trinkwasser-Installationen hygienisch besonders in den Fokus. Erwärmte Installationsschächte oder aufgeheizte Kaltwasserleitungen können Bedingungen schaffen, unter denen sich Legionellen leichter vermehren. Gleichzeitig bestätigen aktuelle Forschungsergebnisse die Bedeutung der geltenden Temperaturvorgaben und liefern neue Erkenntnisse zum sogenannten VBNC-Zustand der Bakterien. Für Betreiber bleibt entscheidend, Temperaturen konsequent einzuhalten, Stagnation zu vermeiden und technische Mängel nachhaltig zu beseitigen.
Sommer schafft günstige Bedingungen für Legionellen
Legionellen gehören natürlicherweise zur mikrobiellen Besiedlung von Trinkwasser. Problematisch werden sie erst, wenn sie sich in einer Installation stark vermehren. Besonders günstige Bedingungen finden sie in stehendem Wasser und bei Temperaturen zwischen 25 und 45 °C.
Gerade im Sommer können mehrere Risikofaktoren zusammenkommen: Erwärmte Installationsschächte oder eine unzureichende Trennung von Warm- und Kaltwasserleitungen können dazu führen, dass sich Kaltwasser unzulässig erwärmt. Gleichzeitig führen Urlaubszeiten oder eine geringe Gebäudenutzung häufiger zu längeren Stagnationszeiten.
Um eine Vermehrung zu verhindern, sollte Warmwasser dauerhaft mindestens 55 beziehungsweise 60 °C erreichen. Kaltwasser sollte möglichst unter 25 °C, idealerweise unter 20 °C, bleiben.

